Mitsubishi Carisma GT Evo VII

Mit dem Evo VII bringt Mitsubishi die siebte Generation des Rallyesportlers auf die Straße. Ein Zweiliter-Turbomotor sorgt für 280 PS.

Die erste Ausfahrt mit dem Mitsubishi Carisma GT Evolution VII war trotz Klimaanlage und ABS schweißtreibend. Denn beim gefahrenen Exemplar handelte es sich um das bislang einzig existierende und handgearbeitete Stück mit deutscher Zulassung und Linkslenkung. Das sorgte schon für leichte Beklemmung und feuchte Hände. Denn der Evo VII verführt geradezu zur flotten Gangart. Vor allem auf kurvenreichen Landstraßen kommt seine ausgeprägte Agilität in bestechender Form zur Geltung. Zumal sich im Grenzbereich Fahrzustände von neutral bis leicht übersteuernd praktizieren lassen. Das ausgeprägt puristische Fahrerlebnis, gepaart mit hochgezüchteten Technik-Features und einzig und allein der Fahrdynamik verpflichtet, wurde in der siebten Evolutionsstufe neu definiert.

Ausgereifte Limousine oder durchtrainierter Sportler?

Das ehedem extrovertierte Erscheinungsbild ist beim Evo VII einem harmonisch wirkenden Ganzen gewichen. Und im Innenraum vermittelt ansehnlicher Kunststoff einen relativ hochwertigen Eindruck. Der schwungvolle Instrumententräger ist mit Aluminium-Intarsien durchzogen. Das kleine Lederlenkrad liegt gut in der Hand. Und die Recaro-Sportsitze sind perfekt geschnitten. Umgeben von einer derart angenehmen Rahmenhandlung fühlt man sich als Fahrer oder Passagier im Evo VII wie in einer ausgereiften Limousine – wären da nicht diverse Hinweise auf den äußerst sportlichen Hintergrund. Denn schon der Blick in den Innenspiegel verwirft den gerade erst geschilderten Eindruck: Der Heckflügel weist deutlich darauf hin, dass der Evo ein durchtrainierter Sportler ist.

Technik vom Feinsten

Außerdem ist da noch ein unscheinbarer Schalter links am Instrumentenbrett angebracht, der das wahre Ich des Allradlers andeutet. Mit ihm lassen sich die festgelegten Programme des elektrohydraulisch gesteuerten Zentraldifferenzials anwählen. Tarmac, Gravel und Snow für Asphalt-, Schotter- oder Schneeuntergrund sind die drei möglichen Einstellungen. Je nach Aktivierung erhöht sich die Sperrwirkung zwischen Vorder- und Hinterachse. Eine Vielzahl von Sensoren sammelt unter anderem Daten über Lenk- und Gierwinkel, Raddrehzahlen sowie Längs- und Querbeschleunigung. So sorgt die Sperrwirkung zwischen Vorder- und Hinterachse neben der möglichst optimalen Traktion auch für eine höhere Fahrstabilität beim Anbremsen von Kurven. Und für den professionellen Schotterritt in engen Ecken unumgänglich: Beim Zug an der Handbremse wird die Hinterachse komplett entkoppelt. Zu diesem ACD (Active Centre Differential) gesellt sich im Evo VII noch eine AYC (Active Yaw Control), welche die Drehmoment- und Schlupfunterschiede an der Hinterachse ausgleicht.

Überarbeiteter Motor

Seine Kraft bezieht der Sportler nach wie vor aus einem Vierzylinder-Turbo-Triebwerk. Mit Feinarbeiten am Zylinderkopfbereich machten die Japaner den Motor um zirka sieben Kilogramm leichter. Außerdem verbessert ein veränderter Turbolader-Querschnitt das Ansprechverhalten, und um Leistungsverluste zu mindern, brachten die Techniker den Luftfilter auf eine Ebene mit der Turbine. Dennoch bleibt die Maximalleistung wegen der Selbstbeschränkung der japanischen Automobilindustrie auf 280 PS limitiert. Die Drehmomentkurve wurde hingegen leicht verändert. Subjektiv ist dieses Feintuning kaum wahrnehmbar. Genauso wenig wie die Retuschen an der Achsgeometrie, die im Rallye-Wettbewerb Vorteile bringen sollen.

So muss sich nun also zeigen, wie sich der 85.200 Mark teure Evo VII in der harten Praxis bewährt. Dazu hat er im Oktober in San Remo die Gelegenheit. Denn dort setzt Mitsubishi den Evo VII zum ersten Mal in der Rallye-WM ein.

Technische Daten
Mitsubishi Carisma GT Evo VII
Grundpreis 43.600 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4455 x 1770 x 1450 mm
KofferraumvolumenVDA 480 l
Hubraum / Motor 1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 206 kW / 280 PS bei 6500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 253 km/h
Verbrauch 10,8 l/100 km
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