Fahrbericht, Mercedes GLC Werk

Mercedes GLC im Fahrbericht

Modellpflege mit Infotainment und Assistenzsystem

Nach vier Jahren Bauzeit erhält der Mittelklasse-SUV eine umfangreiche Modellpflege mit aufgepepptem Infotainmentsystem, neuen und Assistenten und einem 48-Volt-Hybrid. Wir konnten den SUV in Lappland bereits fahren.

Der Kopf sagt SUV und das Popometer Kompaktklasse. Die erste Ausfahrt im frisch gelifteten, aber noch leicht getarnten GLC verwirrt die Sinne. Das Erfolgsmodell von Mercedes fliegt so leicht und fluffig über den zugefrorenen See in Lappland, dass man sich eher in einer A-Klasse wähnt.

Obwohl es sich nur um eine große Modellpflege handelt, hat sich technisch einiges getan. Der grundsätzliche Aufbau von Fahrwerk und Lenkung blieb zwar unangetastet, doch dafür verfügt der GLC wie das Coupé jetzt auch über adaptive Dämpfer.

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Im Allrad-SUV geht es auf dem rutschigen Untergrund mit feistem Druck und engagiertsportlichem Grollen vorwärts.

Die bringen schon mal souveräne Ruhe in die Bude. Zugleich wurde das ESP auf drei Stufen gesetzt und greift von Comfort über Sport bis zu Sport plus immer später maßregelnd ein. In der letzten Stufe schwingt das Heck einen breiten, aber harmonischen Schneewalzer, und die Regelung packt nur im wirklich allerletzten Moment zu – sehr unterhaltsam für engagierte Fahrer.

Jetzt mit 48-Volt-Hybrid

Einen großen Teil zum Fahrspaßprogramm trägt auch das aktualisierte Antriebs-Layout mit 48-Volt-Hybridsystem im GLC 300 e bei. Im Boost-Betrieb bekommt der Zweiliter-Benziner M 264 damit nochmal knapp 14 PS (10 kW) und 150 Nm von einem riemengetriebenen Startergenerator (kurz RSG) auf seine so schon üppigen 258 PS und maximal 370 Nm draufgepackt. So geht es im Allrad-SUV auch auf dem rutschigen Untergrund mit feistem Druck und engagiert-sportlichem Grollen vorwärts.

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Der GLC hat ein Neungang-Automatikgetriebe.

Nach einem sehr überschaubaren Turboloch liegt schon bei 1.800 Touren die volle Kraft an. Durch die verringerte innere Reibung des Vierzylinders und die Stromunterstützung aus einem kleinen Lithium-Ionen-Akku soll der Hybrid rund 15 Prozent weniger verbrauchen, während ein Ottomotor-Partikelfilter den letzten Rest Feinstaub aus dem Abgastrakt heraussiebt. So erfüllt der GLC sogar die erst ab 2020 geltende Abgasnorm Euro 6d (ohne Temp).

Tests

Außerdem ist im Interieur nun das neue Infotainment MBUX mit auf 10,25 Zoll vergrößertem Touchscreen und „Hey Mercedes“-Sprachsteuerung installiert, wobei jedoch der praktische Dreh-Drück-Steller entfiel. Dafür gibt es eine Menge neuer Fahrhilfen wie Rettungsgassen-, Stauende- oder Überholassistent. Optisch folgt der GLC den Spuren des soeben runderneuerten GLE und bekommt eine markantere Leuchtengrafik vorne und hinten sowie moderate Karosserieretuschen. Die gelungene Frischzellenkur kommt ab Juli 2019 zu den Händlern und den ersten Kunden, die Preise stehen noch nicht fest.

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Fazit

Die Modellpflege hat dem GLC gut getan, denn er fährt nun noch komfortabler und zugleich dynamischer. Auch bei Infotainment und Assistenzsystemen präsentiert er sich topmodern.

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