Mercedes Sportcoupé C 200 Kompressor

Junger Sprinter

Erste Eindrücke vom neuen Mercedes Sportcoupé C 200 Kompressor mit 163 PS.

Mercedes’ neues Sportcoupé wirkt fit wie ein Turnschuh, es könnte glatt bei der Wahl zum Sportler des Jahres antreten. Die Konkurrenten: VW Golf GTI, Audi A3 und - ab Juli - der kompakte Dreier von BMW.

Bei den Händlern startet der neue Kompakte mit dem Stern gleich im Quartett: Einstiegsmodell ist der C 180 mit 129 PS, darüber rangiert der von uns gefahrene C 200 Kompressor mit 163 PS, Topmodell ist der C 230 Kompressor mit 197 PS. Und der C220 CDI mit 143 PS vertritt die Diesel-Fraktion. Die Preise liegen zwischen 47.212 und 56.144 Mark, das sind bei gleicher Motorisierung jeweils 2.668 Mark weniger als bei der Limousine.

Kaum Gleichteile mit anderen C-Klasse-Modellen

Bis auf die Spiegel hat das junge Coupé äußerlich kein Teil gemein mit den anderen Modellen der C-Klasse. Das beginnt bei der etwas längeren und deutlich flacher in den Wind gestreckten Vieraugen-Frontpartie und endet am Heck des im Vergleich zur Limousine 18 Zentimeter kürzeren Zweitürers. Die Rückleuchten erinnern ein bisschen an den Opel Tigra, und die durchsichtige Blende unterhalb der zum kleinen Spoiler ausgebildeten Abrisskante hat Ähnlichkeit mit dem Honda CRX-Coupé aus den 90er Jahren. Macht aber nichts, denn das verhilft dem Mercedes trotz verzerrender Wölbung zu besserer Rundumsicht.

Straff abgestimmt und dennoch angenehm komfortabel

Überhaupt ist das Coupé ein Auto, in das man so gern einsteigt wie ein Läufer in seinen perfekt angepassten Sportschuh. Dann den Schlüssel rum und los – da fegt der straff abgestimmte C-Klasse-Ableger trotz knapp 1,5 Tonnen Eigengewicht erfreulich flink und dennoch angenehm komfortabel um die Ecken. Wer es härter mag, kriegt’s auch härter: gegen Aufpreis eines der Sportpakete mit Tieferlegung und 17-Zöllern. ESP ist schon serienmäßig an Bord, kommt aber selbst bei scharfer Gangart nicht oft zum Einsatz – Indiz für eine gute Fahrwerkabstimmung. Mehr dazu muss ein späterer Test zeigen, auch ob die mit Bremsassistent ausgerüsteten Stopper so kräftig zupacken wie nach dem ersten Eindruck.

163 PS starke Vierzylinder macht das Coupé erstaunlich flott

Der 163 PS starke Vierzylinder reagiert sofort auf jeden Gasstoß, schon ab Leerlauf dreht er sauber hoch. Sein Kompressor produziert einen kernigen Sound, und der passt zum Gesamtauftritt des Autos. Sechs Vorwärtsgänge halten die Drehzahlsprünge zwar klein, die manuelle Schaltung könnte aber knackiger und auf kürzeren Wegen arbeiten. Der C 200 Kompressor soll in weniger als zehn Sekunden von null auf hundert sprinten, erst bei Tempo 230 ist Schluss.

Auch sonst haben die Schwaben nicht gespart: Die neuen Vordersitze geben mit ihren stark ausgeformten Lehnen viel Seitenhalt. Easy Entry sorgt dafür, dass sie nach dem Vor- und Zurückklappen wieder in die alte Position zurückfahren – das erleichtert den Zugang zum Fond. Dort allerdings geht es deutlich enger zu. Der gleiche Radstand wie bei der Limousine führt zwar zu viel Kniefreiheit, Große stoßen jedoch ans Dach. Aber das ist sicher kein Grund, den nur als Viersitzer zugelassenen Flitzer nicht zu mögen.

Das Panoramadach macht das Coupé fast zum Targa

Sinn fürs Praktische zeigt der in seinem Volumen von 310 bis 1100 Liter variable Kofferraum. Die Rücksitzbank ist samt Lehne geteilt umklappbar, auch an Verzurrösen hat Mercedes gedacht. Viel Licht und Luft bietet das Glas-Panoramadach. Es sollte unserer Meinung nach zum Serienumfang zählen, schließlich macht es das Coupé in Sekundenschnelle fast zum Targa. Und wer darauf verzichten will, könnte ja für den jetzigen Aufpreis von 2900 Mark Tankgutscheine kriegen. Ein Argument mehr für das optisch wie funktionell gelungene, aber schon ohne Panoramadach mindestens 50.692 Mark teure Sportcoupé C 200 Kompressor.

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