Kia Cerato

Euro Norm

Foto: Bernd Stegemann

In Technik und Form folgt das Kompaktauto den europäischen Konkurrenten, beim Preis aber nicht. Im Fahrbericht der 1,6-Liter-Benziner mit 105 PS.

Von der Beinahe-Pleite (1998) zur am schnellsten wachsenden Marke in Europa (2003): Die Übernahme durch Hyundai hat Kia frischen Schwung und steigende Marktanteile beschert. Mit vereinten Kräften will das koreanische Duett bis 2010 sogar unter die fünf weltgrößten Hersteller vorrücken, allein bei Kia sind 16 neue Modelle in den nächsten drei Jahren geplant. Die zentrale Rolle fällt dabei dem Nachfolger des Shuma zu, der sich stärker am europäischen Geschmack orientieren soll.

Eine besondere Note hat der Cerato jedoch kaum vorzuweisen, denn sowohl formal wie technisch folgt er brav dem gängigen Muster der Kompaktklasse. Als Basis für den Viertürer dient der Hyundai Elantra mit gleichem Radstand (2,61 Meter), von dem auch die Motoren und das Getriebe stammen. Mit seinen Abmessungen gehört der Cerato zu den größeren Vertretern des Segments, was sich im guten Platzangebot für die Insassen niederschlägt.

Im Gegenzug fällt der Gepäckraum bei beiden Karosserievarianten unterdurchschnittlich klein aus (Stufenheck 381, Steilheck 394 bis 1046 Liter), lässt sich jedoch durch geteilt vorklappbare Rücksitze erweitern. Ansonsten wirkt das Interieur klar, freundlich und sauber verarbeitet.

Wenig Freude bereiten dagegen die zu kurzen, flachen und schwach ausgeformten Vordersitze, zumal auch die Position hinter dem nur höhenverstellbaren Volant nicht richtig passt. In Verbindung mit der indirekten, etwas unpräzisen Servolenkung kommen sportliche Ambitionen erst gar nicht auf, aber dafür entschädigt das Fahrwerk mit passablem Komfort und sicherem Kurvenverhalten. Größtes Manko: Ein ESP-System ist für den Cerato nicht lieferbar.

Zur Markteinführung im August stehen zunächst zwei Benziner zur Wahl, wobei der Zweiliter mit 143 PS den 1.6 (105 PS) in Temperament und Laufkultur kaum übertrifft. Beide sind eher raue Gesellen und bei höheren Drehzahlen laut, erfüllen jedoch – anders als der 2.0-Common-Rail-Turbodiesel (112 PS) – die Euro-4-Abgasnorm.

Etwas später sollen noch ein komplett neuer 1,5-Liter- CRDi (102 PS) sowie ein gleich großer Ottomotor folgen. Obwohl der stärkere Selbstzünder 3800 Euro Aufschlag gegenüber dem 1.6 fordert, sind 17 900 Euro, absolut gesehen, ein höchst attraktiver Preis. Das Basismodell mit Stufenheck (500 Euro billiger) und ordentlicher Ausstattung (ABS, sechs Airbags) ist sogar schon für 13 600 Euro zu haben. Und wer bis Ende 2004 erhält, bekommt fünf Jahre Garantie und die Jahresinspektionen gratis dazu.

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