Lotus Evora S

Britischer Feinschliff

Lotus Evora S, Front Foto: Hersteller 13 Bilder

sport auto fuhr einen Evora S-Prototypen des Modelljahres 2012. An dem neuen Evora wurden 150 Teile verbessert. Unter anderem das oft gescholtene Getriebe. Um die Qualität wurde sich auch gekümmert.

„Mit unserem gesamten Entwicklungsbudget entwickelt Porsche gerade einmal einen Instrumententräger“, hat ein Lotus-Insider einmal scherzhaft verlauten lassen, als er auf die zum Teil mäßige Qualität der britischen Sportwagen angesprochen wurde. Nach dem Lotus bereits Fertigungsabläufe in der Produktion nach und nach optimiert hat, wird jetzt auch die Verarbeitungsqualität der Modellpalette hochgeschraubt. Vor allem der viel gescholtene Evora profitiert davon.

Deutliche Verbesserung beim Evora-Getriebe

sport auto fuhr vorab einen Evora S-Prototypen des Modelljahres 2012. „Wir haben 150 Teile erneuert. Vor allem das von euch zu Recht kritisierte Getriebe konnten wir verbessern“, erklärt Matthew Becker, leitender Entwicklungsingenieur von Lotus. Bei der ersten Fahrt im Evora S MJ12 wirkt das Sechsganggetriebe harmonischer. Anders als beim Einzeltest gelingen schnelle Schaltvorgänge jetzt deutlich besser, und die hakelige Gassenführung scheint kein Problem mehr zu sein. Bisher musste man als Autotester immer bei einer schnellen Beschleunigung und daraus resultierenden schnellen Gangwechseln Bedenken haben, die Seilzüge des Sechsganggetriebes gnadenlos abzureißen. Neben verschiedenen Getriebeänderungen kommen in den überarbeiteten Evora-Modellen andere Schaltzüge, eine neue Kupplung sowie ein neues Schwungrad zum Einsatz.

Außerdem modifizierte die Lotus-Crew das Ansprechverhalten des V6-Kompressor-Motors, der weiterhin 350 PS leistet. „Neben einem neuen Motor-Mapping haben wir die Motorlagerung optimiert und eine neue Abgasanlage entwickelt“, sagt Technik-Mann Becker. Bei der ersten Testfahrt auf der hauseigenen Rennstrecke im Lotus-Stammsitz in Hethel sowie auf den Landstraßen rund um Norwich reagiert der Lotus Evora S deutlich zackiger auf Gasbefehle. Ebenso giftig wie das Ansprechverhalten brüllt der Lotus Evora S nun durch sein trapezförmiges Endrohr. Die Klappen-Abgasanlage wird ab sofort nicht nur im S-Modell, sondern auch im Basis-Evora verbaut. Bei aktivierter Sporttaste gröhlt der Lotus Evora S ab rund 2.000 Touren, im Normalmodus reist der sportliche Brite erst ab 4.700 Kurbelwellenumdrehungen die Klappe auf.

Das gute Fahrwerk blieb fast unverändert

„Das Fahrwerk haben wir bis auf minimale Details kaum verändert“, erklärt Matt Becker, der ebenfalls für die fahrdynamische Abstimmung verantwortlich ist. Im Bereich der fahrdynamischen Qualitäten hatte die Lotus Evora-Baureihe ohnehin keinen Nachholbedarf. Da mussten die Entwickler des Innenraums schon deutlich länger nachsitzen. Dank besserer Lederqualität und neuen sowie enger gestickten Ziernähten wirkt das Lotus Evora S-Interieur nun hochwertiger.

Die Recaro-Schalensitze im Lotus Evora S überzeugten schon vor den Kosmetikmaßnahmen mit sehr gutem Seitenhalt. Durch eine neue Polsterung sitzt der Evora-Pilot nun noch bequemer. Neue Einstiegsleisten sollen das Leder des breiten Schwellers vor Beschädigungen beim Ein- und Ausstieg schützen. Auch das Infotainmentsystem samt Navidisplay mit Commodore 64-Gedächtnis-Grafik wurde durch ein moderneres Alpine-System ersetzt. Optische Retuschen hin oder her – die Modifikationen am Evora-Getriebe dürften Fahrdynamikfans am besten schmecken.

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Technische Daten
Lotus Evora S S
Grundpreis 78.950 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4342 x 1848 x 1223 mm
KofferraumvolumenVDA 160 l
Hubraum / Motor 3456 cm³ / 6-Zylinder
Leistung 257 kW / 350 PS bei 7000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 286 km/h
Verbrauch 9,9 l/100 km
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