Mazda 3

Japanischer Focus

Foto: Beate Jeske

Mit Schützenhilfe von Ford ist der Mazda 3 entstanden. Er basiert auf der Plattform des kommenden Ford Focus. Zum Verkaufsstart Ende Oktober stehen zwei Motoren zur Wahl. Die sportliche Karosserieform des Mazda 3 sorgt dafür, dass von der technischen Artverwandtschaft zum kommenden Ford Focus nichts zu sehen ist.

Die hinteren Kotflügel wölben sich weit über die Räder, bilden breite Schultern. Große Kühleröffnungen lassen ein Aggregat mit hohem Luftbedarf vermuten, die Heckschürze geriet bullig. In der Top-Ausstattung trägt der Mazda 3 wuchtige 17-Zoll-Aluräder, einen in Wagenfarbe lackierten und geschlitzten Frontgrill sowie einen ausladenden Dachspoiler.

Im Innenraum beherrschen das sportlich gestylte Lenkrad sowie drei Rundinstrumente das Cockpit, die Mittelkonsole wirkt modisch und aufgeräumt. Die Instrumente lassen sich gut bedienen. Bei näherem Hinsehen wird Mazda seinem Qualitätspostulat im Innenraum aber nicht gerecht. Ungleichmäßige Fugen und Anschlüsse zwischen Einbauten sowie nicht entgratete Plastikteile wirken billig.

Geringes Kofferraumvolumen

Die Sitzgelegenheiten sind vorne kräftig ausgeformt, bieten guten Seitenhalt und lassen sich nahezu in eine Liegeposition bringen. Auch die hintere Sitzbank ist stark konturiert, was den Mittelplatz zum Büßerbänkchen degradiert.

Dank niedriger Ladekante ist der Kofferraum gut zugänglich, mit 300 Liter Stauraum im Klassenvergleich allerdings sehr klein. Selbst der Vorgänger Mazda 323 fasste 56 Liter mehr Gepäck.

Obwohl das Fahrwerk straff abgestimmt ist und der Mazda 3 willig einlenkt, ist ein passabler Federungskomfort geblieben. Beides erinnert stark an den aktuellen Ford Focus. Mehr als dieser reagiert der 3 allerdings auf Lastwechsel mit einem eindrehenden Heck.

Zunächst zwei Motoren im Programm

Ab dem Verkaufsstart Ende Oktober sind zwei Motoren erhältlich: Ein 1,6-Liter-Vierzylinder (105 PS), der im mittleren Drehzahlbereich kräftig zulegt, dann aber merklich erschlafft sowie ein 150 PS starker Zweiliter.

Dieser will für sportliches Vorwärtskommen gehörig gedreht werden, wobei er seine Stimme deutlich erhebt. Beiden gemein ist das gut schaltbare Fünfganggetriebe mit exakten Wegen. Dessen kurze Übersetzung sorgt jedoch bei Autobahngeschwindigkeiten für ein hohes Drehzahl- und Geräuschniveau.

80-PS-Benziner, 90-PS- und 110-PS-Diesel folgen

Noch in diesem Jahr soll ein 80 PS starker und 1,4 Liter großer Einstiegsbenziner folgen. Zwei 1,6-Liter-Diesel mit 90 und 110 PS komplettieren ab April 2004 die Motorenpalette. Sie entstammen der Kooperation zwischen Ford und Peugeot und werden beide über Rußpartikelfilter verfügen. Ebenfalls ab Frühjahr erhältlich: die viertürige Stufenheck-Limousine.

Die Basisversion (Comfort) liegt mit 14.990 Euro preislich unter Golf-Niveau. Sie umfasst unter anderem Fahrer- und Beifahrer-Airbag, Seiten-, Kopf- und Schulterairbags, ABS und Bremsassistenten. Nicht jedoch die Stabilitätskontrolle DSC. Über sie verfügt erst der 1,6-Liter-Exclusive, der mindestens 18.790 Euro kostet. In Verbindung mit dem Zweiliter schließlich kostet die Top-Ausstattung ab 21.990 Euro.

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