Jeep Compass

Landmännchen

Foto: Daimler-Chrysler 4 Bilder

Obwohl mit zuschaltendem Allradantrieb ausgerüstet, bevorzugt der Jeep Compass festen Boden. Fahrbericht der 140-PS-Dieselversion.

Nichts verkauft sich leichter und besser als Träume. Das hat auch das Automobilmarketing erkannt und fischt mit der Mankönnte-wenn-man-wollte-Nummer nach Kundschaft. Jeep versucht das nun mit dem Compass, einem 4,40 langen Allradler, der genau in das Raster der so genannten Kompakt-SUV passt.

Jenes boomende Segment, in dem Honda CR-V, Toyota RAV4 und Co bereits ordentlich Kasse machen. Daran möchte auch Jeep teilhaben und schickt einen massenkompatiblen SUV mit zarter Offroad-Attitüde sowie Allradantrieb ins Rennen. Mit Merkmalen also, die den Compass vom Dodge Caliber, dem deutlich preisgünstigeren, technisch eng verwandten frontgetriebenen Schwestermodell unterscheiden.

Das Freedom Drive I genannte System verteilt das Motormoment über eine elektronisch gesteuerte Kupplung im Hinterachsdifferenzial. Die benötigte Kraft wird aus den Informationen über Geschwindigkeit, Lenkeinschlag und Radschlupf berechnet. Unter schwierigen Bedingungen kann der Fahrer das Differenzial zudem sperren, so dass bis zu 60 Prozent der Kraft an die Hinterachse fließen.

Was wohl die Ausnahme bleiben dürfte, denn mit seinen lackierten Schwellern und Stoßstangen lässt der Compass in schwerem Gelände nicht nur seinen knorrigen Geschwistern gern den Vortritt. Sei’s drum, weder Waldwege noch hohe Bordsteine stellen den Compass auf eine ernsthafte Probe.

Eher schon schnelle Kurvenfahrt, gegen die er spürbar zur Seite neigend seine Abneigung bekundet. Dafür zeigt sich die weich abgestimmte Federung grundsätzlich schluckfreudig, lässt in den weich gepolsterten Ledersitzen der gehobenen Limited-Version einen Hauch American way of drive aufkommen. Der wird allerdings vom gnadenlosen Hartplastik-Ambiente des SUV-typisch eher knapp geschnittenen Innenraums getrübt.

Um Versöhnung bemüht sich der von VW zugelieferte Zweiliter-Diesel. Auch wenn der Ex-TDI den schwereren Jeep nicht so vehement anschiebt wie einen Golf – sämiges Gleiten auf der Drehmomentwelle klappt auch hier. Beim Kofferraumvolumen muss sich der Compass allerdings hinten anstellen: Mit maximal 1277 Litern bietet er rund 30 Liter weniger als Golf und Konsorten. Aber dafür fehlt den Kompaktklässlern ja auch das Mankönnte-wenn-man-wollte-Aroma.

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Technische Daten
Jeep Compass 2.0 CRD 4x4 Limited
Grundpreis 28.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4405 x 1810 x 1630 mm
KofferraumvolumenVDA 334 bis 1277 l
Hubraum / Motor 1968 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 103 kW / 140 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 189 km/h
Verbrauch 6,5 l/100 km
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