Kia Carnival

Flexibler und teurer

Nach nur knapp drei Jahren steht ab Februar die zweite Generation des Kia Carnival bei den Händlern. Er ist knapp 4.000 Mark teurer geworden, dafür aber auch flexibler.

Im Inneren des Carnival finden bis zu sieben Personen Platz, wobei zwei seitliche Schiebetüren den Einstieg nach hinten erleichtern. Waren beim Vorgänger die Sitze fest eingebaut, kann im neuen Modell die hintere Bestuhlung sowohl in Längsrichtung verschoben als auch komplett entfernt werden. Zwischen den Vordersitzen befindet sich zudem ein praktisches Vespertablett, das bei Nichtnutzung weggeklappt werden kann, ebenso an den Rückenlehnen der Vordersitze und den Sitzen der zweiten Sitzreihe. Übertrieben wirkt hingegen die Anzahl der so genannten Cup-Holder: 15 an der Zahl sind selbst für den Kernmarkt Nordamerika des Guten zuviel.

Keine Seiten-Airbags und kein ESP

Als Siebensitzer schluckt der Koreaner 302 Liter Gepäck. Nach dem Ausbau der hinteren Sitzreihen sind bis zu 3.321 Liter möglich. Dabei können zwischen 490 und 587 Kilogramm zugeladen werden – nicht schlecht, wenn man bedenkt, dass der Van leer schon rund 2,1 Tonnen auf die Waage bringt. Kia rüstet den Carnival ab Werk unter anderem mit Klimaanlage, ABS, zwei Airbags, ISOFIX-Vorrichtungen für Kindersitze, elektrisch verstellbaren Außenspiegeln und einer Radioeinbau-Vorbereitung mit sechs Lautsprechern und Metallic-Lackierung aus. Ein Navigationssystem des Herstellers VDO/Dayton ist beim Händler für 3.000 Mark optional erhältlich. Seiten-Airbags und das Antischleudersystem ESP werden allerdings nicht angeboten.

Bei den Motoren hat der Kunde beim Carnival II die Wahl zwischen zwei Vierventil-Triebwerken: der 2,5 Liter große V6-Benziner mobilisiert 110 kW (150 PS) bei 5.600/min. Er verfügt über ein variables Ansaugsystem zur Optimierung der Leistung im mittleren Drehzahlbereich und bietet ein Drehmoment von 224 Nm bei 4.000/min. Im Schnitt sollen 10,6 Liter Normalbenzin reichen.

Bessere Wahl: Common-Rail-Diesel mit 144 PS

Der von uns bewegte Diesel dürfte allerdings den Löwenanteil am Verkauf ausmachen. Bei lediglich sechs PS weniger und einem dieseltypischen Drehmomentverlauf ist er die bessere Wahl. Der 2,9 Liter große Vierzylinder-Diesel mit Ladeluftkühlung und Common-Rail-Einspritzung mobilisiert schon bei 2.000/min 310 Nm Drehmoment; die Leistung beträgt 106 kW (144 PS) bei 3.800/min. Dank einer Pilot-Einspritzung arbeitet der Selbstzünder im unteren Drehzahlbereich zwar kultiviert, über 2.800 U/min wird er allerdings trotz verbesserter Geräuschdämmung hörbar laut. Der Verbrauch: 8,2 Liter Diesel. Neben dem serienmäßigen Fünfganggetriebe offeriert Kia für beide Motor-Varianten auch eine Vierstufen-Automatik.

Die Preisliste des Carnival beginnt bei 42.676 Mark für den 2,5 Liter V6 in LX-Ausstattung. Der 2,9 Liter HPDi-Diesel kostet in LX Version 44.691 Mark. Für die höherwertige Ausstattung EX sind bei beiden Modellen rund 2.200 Mark Aufpreis zu bezahlen.

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