Nissan X-Trail 2,2

Foto: Reinhard Schmid

Der Nissan X-Trail verstärkt die Fraktion der Freizeit-Offroader.

In jedem Menschen steckt ein Abenteurer, Kletterer und Forscher, und im Nissan X-Trail steckt die Begabung, diesen Urinstinkt zu wecken. Schon wegen seiner großen Bodenfreiheit (20 Zentimeter) und der hohen Sitzposition erlebt man den Einstieg als Aufstieg, zumal die kantige, funktionale Form Robustheit und Langlebigkeit ausstrahlt. Aber anders als beim rustikalen Terrano II hat Nissan ihm auch reichlich Komfort und Sicherheit mitgegeben.

Auf 4,51 Meter Länge bietet der Viertürer viel Platz und teilweise gekühlte Ablagen sowie große, gut geformte Sitze. Die Instrumente sind zentral über der Mittelkonsole gruppiert, was zwar ihre Ablesbarkeit erschwert, aber Platz für ein Staufach mit Zwölf-Volt-Steckdose hinter dem Lenkrad schafft. Außer nach vorn ist die Übersicht gut, und der nur durchschnittliche Kofferraum (410 Liter) lässt sich mittels geteilt umklappbarer, in fünf Positionen arretierbaren Rücksitzlehnen vergrößern.

Das Rückgrat des X-Trail bilden die Plattform des Almera und die variable Allradtechnik des Pathfinder. Per Knopfdruck kann man zwischen drei Antriebsarten wählen: In Stellung 2WD ist er als Fronttriebler unterwegs, im Modus Auto wird bei Schlupf automatisch die Hinterachse zugeschaltet, während die Taste Lock für eine konstante Kraftverteilung im Verhältnis 57:43 (vorn/hinten) sorgt. Auch ohne Geländeuntersetzung lassen sich damit beeindruckende Steilhänge meistern.

Dabei geht seine Klettertauglichkeit nicht zu Lasten der Fahreigenschaften. Die Federung tilgt komfortabel die meisten Stöße, und die Servolenkung arbeitet spontan und zielgenau. Sein frühzeitiges Untersteuern verhindert allerdings ebenso eine sportliche Fahrweise wie die beiden Vierzylinder, wobei es dem Benziner vor allem an Durchzugskraft von unten fehlt.

Mehr Zuspruch (70 Prozent) erwartet Nissan ohnehin für den stämmigen 2,2-Liter-Turbodiesel aus dem Almera, der hier erstmals mit Common-Rail-Direkteinspritzung, aber gleicher Leistung (114 PS) aufwartet. Er harmoniert gut mit dem schweren Geländewagen und dem serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebe, das Verbrauch und Geräusch senkt. Erst unter Volllast und über 4.000/min wird der Alumotor laut.

Mit guten Allroundeigenschaften, ordentlicher Ausstattung (vier Airbags, Bremsassistent, ESP aber nur als Extra für Benziner) und attraktiven Preisen empfiehlt sich der X-Trail als tüchtiger Begleiter für Abenteurer, ohne selbst zum Abenteuer zu werden.

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