Mitsubishi Outlander

Mischen possible

Als Crossover ordnet Mitsubishi sein neuestes Modell Outlander in die automobile Artenvielfalt ein – eine Kreuzung zwischen Sport-Utility-Vehicle (SUV) und sportlichem Kombi. Ein Fahrbericht.

Streng genommen ist der neue Mitsubishi Outlander nicht wirklich neu. Ein umfangreiches Facelift trifft die Sachlage eher. In Japan fährt der sportliche Offroader unter der Bezeichung Airtrek schon seit ein paar Jahren auf öffentlichen Straßen. Für den europäischen Markt hat ihm Misubishi jetzt ein modischeres Gewand verschafft. Die amerikanische Designabteilung folgte dabei den aktuellen Gestaltungstrends: Charakterkühler, ein paar Kanten hier, ein wenig Klarglas dort – ansprechend, aber nicht aufregend. In einer Hinsicht wird dem Outlander sein fortgeschrittenes Produktionsalter zum Verhängnis: Aus Kos­ten­gründen wird es für ihn keinen Dieselmotor geben. Sowohl eine Anpassung vorhandener Motoren der Mutter Daimler-Chrysler an den Quereinbau im Outlander als auch eine komplette Neuentwicklung für dieses Modell käme laut Mitsu­bishi zu teuer. Diesen Mangel teilt er mit einigen seiner japanischen Konkurrenten wie zum Beispiel dem Honda CR-V. So startet der von Mitsubi­shi als Crossover-Modell zwischen Sport Utility Vehicle und Kombi angesiedelte Outlander mit einem 136 PS starken Zweilitermotor. Im Herbst ergänzt dann ein 2,4-Liter-Benziner mit variabler Ventilsteuerung und 160 PS das Programm. Wer nicht gerade einen kapitalen Pferdeanhänger ziehen möchte, ist mit dem 2.0-Vierzylinder ordentlich motorisiert. Der die Euro 4-Schadstoffnorm erfüllende Antrieb ist völlig unaufgeregt und leise. Trotz respektabler Beschleunigungswerte ist aber allenfalls über 5000/min ein Ansatz von munterer Kraftentfaltung zu erkennen.

Das in weiten Teilen vom Lancer Evo entlehnte Fahrwerk mit aufwendiger Multilenker-Einzelradaufhängung der Hinterachse könnte jedoch noch mehr motorisches Temperament vertragen. Der Outlander liegt angenehm satt auf der Straße und straft kurze wie lange Bodenwellen mit der richtigen Porti-on Ignoranz. Auch provozierte Lastwechselreaktionen bringen den neuen Mitsubishi zwar zu frü­hem Reifenquietschen, ansonsten aber kaum aus dem Tritt. Da wundert es nicht, dass für den Outlander ab 2004 sogar noch ein über 200 PS starker Motor in Planung ist. Abseits der Straße bietet der permanente Allradler mit 19,5 Zentimeter Bodenfreiheit und Mitteldifferenzial mit Visco-Sperre das Mindestmaß an Offroad-Tauglichkeit. Für naheliegendere Einsatzgebiete wie die Shopping-Tour in der Stadt hält der Outlander außer dem 402 Liter Kofferraumvolumen bereit – ausreichend, aber nicht üppig. Im Innenraum des Outlander herrschen Ordnung und Schlichtheit wie in einem japanischen Restaurant. Eine erstaunlich geringe Anzahl an Schaltern empfängt den Fahrer. Dabei wird bis auf den Tempomat keine wichtige Funktion vermisst. Zu den wenigen optischen Highlights gehört eine je nach Ausstattungsvariante in Dunkelblau oder Silber gehaltene Fläche mit eingebetteter Analoguhr. Vollends überzeugen soll der Outlander auch mit seinen Preisen. Schon ab 21.990 Euro geht es mit dem Comfort-Modell los.

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Technische Daten
Mitsubishi Outlander 2.2 DI-D 4WD Sport
Grundpreis 24.490 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4545 x 1750 x 1670 mm
KofferraumvolumenVDA 402 bis 1049 l
Hubraum / Motor 1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 100 kW / 136 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 192 km/h
0-100 km/h 10,6 s
Verbrauch 9,5 l/100 km
Testverbrauch 11,5 l/100 km
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