Kia Borrego

Acht-Probe

Foto: Hersteller 8 Bilder

Kia hat einen neuen Offroader im Programm, den es sogar mit V8-Motor geben wird. Ob der Borrego nach Europa kommt, ist aber noch offen.

Mit den preisgünstigen Crossover-Modellen Sportage und Sorento ist es Kia in Deutschland gelungen, neue Kunden zu gewinnen - Kunden, die sonst niemals einen Koreaner gekauft hätten. Auf dem Heimatmarkt und in den USA rollt nun der großfamilientaugliche Geländekraxler Borrego zu den Händlern. Kia, der erfolgreiche und aufstrebende Juniorpartner von Hyundai, legt weltweit kräftig zu.

Großer SUV für die USA

In den USA, wo weiterhin Light Trucks und SUV das Straßenbild bestimmen, wollen die Asiaten mit dem großen Sport Utility punkten. Der Borrego misst 4,88 Meter in der Länge (13 Zentimeter mehr als ein VW Touareg), zählt aber vor Ort - genau wie Touareg oder M-Klasse - lediglich zu den Midsize-SUV. Einen Großteil der Technik steuert der Hyundai Veracruz (künftig iX55) bei, der seit Mitte 2007 in Amerika angeboten wird und zum Jahresende 2008 nach Europa kommt. Beide Offroader werden in Korea gebaut. Der erstaunlich konservativ wirkende Borrego mit steil stehendem Chrom- Kühlergrill, schräg gestellten Scheinwerfern und ausgestellten Radläufen wurde erstmals auf der Detroit Auto Show im Januar gezeigt - hier hatte er drei Jahre zuvor als Concept-Car Mesa debütiert. In Korea ist das Auto als Kia Mohave bereits zu haben, in den USA beginnt der Verkauf erst im Sommer.

Ob und wann es auch nach Europa kommt, ist noch offen. Besonderheit des Borrego ist die serienmäßige dritte Sitzreihe, die ihn bei Bedarf zum Siebensitzer macht. Dank 2,90 Meter Radstand gibt es jede Menge Platz im Innenraum. Die zweite Reihe lässt sich in der Länge verschieben, alle rückwärtigen Sitzgelegenheiten können weggeklappt werden. Der Instrumententräger ist hochwertig und funktionell gestaltet, die Anzahl der Bedienknöpfe (darunter ein Start-Stopp-Schalter) hält sich in Grenzen.

Spitzenmodell mit V8-Motor

Sechs Airbags, darunter Kopfbags bis zur dritten Sitzreihe, gehören zur Serienausstattung; für das Spitzenmodell mit V8-Motor sogar Knie-Airbags. Optional gibt es eine elektrisch verstellbare Pedalerie, ein DVD-gestütztes Navigationssystem, einen CD-Wechsler mit 600-Watt-Anlage sowie zeitgemäße USB/iPod-Anschlüsse. Die Technik entspricht weitgehend der gängiger Crossover in dieser Klasse: ringsum einzeln aufgehängte 17- bis 18-Zoll-Räder, dazu wahlweise Front- oder Allradantrieb via elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung. Optional soll eine Luftfederung angeboten werden. Erstaunlicherweise nutzt der Borrego einen eigenständigen Rahmen.

Mechanisch zu betätigende Differenzialsperren oder eine Geländeuntersetzung wie beim Sorento gibt es aber nicht. Immerhin sind eine Bergan- und -abfahrhilfe zu haben. Die aktive Sicherheitsausstattung umfasst die elektronische Stabilitätsregelung (ESC) inklusive Bremsassistent und eine Reifendruck-Kontrollanzeige. Für den Antrieb des Borrego sorgen ein 275 PS starker 3,8-Liter-V6 und ein 4,6-Liter-V8 mit rund 330 PS. Beide sind gemeinsam mit Hyundai entwickelt worden. Für einen Diesel besteht derzeit angesichts der avisierten Märkte noch kein Bedarf - er stünde aber in Gestalt eines Dreiliter-V6 bereit, wie ihn Hyundai im iX55 anbieten wird. Neu ist die serienmäßige Sechsstufen-Automatik für den V8, die damit erstmals bei Kia zum Einsatz kommt; der V6 behält eine Fünfstufen-Automatik. Ganz wichtig für den Alltagsbetrieb: Die maximale Zuglast des 2,1-Tonners beträgt 3.750 Kilogramm für die V8-Version und 2.500 Kilogramm für den V6.

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