Mazda CX-7

Flach gelegt

Foto: Reinhard Schmid 10 Bilder

Mit seiner gestreckten Form zeigt der Mazda CX-7: Ein SUV, der nicht ins Gelände will, muss auch nicht wie ein Geländewagen aussehen.

Hart, aber wahr: In der Evolution überlebt nur jene Spezies, die sich in einer stetig verändernden Umgebung schnell und effizient anpasst. Während einige Mutationen auf der Strecke bleiben, gehen andere gestärkt daraus hervor.

Zu letzteren gehört ohne Zweifel die automobile Gattung der Sport Utility Vehicles, kurz SUV genannt. Sie erfindet sich immer wieder neu und passt sich auch optisch jenem Terrain an, in dem sie überwiegend vorkommt: dem ganz normalen Straßenverkehr. Jüngstes Beispiel einer solchen Neuausrichtung ist der Mazda CX-7.

Im Gegensatz zum Vorgängermodell Tribute versucht er gar nicht erst, ein Geländewagen zu sein. Stattdessen haben seine Designer um Iwao Koizumi ganz offensichtlich einen SUV mit einem Sportwagen gekreuzt, wobei auch Elemente von Kombi oder Van erkennbar sind. Crossover heißen solche Mixturen auf Neudeutsch, und was immer man davon halten mag: Ein Offroader mit der Aerodynamik einer Schrankwand ist der Mazda jedenfalls nicht geworden. Vielmehr reiht er sich in die Riege der besonders populären mittelgroßen SUV ein, wie sie etwa BMW X3, Land Rover Freelander oder der neue Opel Antara (siehe Seite 50) repräsentieren.

Auch im Preis übrigens, der bei rund 30 000 Euro beginnen wird, wenn der CX-7 im März 2007 auf den deutschen Markt kommt. Dafür gibt es bereits in der Grundversion Klimaanlage, CD-Radio und Tempomat frei Haus, das Topmodell hat sogar Ledersitze, Xenon- Scheinwerfer sowie einen umklappbaren Laderaumboden mit abwaschbarer Kunststoff-Rückseite. Trotz seiner gestreckten, nach hinten sanft abfallenden Dachlinie ist auch das Platzangebot im CX-7 erfreulich üppig. Mit umgelegter Rückbank lassen sich dachhoch bis zu 1660 Liter verstauen. Selbst Passagiere im Fond müssen unter dem flachen Dach kaum leiden.

Wegen der erhöhten Sitzposition ist die Rundumsicht aus der 4,68 Meter langen und 1,87 Meter breiten Karosserie nahezu hindernisfrei, lediglich die extrem schrägen A-Säulen und die nach hinten ansteigende Fensterlinie stören den Blick. Mazda wird aber optional eine Einparkhilfe anbieten.

Für gute Traktion soll das in Europa serienmäßige Allradsystem Active Torque Split mit elektronisch geregelter Mehrscheibenkupplung aus dem Mazda 6 MPS sorgen, das je nach Situation variabel bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterräder leitet. Differenzialsperren und Geländereduktion gibt es jedoch nicht, und schon die relativ bescheidene Bodenfreiheit von 20 Zentimetern setzt Offroad-Ausflügen enge Grenzen. Dafür macht er sich auf der Straße umso besser.

Die Lenkung ist so direkt wie präzise, und selbst bei forcierter Kurvenfahrt neigt sich der Aufbau kaum zur Seite. Besonders dynamisch wirkt der fast 1800 Kilogramm schwere CX-7 allerdings nicht – zumindest in der US-Version mit Sechsstufenautomatik und manueller Eingriffsmöglichkeit.

Sie arbeitet geschmeidig, schaltet aber bei flottem Tempowechsel etwas hektisch und planlos. Für Europa wird allerdings ohnehin nur ein Sechsgang- Schaltgetriebe angeboten. Auch beim Motor gibt es zunächst keine Wahl. Zur Markteinführung steht allein ein 2,3-Liter-Vierzylinder mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung bereit.

Der Direkteinspritzer mit 244 PS und 350 Newtonmeter Drehmoment legt sich schon beim Antritt kräftig ins Zeug, ist jedoch nicht gerade sparsam. Auf einen in der Leistung passenden Diesel muss man noch etwas warten: Der 2,2-Liter-Selbstzünder soll 2008 serienreif sein und die Abgasnorm Euro 5 erfüllen.

Ohne einen Diesel sind die Verkaufserwartungen für Europa einstweilen bescheiden. James Muir, Chef von Mazda Motors Europe, rechnet lediglich mit 5000 Einheiten pro Jahr, etwa die Hälfte davon soll in Deutschland abgesetzt werden. „Mit einem Diesel könnten wir jedoch 25 000 verkaufen“, meint Muir.

Zur Startseite
Technische Daten
Mazda CX-7 2.3 MZR DISI Energy
Grundpreis 31.800 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4675 x 1870 x 1645 mm
KofferraumvolumenVDA 455 bis 1348 l
Hubraum / Motor 2261 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 191 kW / 260 PS bei 5500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 210 km/h
Verbrauch 10,2 l/100 km
Alle technischen Daten anzeigen
Noch nicht registriert?

Erstellen Sie jetzt Ihr kostenloses Profil und profitieren Sie als registrierter Nutzer von folgenden Vorteilen:

  • Exklusiver Zugriff auf alle Test- und Messdaten der Redaktion
  • 360°-Ansichten von Autos
  • Schneller PDF-Kauf
Kostenlos anmelden
Die neue Ausgabe als PDF
Oberklasse Alpina B7 Biturbo 2019 Alpina B7 (2019) Untenherum mit viel mehr Druck Care by Volvo Auto-Flatrate Auto-Flatrate statt Kauf Alle Auto-Abos im Überblick
Verkehr VW Passat GTE, Ladevorgang Elektroautos als Firmenwagen Steuervorteil für E-Dienstwagen BMW USA Flagge Montage Strafzölle für EU-Autos Importautos gefährden die nationale Sicherheit
promobil
La Strada Avanti H Plus (2019) La Strada Avanti H Plus (2019) Winterfester 6,36-Meter-Bus mit Hubbett VW Grand California 600 VW Grand California 600 im Test Der Grand California mit Bad
Anzeige
Alle Automarken von A-Z
Markenbaum Sideteaser Erlkönige, Neuvorstellungen und Tests von allen Marken