Opel Adam 1.4 LPG im Fahrbericht

Lifestyler mit Gasantrieb

Opel Adam 1.4 LPG, Frontansicht Foto: Hans-Dieter Seufert 10 Bilder

Mit der Autogas-Version kehrt der Opel Adam seine rationale Seite heraus. Wie passt der alternative LPG-Antrieb zu dem kleinen Lifestyler?

Elf Seiten nehmen die Sonderausstattungen in der Preisliste des Opel Adam ein, und allein neun Seiten davon befassen sich mit zig verschiedenen Dekor- und Design-Variationen. Klare Botschaft: Jeder soll sich seinen Adam möglichst individuell gestalten können – und dabei möglichst nicht auf den Euro achten.

Opel Adam mit 87 PS

Also kein Auto für Pfennigfuchser? Die Rüsselsheimer verzichten beim Opel Adam zwar auf einen Selbstzünder, doch dafür gibt es eine LPG-Ausführung, die die Tankrechnung deutlich senkt. Sie lässt sich neben Benzin auch mit Autogas betreiben, das nur die Hälfte kostet. Der Einfüllstutzen sitzt neben dem für Benzin hinter der Tankklappe, zum Befüllen muss aber ein Adapter aufgeschraubt werden. Mit 35 Litern fasst der LPG-Zusatztank genauso viel wie der unveränderte Benzinbehälter, ohne das knappe Volumen des Gepäckabteils (170 Liter) weiter einzuschränken. Nur das Reifendichtmittel passt nicht mehr unter den Ladeboden und ist an der Seitenwand fixiert.

Im liebevoll eingerichteten Cockpit des Opel Adams erkennt man die LPG-Version nur an der sauber integrierten Taste zum manuellen Umschalten zwischen den Betriebsarten. Das ist keine Selbstverständlichkeit – vor nicht allzu langer Zeit sah man selbst ab Werk angebotenen Autogas-Modellen die nachträgliche Umrüstung an.

Beim Opel Adam ist davon nichts zu spüren. Es gibt nur eine Tankuhr, die ihre Anzeige ebenso an die Betriebsart anpasst wie der Bordcomputer bei Reichweite und Verbrauch, wobei hier ein Hinweis auf den Kraftstoff wünschenswert wäre, mit dem man gerade fährt. Das zeigt nur die Diode auf der Umschalttaste an. Der Vierzylinder startet stets mit Benzin und wechselt kurz darauf automatisch in den LPG-Betrieb, die Diode leuchtet dauerhaft, statt zu blinken – spürbar ist der Übergang nicht. Im wichtigen Drehzahlbereich bis 3.500 Touren wirkt der 1,4-Liter spritzig, darüber brummt er unter Last wenig drehfreudig, bis bei 6.000/min 87 PS anliegen. Ausdrehen macht wenig Freude, und mit Durchzugsstärke kann er dies nicht aufwiegen. Das maximale Drehmoment (125 Nm bei 4.000/min) fällt noch niedriger aus als im Benzinbetrieb (130 Nm).

Ein milder Gasfuß harmoniert deshalb am besten mit dem Opel Adam LPG, schließlich soll der Wagen auch wenig Kosten verursachen. Prinzipbedingt liegt der Verbrauch spürbar höher als beim vergleichbaren Benziner (Testmittel 8,5 zu 7,1 Liter). Damit sich der Aufpreis (1.900 Euro) für den Adam LPG allein über die Treibstoffkosten (LPG: 0,75 Euro/Liter) amortisiert, muss der Opel insgesamt rund 45.000 Kilometer zurücklegen – das dauert im Schnitt etwas mehr als drei Jahre, der höhere Wiederverkaufswert ist hier noch nicht berücksichtigt. Scharfe Rechner müssen sich also Extras wie Lenkrad- und Sitzheizung, Intellilink-Navigation, Klimaautomatik, Einpark- und Spurwechselassistent im Gegenwert der LPG-Version nicht verkneifen – sie wählen guten Gewissens einfach beides.

Fazit

Als LPG ist der Opel Adam keine spritzige, aber eine kostengünstige Möglichkeit, einen kreativ ausstaffierbaren Kleinwagen zu fahren.

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