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Kia Ceed Sportswagon 15 Bilder

Kia Ceed Sportswagon (2018)

Erste Fahrt im neuen Korea-Kombi

Kia stellte auf dem Genfer Autosalon 2018 neben dem normalen Ceed der dritten Generation auch den neuen Ceed Sportswagen vor. Wir sind den Kombi jetzt gefahren.

Die neue Modellgeneration des Kia Ceed wurde 20 mm breiter und 20 mm flacher als der Vorgänger. In der Frontansicht greift das LED-Tagfahrlicht mit vier LED-Spots ein auffälliges Merkmal der Ausführungen GT und GT Line des bisherigen Modells auf. Die scharf gezeichneten geraden Linien der Seitenansicht lassen die Motorhaube besonders lang wirken. Und in der Heckansicht setzen neue LED-Rückleuchten mit Tagfahrlicht-Funktion (je nach Ausführung) einen markanten Akzent. Wie schon beim Steilheckmodell hat auch beim neuen, um 95 mm in der Länge gewachsenen Kombi Sportswagen das Ladevolumen zugelegt. Volle 600 Liter soll der Kombi in Normalkonfiguration schlucken können. 72 Liter mehr als bisher. Für leichteres Beladen wurde zudem die Laderaumkante abgesenkt, die Heckklappe öffnet auf Wunsch automatisch. Für sperrige Güter kann die Rücksitzlehne per Fernentriegelung im Verhältnis 40:20:40 umgelegt werden. Die Laderaumabdeckung sowie weitere Untensilien finden ihren Platz unter dem Laderaumboden. Serienmäßig ist auch eine dachreling an Bord. Weitere Angaben macht Kia noch nicht.

Motoren und Assistenten wie im Ceed mit Steilheck

Das Motorenprogramm für den Kia Ceed Sportswagon zeigt sich analog aufgestellt zur Steilheckversion. Bei den Benzinern ist neben dem 1,4-Liter-Saugmotor mit 100 PS und dem 1.0 T-GDI mit 120 PS jetzt ein weiterer Turbobenziner mit 1,4 Litern Hubraum und 140 PS erhältlich. Dieselfahrern bietet Kia ein neues 1,6-Liter-Triebwerk mit 280 Nm Drehmoment in zwei Leistungsvarianten mit 115 und 136 PS an. Der Motor wurde im Hinblick auf die neueste Abgasnorm Euro 6d-TEMP entwickelt und verfügt über ein SCR-Abgasnachbehandlungssystem. Standardmäßig sind alle Motorisierungen mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe ausgestattet. Der 1.4 T-GDI und der 1.6 CRDi 136 werden zudem mit einem Sieben-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe angeboten, bei dem sich das Fahrerlebnis durch die Fahrmoduswahl „Drive Mode Select“ noch steigern lässt.

Kia Ceed 1.4 T-GDI, Opel Astra 1.4 DI Turbo, VW Golf 1.5 TSI Act, Exterieur
Tests

Der neue Ceed bietet ein breites Spektrum an Fahrerassistenzsystemen. Standard sind unter anderem Fernlichtassistent, Müdigkeitswarner, aktiver Spurhalteassistent und Notbremsassistent mit Fußgängererkennung. Zudem bewegt sich der neue Kompaktwagen bereits auf „Level 2“ des autonomen Fahrens: Sein Stauassistent (je nach Ausführung) orientiert sich an Fahrbahnmarkierungen und am vorausfahrenden Verkehr und übernimmt das Beschleunigen, Bremsen und Lenken.

Die Produktion für den Ceed Sportswagon startet im August, in den Handel kommt er dann im vierten Quartal 2018. Preise für den neuen Kombi wurden noch nicht genannt.

Fahrbericht Kia Ceed Sportswagon

Bei der Golf-Klasse denken die meisten an kompakte Schrägheckmodelle im Format des Wolfsburger Bestsellers. Dabei stehen gerade in Deutschland bei vielen dieser Baureihen die Kombi-Varianten hoch im Kurs. So auch der Ceed von Kia. Beim Vorgänger griffen 35 Prozent der Kunden zu der Variante mit dem geräumigen Heckabteil. Keine Frage also, dass der in Europa für Europa entwickelte Ceed auch in der dritten Generation wieder als Kombi zu haben ist – oder Sportswagon, wie er bei Kia heißt.

Im Radstand unterscheidet er sich nicht von der viertürigen Schrägheck-Limousine, aber durch das 29 Zentimeter längere Heck wächst die Außenlänge auf 4,60 Meter. Damit ist er ähnlich lang wie ein Golf Variant. Wichtiger jedoch: Das Gepäckraumvolumen steigt von 395 auf 625 Liter unter der Abdeckung. Und bei vorgeklappten Rücksitzlehnen passen bis zu 1.694 Liter bei dachhoher Beladung bis hinter die Vordersitze. Mit diesen Werten stellt er nicht nur den Variant (605-1.620 Liter) in den Schatten, sondern auch den großen Bruder Optima Sportswagon (552-1.686 Liter).

Doch von einem guten Kombi in dieser Klasse darf man heute mehr als nur ein üppiges Ladevolumen erwarten. Eine per Elektromotor automatisch öffnende Heckklappe etwa, ein schienenbasiertes Trenn-/Fixiersystem für den Laderaum oder eine im Verhältnis 40:20:40 geteilt umklappbare Rücksitzlehne. Der Sportswagon bietet das alles, allerdings nur für die beiden teuersten der fünf Ausstattungslinien. Leider gilt das auch für ein Sicherheitstrennnetz zum Schutz der Passagiere.

Gepäckraumvolumen und Zuladung

Dafür gefällt der Sportswagon mit breiter Ladeöffnung und ebenem Ladeboden auch bei vorgeklappten Hälften der serienmäßig im Verhältnis 60:40 geteilten Rücksitzlehne. Die Landekante ist fast neun Zentimeter niedriger als beim Vorgänger, die Stufe zur Ladefläche entfällt. Unter dem Boden befinden sich mehrere Staufächer, die unter anderem das solide, seitlich geführte Laderaumrollo und das Sicherheitstrennnetz aufnehmen. Letzteres lässt sich auch hinter den Vordersitzen aufspannen.

Kia Ceed Sportswagon
Kia
Redaktuer Peter Wolkenstein hat den neuen Kia Ceed Sportswagon bei der Fahrvorstellung erprobt. Eine der erfreulichen Erkenntnissen: Die Landekante ist fast neun Zentimeter niedriger als beim Vorgänger.

Die Zuladung beträgt je nach Motorvariante zwischen 443 und 503 Kilogramm und unterscheidet sich damit nicht nennenswert von der Limousine. Gleiches gilt für die Anhängelast, sie beträgt zwischen 1.200 und 1.500 kg (gebremst bei 12 Prozent Steigung). Obwohl an der Hinterachse andere Federn und ein geänderter Stabilisator zum Einsatz kommen, fühlt sich das Fahrverhalten des Sportswagon nicht anders an als in der Limousine – zumindest ohne nennenswertes Gepäck im Kofferraum. Wie er sich mit voller Zuladung verhält, muss bis zum Test zu einem späteren Zeitpunkt warten.

Beim ersten Fahreindruck lässt sich der Kombi auch auf schlecht geteerten Straßen nicht aus der Ruhe bringen. Grobe Stöße hält er von den Insassen fern, auch wenn die Gesamtabstimmung eher sportlich-straff ausfällt. Das Mehrgewicht gegenüber der Limousine beträgt nur knapp 40 kg, wodurch der Sportswagon speziell mit dem 140 PS starken Benziner (ab 23.090 Euro) zu den flott motorisierten Kombis zählt. Dieses Triebwerk lässt sich wie der Diesel mit 136 PS auf Wunsch mit einem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe (1.600 Euro) kombinieren.

Ansonsten ist der Sportswagen vor allem ein Ceed. Dank gut ablesbarer Instrumente und logisch angeordneter Bedienelemente findet sich im Cockpit jeder schnell zurecht. Die Position auf den gut gepolsterten, ausreichend seitenhaltstarken Sitze passt, das Dirigieren mit der präzise ansprechenden Lenkung fällt nicht nur leicht, sondern macht auch Spaß. Keine Abweichungen gibt es auch bei Motoren und Ausstattungslinien, nur der sportliche GT mit 204 PS wird als Sportswagon nicht angeboten.

Mit 100-PS-Sauger ab 16.990 Euro

Der Aufschlag gegenüber der Limousine beträgt durchweg 1.000 Euro, die Preise beginnen bei 16.990 Euro für den 100 PS-Sauger, mit dem laut Kia viele Kunden zufrieden sind. Darüber rangiert der 1.0 T-GDI mit 120 PS ab 20.090 Euro, der damit spürbar unter dem Niveau eines Golf Variant Trendline 1.0 TSI mit 110 PS (ab 21.850 Euro) liegt. Zwei Diesel mit 115 (ab 22.490 Euro) und 136 PS (ab 24.990 Euro), die wie alle Antriebe die strengen Grenzwerte der Euro 6d Temp erfüllen, komplettieren das Angebot.

Fazit

Kia hat mit dem neuen Ceed Sportswagon einen ausgewogenen und vergleichsweise preiswerten Kombi auf die Räder gestellt, der in seiner Klasse mit einem besonders üppig dimensionierten Laderraum hervorsticht. Ein Manko: Einige interessante Extras gibt es nur mit den teuren Ausstattungslinien.

Bei Kia sind sie überzeugt davon, dass der Ceed künftig häufiger als Kombi gekauft wird als bisher – obwohl nach ihren Prognosen der Anteil des Sportswagon innerhalb der Baureihe sinken dürfte. Wie das? Als einzige Marke setzt Kia in dieser Klasse auf zwei verschiedene Kombis, denn mit dem Proceed folgt Anfang 2019 ein sportlich-eleganter Shootingbrake, der mit 594 Litern Heckraum-Volumen kaum weniger Gepäck schluckt.

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