Mazda 6 2.3 MZR im Fahrbericht

Diese Limousine macht richtig Spaß

Im Juni kommt der Nachfolger des 626 – die Sechser-Baureihe als rundum neuer Entwurf. Die Limousine bietet viel Platz, ein gutes Fahrwerk und eine gute Ausstattung – zu Preisen ab 19.700 Euro. Fahreindrücke mit der 166-PS-Variante.

Der neue Mazda 6 – beim Fahrtermin nur als Stufenheck, beim Start im Juni auch als Schrägheck zu haben – ist attraktiv gezeichnet, und zwar auf unauffällige Art. Das Kuppeldach, die ansteigende Gürtellinie und die ausgestellten Radhäuser sind Gemeingut modernen Designs. Akzente setzen nur der fünfeckige Kühlergrill und die flach geschnittenen Leuchten rundum.

Unter der glatten Haut steckt ein stattliches Mittelklasseauto von 4,68 m Länge, 1,78 m Breite und 1,44 m Höhe. Der Mazda 6 fällt deutlich größer aus als sein Vorgänger, der 626, bleibt jedoch unter dem Längenmaß seines Konzern-Halbbruders Ford Mondeo (4,73 m).

Die 2,68 m Radstand sorgen für anständig Platz im Fond. Zudem sitzt man aufrecht und qualitativ gut, und auch der Zustieg bereitet keine Mühe. Je drei Kopfstützen und Dreipunktgurte – letztere allerdings nicht höhenverstellbar – sind Serie. Sechs Airbags runden das Sicherheitssortiment ab. Der Kofferraum der Stufenhecklimousine fällt mit 500 Liter Inhalt großzügig aus und ist gut nutzbar.

Auch von den vorderen Sesseln gibt es nur Erfreuliches zu berichten, betreffend Straffheit, Maßverhältnisse, Führung und Unterstützung. Die Sitze passen exzellent zum längs- und höhenjustierbaren Lenkrad. Der Mazda 6 verzichtet auf Gags, seine Bedienung erschließt sich in allen wichtigen Funktionen von selbst. Auffällig sind die sehr großen, chromgefassten Skalen für Tacho und Drehzahlmesser. Nur die Klimaautomatik wirkte übereifrig und tendenziell etwas zugig. Optisch und haptisch hat sich der Mitteklasse-Mazda mit großen Kunststoffflächen in Titan-Optik und mit weich unterfütterten Blenden gut in Form gebracht.

Als Speerspitze der brandneuen Motorenpalette dient ein flotter 2,3-Liter-Vierzylinder. 166 PS stark, treibt er den 1340 Kilo schweren Mazda in 8,9 Sekunden auf Tempo 100 und weiter auf 214 km/h Höchstgeschwindigkeit. Bei 4000/min steht sein maximales Drehmoment von 207 Nm parat. Der aus Aluminium gefertigte Langhuber baut Leistung und Drehmoment gleichmäßig auf. Er läuft kultiviert, wenn auch bei hohen Drehzahlen durchaus kernig. Er ist abgasarm nach Euro 4 und soll 8,9 Liter Super/100 km (Werksangabe) verbrauchen. Das Fünfganggetriebe ist gelungen gestuft und lässt sich knackig schalten, produzierte allerdings bei unserem Auto im zweiten Gang Nebengeräusche.

Auch das Fahrwerk legt sportive Qualitäten an den Tag, es ist von hoher technischer Güte. Alle Aufhängungen arbeiten mit mehreren Lenkern pro Rad und sind auf Hilfsrahmen gelagert, die kompakte Vierlenkerkonstruktion im Heck heißt wegen ihrer Bauform E-Typ. Der Mazda 6 ist eher straff abgestimmt, auf jene Art, die harmonisch wirkt. Er läuft sicher geradeaus und rollt angenehm ab, bei niedrigem Tempo allerdings etwas hölzern – wegen der 17-Zoll-Räder, die beim 2,3-Liter Serie sind. Die 215/45er-Reifen spielen ihre Stärken auf der Landstraße aus. Dort bewegt sich der Japaner agil und flüssig, in Kurven nur leicht untersteuernd und stabil. Die elektronische Fahrhilfe DSC (Extra) ist sauber abgestimmt. Die Lenkung schafft eine sehr gute Verbindung zur Straße, und das Bremspedal wirkt straff.

Trotz all dieser Qualitäten werden die Japaner den Mazda 6 in Deutschland in erster Linie über den Preis verkaufen. Die Topversion kostet 25.610 Euro, die Basisvariante (120 PS) 19.700 Euro.

Technische Daten
Mazda 6 2.3 MZR Top
Grundpreis 26.100 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4680 x 1780 x 1435 mm
KofferraumvolumenVDA 500 l
Hubraum / Motor 2261 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 122 kW / 166 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 214 km/h
Verbrauch 8,9 l/100 km
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