Mercedes SLK 200 Kompressor

Knapp vier Jahre nach der Einführung des SLK will Mercedes mit einem neuen Sechszylindermotor, sportlicherem Design und verbesserter Ausstattung neue Lust aufs Offenfahren wecken.

Rechtzeitig zum Start der
Open-Air-Saison 2000 steht die aufgefrischte Generation des Mercedes SLK bei den Händlern. Erstmals ist der kompakte Roadster, dessen Klappverdeck den offenen Zweisitzer in wenigen Sekunden in ein Coupé mit festem Blechdach verwandelt, als SLK 320 auch mit einem Sechszylindermotor zu haben. Der unter anderem aus E- und S-Klasse bekannte 3,2-Liter-V6-Motor leistet im SLK 218 PS. Das soll reichen, um sich in 6,9 Sekunden aus dem Stand den Fahrtwind mit 100 km/h um die Nase wehen zu lassen.

Untermalt werden die Beschleunigungsvorgänge mit einem Fauchen aus dem edelstahlverkleideten ovalen Auspuff-Endrohr. Ein ­Sound, den keiner dem seidenweich laufenden Triebwerk zugetraut hätte, der es aus einer der Limousinen kennt. Ebenso beeindruckend ist der souveräne Durchzug des Motors in dem immerhin 1,4 Tonnen schweren Zweisitzer, selbst aus niedrigen Drehzahlen heraus.

Der SLK 320 ist zudem der stärkste Mercedes mit Handschaltung. Serienmäßig verfügt er wie die beiden Vierzylinder-Varianten über das neue Sechsgang-Getriebe aus der Mercedes E-Klasse. Beim SLK ist die sechste Stufe aber als echter Fahrgang ausgelegt, in dem
die Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h erreicht wird. Sportwagenmäßig sind auch die knackig-kurzen Schaltwege. Auf Wunsch ist für alle SLK
eine Fünfstufen-Automatik mit Tipp-Schaltung für 3712 Mark Aufpreis erhältlich.

Die Adaption des V6-Aggregats erforderte umfangreiche Änderungen an der Karosseriestruktur im Bereich der Motoraufnahme und der Längsträger, da der Vorgänger ausschließlich für Vierzylinder-Motoren konzipiert worden war. Gleichzeitig sollen die strukturellen Maßnahmen auch das Crashverhalten des Roadsters im Euro-NCAP-Test verbessern.

Ebenso wie die beiden neuen Motorvarianten V6 und SLK 200 Kompressor (siehe Kasten auf Seite 58) erfüllt auch der modifizierte 230er die strenge D4-Abgasnorm. Das belohnt das Finanzamt mit einem einmaligen Steuerbonus von 600 Mark. Der SLK 230 leistet nun 197 statt 193 PS.

Zu den wichtigsten technischen Änderungen aller SLK-Modelle zählt die standardmäßige Ausrüs­tung mit der Fahrdynamikregelung ESP. Geänderte Stabilisatoren und neu abgestimmte Stoß­dämpfer sollen zusammen mit der tiefer gelegten Karosserie ein noch sportlicheres Fahrgefühl vermitteln.

Tatsächlich wirkt der SLK 320 auf ersten Probefahrten sehr agil und handlich. Problemlos lässt sich der Sechszylinder-SLK mit seiner exakten Lenkung auch um enge Ecken dirigieren. Der Federungskomfort hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck: straff, aber ohne übertriebene Härte. e

Von außen ist der SLK-Jahrgang 2000 an den neu gestalteten Stoßfängern vorne und hinten zu erkennen, die ebenso wie die neuen Seitenschweller in Wagenfarbe lackiert sind. Wie bei den anderen Mercedes-Modellen sind die seitlichen Blinker nun in die Rückspiegelgehäuse integriert. Die anthrazitfarben lackierte Kühlermaske soll den Roadster ebenfalls sportlicher wirken lassen.

Zur umfangreichen Serienausstattung zählen unter anderem eine Temporegelanlage, Leichtmetallfelgen und ein Lederlenkrad sowie beim SLK 320 zusätzlich die Klimaanlage. Darüber hinaus offeriert Mercedes mit einer erweiterten Sonderausstattungsliste noch mehr Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung und Ausrüs-tung. So sind die nach ergonomischen Gesichtspunkten überarbeiteten Sitze neuerdings auf Wunsch elektrisch einstellbar (1740 Mark). Auch Xenon-Scheinwerfer werden nun erstmals als Option für 1856 Mark inklusive Reinigungsanlage angeboten.

Im Innenraum lösen Blenden aus strukturiertem Aluminium die Zierteile in Carbon-Optik ab. Wem dieser Look zu kalt ist, der kann zwischen zwei Holzausstattungen für 1160 Mark Aufpreis wählen. Entscheiden muss sich der Käufer auch, welche der fünf Interieurfarben – Anthrazit, Beige, Blau, Rot oder Gelb – das Armaturenbrett, die Mittelkonsole und die Türverkleidungen zieren soll. Zehn teils neue Farbtöne stehen für die Außen-Lackierung zur Wahl.

Für das laufende Jahr
plant Mercedes, weltweit etwa 50 000 SLK zu verkaufen. Der Modell-Mix soll weitgehend ausgeglichen sein. Das heißt, jede Motor-Variante macht rund ein Drittel der Zulassungen aus – mit leichten Vorteilen für den SLK 230.

Die SLK-Kunden können sich freuen, denn nicht nur mit dem neuen Sechszylindermotor macht der Mercedes-Roadster viel Lust aufs Offenfahren.

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