Mitsubishi Lancer

Mit der neunten Modellgeneration des Lancer sucht Mitsubishi den Anschluss in der Kompaktklasse.

Stufenheck, Kombi, drei Vierzylinder-Benziner (1,3- und 1,6-Liter in der Limousine, 1,6- und Zweiliter im Kombi; 82, 98 und 135 PS): So gerüstet will der Lancer in der wichtigen Kompaktklasse erneut Fuß fassen – jenem Marktsegment, das Mitsubishi in den vergangenen zwei Jahren in Deutschland nicht mehr bedienen konnte.

Ein Brüller ist der neue Lancer auch in seiner mittlerweile neunten Auflage nicht, die ersten Fahreindrücke bestätigen den optischen Eindruck vom braven, biederen Arbeitstier. Der 1,6- und der Zweiliter-Vierzylinder hängen ordentlich am Gas, aber die sprichwörtlichen Bäume reißen die drei Vierventiler nicht aus. Der 1,3- und der 1,6-Liter stemmen die milden Ausläufer ihrer Drehmoment-Gipfel (120 und 150 Nm) bei jeweils 4000/min, der Zweiliter (176 Nm) bei 4500/min auf die Kurbelwelle – nicht eben imposante Werte im Zugmaschinen-Zeitalter der Drehmoment-Diesel. Und was die Sache nicht einfacher macht: Mit viereinhalb Metern ist der Lancer alles andere als wirklich kompakt. Es ist einiges dran an diesem Auto (Leergewichte zwischen 1.240 und 1.412 kg) und einiges drin sowieso: Kopfairbags vorn und hinten und eine Klimaanlage gibt es schon in der Basisversion serienmäßig, vier Türen, Servolenkung, ABS und Elektromotoren für die Seitenscheiben sowieso.

In Sachen Ausstattung ist Mitsubishi nicht knauserig, anderswo hat man hingegen schon gespart: Kunststoff-Flächen und – Blenden wirken billig, das Plastiklenkrad in den einfacheren Versionen ist trost-, die Sitze sind haltlos.

Fährt der Lancer auch so? Er fährt wie er zieht: ordentlich und ein wenig freudlos. Die Federung federt, die Dämpfer dämpfen, die Lenkung lenkt – Freude am Fahren sieht anders aus.

Was beim ersten Kennenlernen für den Lancer spricht? Er ist ein solides Stück Eisen, er hat viel Platz, und er ist günstig kalkuliert: Die ziemlich komplett ausgestattete Basis-Limousine gibt es für 15.990 Euro. Marktstart in Deutschland: Anfang September. Absatzziel: 6.000 Autos pro Jahr.

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