Mazda 3

Drei D

Foto: Mazda

Ein Diesel-, ein Benzinmotor sowie eine Limousinenvariante erweitern das Mazda-3-Programm.

Für Mazda ist klar: Gegner Nummer eins des kompakten Dreier ist der VW Golf. Und der Kampf gegen ihn gleicht dem eines Underdogs gegen ein Schwergewicht wie Mike Tyson. Um dabei über die Runden zu kommen, muss man gut aufgestellt sein. Zu diesem Zweck bekommt die Steilheckvariante Mazda 3 Sport nicht nur eine Limousine zur Seite gestellt, sondern ab Juni dieselt es auch endlich unter den Dreier- Motorhauben.

Dort steckt dann der in Kooperation mit Ford und Peugeot entwickelte 1,6 Liter große Common-Rail-Motor, der bereits im Ford Focus C-Max Dienst tut. Mit dem Unterschied, dass der 109 PS starke Vierventiler in den Mazda 3-Versionen in Deutschland von Beginn an ausschließlich mit Rußpartikelfilter erhältlich sein wird. Damit erfüllt der zur Regeneration des Filters mit einem Additiv arbeitende Motor die Euro 4-Norm. Erfüllt er aber auch den Fahrspaßanspruch, dem Turbodiesel inzwischen verpflichtet sind? Animiert durch das agile Handling, das zum einen von der exakten Lenkung, zum anderen vom trocken-straffen Abrollverhalten geschürt wird, ist man zumindest stets in Versuchung, ordentlich Gas zu geben.

Der 1,6-Liter-Motor spielt jedoch den Gelassenen, verlangt zum akkuraten Anfahren kein besonders ausgeprägtes Gefühl im Kupplungsfuß und beginnt bereits unterhalb von 2000/min ohne störendes Turboloch mit der Arbeit. den spaßigen Drehmoment- Kick, der etwa 1,9-Liter-TDI-Motoren innewohnt. Statt druckvoll aufzubranden, legt der Mazda-Diesel gepflegt-linear zu, liefert sein Drehmomentmaximum von 240 Nm brav bei 1750/min ab.

Brav enthält er sich aber auch rabaukiger Lärmentwicklung oder ungehobelten Diesel-Nagelns. Und doch, das stets präsente, hochfrequent-metallische Verbrennungsgeräusch sowie feine Vibrationen erinnern an das Selbstzünder-Prinzip. Ebenso wie die trotz des geringen Hubraums wenig ausgeprägte Drehfreude jenseits von 4000 Touren, die frühes Hochschalten favorisiert. Dabei lädt das exakte Fünfganggetriebe förmlich zu Extra-Schaltvorgängen ein. Zum gepflegten Reisen mit Gepäck eignet sich die Stufenheck-Limousine.

Für 300 Euro Aufpreis gegenüber der Schrägheck- Version bietet sie ein mit 413 Litern um 110 Liter größeres Kofferraumvolumen, das durch Umklappen der Rücksitze noch erweitert werden kann. Die elegant-fließende Form wird allerdings durch eine schmale Heckklappenöffnung sowie eingeschränkte Kopffreiheit im Fond erkauft. Passagiere über 1,85 Meter Größe nehmen bereits Fühlung zum eingezogenen Dach auf.

Das schert Interessenten für den neuen, 84 PS starken 1,4-Liter-Benziner wenig. Der fein auf Gasbefehle ansprechende Basismotor ist ausschließlich im Mazda 3 Sport zu haben. Zusammen mit der leichtgängigen, rein hydraulisch unterstützten Lenkung ergibt das einen flinken Einsteiger. Mal sehen, ob diese Talente für Mike Tyson reichen.   

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