Kia Sportage 2.0 CRDi (2016) - Kompakt-SUV - Zweiliter-Diesel - Fahrbericht Hans-Dieter Seufert
Kia Sportage 2.0 CRDi (2016) - Kompakt-SUV - Zweiliter-Diesel - Fahrbericht
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Kia Sportage 2.0 CRDi (2016) - Kompakt-SUV - Zweiliter-Diesel - Fahrbericht
Kia Sportage 2.0 CRDi (2016) - Kompakt-SUV - Zweiliter-Diesel - Fahrbericht 16 Bilder

Fahrbericht Kia Sportage 2.0 CRDi (2016)

Neuer Korea-SUV wird teurer - und besser?

Die Ankündigung, dass die neue Generation des Kia Sportage alles besser können soll, überrascht nicht. Wie gut sie wirklich geworden ist, dagegen schon. Fahrbericht des Kia Sportage 2.0 CRDi.

Da schau, die von auto motor und sport schon wieder. Haben sich für die erste Ausfahrt gleich mal die dickste Motorsierung geben lassen, die Kia für den Sportage im Angebot hat. Tja. Nun leistet der Zweiliter-Diesel 185 statt 184 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 400 statt 383 Nm.

Und was spürt man davon? Zunächst einmal hört man davon - und zwar weniger. Der Vierzylinder arbeitet zwar noch immer nicht besonders kultiviert, doch drängt sich akustisch weit weniger in den Vordergrund als bislang. Einzig beim Ausdrehen steigert sich das gleichmütige Brummen in ein kerniges Nörgeln, doch gedreht werden muss der Direkteinspritzer gar nicht so sehr. Zwischen 2.000 und 3.500 Umdrehungen, da ist alles gut, hier wirkt das Triebwerk so souverän wie es die Leistungsdaten vermuten lassen.

Kia Sportage 2.0 CRDi (2016) - Kompakt-SUV - Zweiliter-Diesel - Fahrbericht
Hans-Dieter Seufert
Die im Cockpit verwendeten Kunststoffe überzeugen in ihrer Qualität.

Kia Sportage 2.0 CRDi GT mit Komfortschwächen

Und obwohl sich die sechs Gänge des Schaltgetriebes zwar leichtgängig schalten lassen, wäre das optionale Automatikgetriebe nun eine feine Sache. Große Emotionen kommen im Handschalter ob der klassenüblichen langen Wege nämlich nicht auf und der Wandler würde außerdem die deutlich spürbare Anfahrschwäche lässig überschlupfen. Ja, das stünde dem Kia sicher gut.

Die Kraft verteilt er in dieser Variante ohnehin sicherheitshalber an alle vier Räder, eine elektronisch gesteuerte Lamellenkupplung übernimmt den Job. Zusammen mit den beim GT-Line serienmäßigen 19-Zoll-Rädern ergibt sich daher eine recht unerschütterliche Traktion, die sich rechtzeitig ins Untersteuern auflöst, falls es der Fahrer mal übertreibt. Und das kann durchaus vorkommen, denn die in dieser Variante straffe und somit seitenneigungsarme Fahrwerksabstimmung sowie die modifizierte, deutlich rückmeldungsfreudigere Lenkung verhelfen dem SUV zu einer Agilität, die ihm bislang fremd war. Darunter leidet der Federungskomfort, denn auf adaptive Dämpfer verzichtet Kia. Weil sie es nicht können? Wohl kaum. Eher weil sie von der Konkurrenz wissen, wie wenig Kunden bereit sind, dafür Aufpreis zu zahlen.

Wie überhaupt die Koreaner penibel darauf achten, woran ihre Kunden Freude haben könnten. An spürbar besseren Platzverhältnissen bei nur geringfügig größeren Außenabmessungen zum Beispiel. Oder an einem Fach für das Laderaumrollo, sollte es dem Gepäck im Weg sein, selbst wenn auch so mindestens 503 Liter (vorher: 465 Liter) davon ins Heck passen. Oder an einer 17-fach verstellbare Lehne der Rücksitzbank. Oder an einer Bedienung, die statt einer hippen, zentralen Steuerung einfach unmissverständlich beschriftete, große Tasten nutzt.

Kia Sportage mit premiumverdächtigem Qualitätseindruck

Und sonst wurde gespart? Eigentlich nicht. Die im Cockpit verwendeten Kunststoffe übertreffen in ihrer Qualität durchaus die Materialien des einen oder anderen angeblichen Premium-Produkt. Überdies stehen Spurhalte-, Ein- und Ausparkassistent, Verkehrszeichenerkennung und Kollisonswarner zur Verfügung. Je nach persönlichem Smartphone, kann dieses sogar kabellos in der Mittelkonsole geladen werden. Und das alles gibt’s wieder zum Spartarif?

Absolut gesehen schon, relativ nicht, denn je nach Ausstattungsvariante kostet der neue bis zu 2.500 Euro mehr. Der 185 PS starken GT Line kommt auf 37.390 Euro. Einzig das mit 1,6-Liter-Saugmotor-Benziner motorisierte Basismodell wurde günstiger, Kia ruft dafür 19.990 Euro auf - doch das dient vorwiegend der Preislisten-Kosmetik. Was die Sportage-Kunden bislang favorisierten? Den 1.7 CRDi. Ach ja, und den stärksten Diesel, gerne mit Vollausstattung - nicht, dass sie glauben, dass der nur auto motor sport interessiert.

Technische Daten

Kia Sportage 2.0 CRDi EcoDyn. 4WD GT Line
Grundpreis 39.690 €
Außenmaße 4495 x 1855 x 1645 mm
Kofferraumvolumen 503 bis 1492 l
Hubraum / Motor 1995 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 136 kW / 185 PS bei 4000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 201 km/h
Verbrauch 5,2 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
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In zwei Jahren will Borgward in Europa landen.

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