Mercedes A-Klasse

Neu-A-uflage

Die neue A-Klasse soll ab Sommer 2004 endlich einen würdigen Einstieg in die Mercedes-Welt ermöglichen. Konkret: mehr Komfort, mehr Platz, mehr Flexibilität und mehr Mercedes. Erste Bilder, erste Infos.

Vor vier Jahren stand sie als Studie auf der IAA, seit zwei Jahren sind alle wesentlichen Details bekannt, seit einem Jahr geistert ihre Silhouette über Plakatwände und TVSpots, und seit zwei Monaten werden fleißig Kaufverträge unterschrieben – aber trotzdem scheinen die Menschen, denen in diesen Tagen die neue AKlasse begegnet, sie für ein Wesen von einem anderen Stern zu halten. Staunen paart sich mit Neugier, Anerkennung mit Ratlosigkeit, die immer wieder in die Frage mündet: Ist das wirklich ein Mercedes? Kühlergrill, Scheinwerfer und Rückleuchten lassen keinen Zweifel an der Markenzugehörigkeit aufkommen, und die Schmetterlingswischer, die man schon in den sechziger Jahren bei Autos mit dem Stern sah, wischen mit den Regentropfen auf der riesigen Front- scheibe zugleich die letzten Bedenken beiseite.

Dennoch hat selten zuvor ein Auto so radikal mit der Firmentradition gebrochen wie der 3,57 Meter kurze Viertürer. Auch wenn das Serienauto gegenüber der 1993 gezeigten Vision A um 22 Zentimeter in der Länge und um elf Zentimeter im Radstand wuchs, blieben die ungewöhnlichen Proportionen der Studie erhalten. Sie ergeben sich aus dem Lastenheft, das bislang unvereinbare Forderungen unter einen Hut zu bringen versucht: das Raumangebot eines Familienautos und die Wendigkeit eines Stadtwagens, den Komfort einer Limousine und die Variabilität eines Vans, dazu einen besonders günstigen Verbrauch sowie Sicherheit auf Mercedes-Niveau. Die gefundene Lösung stellt eine bemerkenswerte Kombination aus One-Box-Design, wie es der Renault Twingo und zahlreiche Minivans seit Jahren vorexerzieren, und Sandwich-Bauweise dar.

Sie erfordert, daß Achsen, Tank, Batterie und Auspuff sowie zum Teil Motor und Getriebe unter dem Wagenboden angeordnet sind, um darüber möglichst viel Platz für die Insassen zu schaffen. Auch die gute Crashsicherheit spricht für dieses Konzept: Beim Seiten- oder Heckaufprall soll der stabile Rahmen die meiste Energie aufnehmen, bei einer Frontalkollision taucht zusätzlich die Antriebseinheit nach unten ab und sichert einen größeren Deformationsweg. Formale Eleganz kann man von einem Auto, das 14 Zentimeter kürzer als ein Polo ist und dabei fast so hoch (1,60 Meter) wie breit (1,72 Meter), natürlich kaum erwarten, doch die praktischen Vorteile überzeugen. Beim Einstieg durch die vier serienmäßigen Türen muß man sich nicht zusammenfalten wie ein Klappmesser, und man sitzt erhaben wie in einem Minivan, ohne sich dessen Nachteile einzuhandeln. So mangelt es weder an Übersicht noch an Handlichkeit, und die Haltung hinter dem steil stehenden Lenkrad läßt erst gar keine Erinnerungen an einen Transporter aufkommen. Schon nach kurzer Eingewöhnung stellt sich ein Gefühl von Vertrautheit ein, als ob man nie etwas anderes gefahren hätte: Die Instrumente sind einfach, aber gut ablesbar, die Bedienung bereitet keinerlei Schwierigkeiten, und die Betätigung des alleskönnenden Multihebels oder diverser Schalter vermittelt typisches Mercedes-Feeling.

Übersicht: Mercedes A-Klasse
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