Nissan Micra

Außen kleiner, innen geräumiger und technisch anspruchsvoller – so ist der neue Nissan Micra.

Eigentlich müsste der Micra Makro heißen, denn mit 1,3 Millionen produzierten Einheiten ist er nicht nur der meistverkaufte Nissan aller Zeiten, sondern auch der populärste Japaner auf dem deutschen Kleinwagenmarkt.

Damit das so bleibt, rollt ab Februar die dritte Micra-Generation an. Mit ihrer ungewöhnlich kugeligen Form will Nissan jüngere Käufer erobern, andererseits könnte aber gerade das Design ältere Micra-Eigner vor den Kopf stoßen. „Mit dem Micra“, erklärt Nissan-Designer Christopher Reitz, „wollten wir etwas typisch Japanisches schaffen: emotionale Formgebung, gepaart mit rationeller Cleverness.“

Die kann man auch in Zahlen ausdrücken. Der Neue ist außen drei Zentimeter kürzer als sein Vorgänger, bietet aber innen auf Grund des um 70 Millimeter verlängerten Radstands deutlich mehr Platz. Der kommt vor allem den Fondinsassen zugute, die nun spürbar mehr Beinfreiheit genießen. Wer nur zu zweit unterwegs ist, kann die Fondbank vorrücken und den Gepäckraum vergrößern (237 bis 371 Liter). Das Cockpit ist gespickt mit Ablagen und Stauräumen, es gibt sogar ein Geheimfach unter dem Polster des Beifahrersitzes.

Weniger praktisch: Die Lenksäule ist nur in einer Ebene verstellbar, außerdem hat der Zweitürer, auf den beim Micra traditionell zwei Drittel aller Bestellungen entfallen, keine höhenverstellbaren Gurte und hinten keine Ausstellfenster. Die viertürige Version kostet 500 Euro Aufpreis.

Als Motorisierung stehen zwei 1,2-Liter-Benziner mit 65 und 80 PS sowie ein 1,4-Liter mit 88 PS zur Wahl. Konzernpartner Renault steuert erstmals seinen 1,5-Liter-Turbodiesel mit 65 PS bei, dem im Oktober 2003 eine 82-PS-Version folgt. Verblüffend beim Fahren sind der winzige Wendekreis (9,5 Meter), das agile Handling, die präzise Schaltung und die komfortable Federung. Weniger angenehm sind die brummigen Benzinmotoren und die lauten Windgeräusche. Enttäuschend auch, dass ESP erst ab Herbst 2003 lieferbar ist.

Andererseits entschädigt der gut ausgestattete Micra (Servolenkung, ABS, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung) mit günstigen Preisen (10 800 bis 14 890 Euro). Außerdem gibt es Frühbucher-Rabatt. Wer vor dem 8. Februar bestellt, erhält zwei Jahre kostenlose Wartung dazu.

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