Maxi Mini

Der kleine Wood-Ausbruch

Foto: Reinhard Schmid 13 Bilder

Der Blech Couturier Carrozzeria Castagna aus Mailand schneidert dem Mini ein zwölf Zentimeter längeres Kleid. Auf Wunsch gibt es die Minis mit Holzbeplankung wie beim legendären Woody der Sechziger.

Länge läuft - das hofft jedenfalls Gioacchino Acampora. Der smarte italienische Designer füllt nämlich das Mini’sche Kombi-Vakuum mit einer um zwölf Zentimeter verlängerten Variante, die sich als stylisher Trendsetter für Trägerinnen von Kostüm oder Rollkragenpullover versteht. Unters Volk bringt ihn Carrozzeria Castagna. Gegründet 1849, schneiderte sie solventen Kunden individuelle Karosserien für ihr Luxusauto.

Auffällig cremefarben lackiert, vorn mit verchromtem Rammbügel und an den Seiten mit demonstrativ per Torxschrauben montierten Plastikplanken versehen, pflegt der SU Wagon einen stämmig-hemdsärmeligen Auftritt. Und lässt der rauen Optik gegen Aufpreis mit höhenverstellbarem Fahrwerk und Allradantrieb sogar Taten folgen.

Dachhimmel aus Alcantara

Im Inneren geht es dagegen mondän zu. Weiches Leder spannt sich über Sitze und Armaturenbrett, viele Kunststoffteile sind mit elegantem Schrumpflack überzogen, Rundinstrumente und Lüftungsdüsen mit Holzringen umrahmt, der Dachhimmel besteht aus feinem Alcantara. Genauso griffsympathisch übrigens wie der weich unterschäumte Armaturenträger mit seinem Glattlederbezug.

Bei der Kombination von Farben und Stoffen hat der Kunde weitgehend die Wahl: egal, ob bunt gemusterte Stoffe des Modemachers Missoni im Stil der Sixties oder zeitgemäß dezentes Leder mit hell abgesetzten Nähten. Ab Anfang Mai kann man sein Wunschmodell auf der Castagna-Homepage (www.carrozzeriacastagna.com) mit einem Konfigurationsprogramm selbst gestalten.

Umbaukosten: 12.000 Euro

Als Umbau-Basis dienen neue oder gebrauchte Mini, vom One bis zum Cooper Works. Die Verlängerung selbst ist für 12.000 Euro zu haben, Belederung sowie zusätzliche Accessoires wie Heckablage und Verkleidungsteile aus Korb oder die individuelle Polsterung der Sitze kosten extra. Bei allen Varianten im Preis inbegriffen ist ein vergrößertes Gepäckabteil plus unverändert gute Fahreigenschaften. Und das, obwohl der Radstand im Gegensatz zu den Ur-Kombis nicht mitwuchs. Das Original war rund 25 Zentimeter länger, bei zehn Zentimeter gestrecktem Radstand.

Für Stabilität sorgen heute unter anderem sechs Millimeter dicke hintere Seitenscheiben. Nur optischen Zwecken dienen die Holzverkleidungen an der Woody-Variante: Die 20 Einzelteile aus speziell behandeltem, unlackiertem Holz sind lediglich aufgeklebt, sorgen aber für einen klassischen Look. So wie 1960, als die Mini-Marketingabteilung meinte, die gehobene Schicht habe ein Recht auf sichtbares Holz am Auto – Mini-Vater Issigonis soll allerdings beim Anblick einen ordentlichen Wood-Ausbruch bekommen haben.

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