Opel Vivaro Life 1.9 DTI

Mit einem Maxivan auf Vivaro-Basis steigen die Rüsselsheimer in den Markt der großen Freizeitmobile ein.

Auf Basis des Vivaro Combi (aus der Kooperation mit Renault) hat Opel in Zusammenarbeit mit der Westfalia Van Conversion ein vielseitiges Freizeitmobil geschaffen. Auf einer Länge von 4,78 Metern weist der 32.480 Euro teure Life denn auch alle wichtigen Merkmale eines VW Multivan auf. Hinter den sehr kommoden Sitzen der ersten Reihe ist in einem Schienensystem ein um 360 Grad drehbarer Einzelsitz positioniert, der sich verschieben und ausbauen lässt. In der hintersten Reihe befindet sich serienmäßig eine durchgängige, ebenfalls verschiebbare Rücksitzbank, die umgeklappt als Liegefläche dient und auf der sich selbst groß gewachsene Menschen bequem ausstrecken können. Optional sind auch vier Einzelsitze erhältlich. Ein zwischen zweiter und dritter Sitzreihe befindlicher Klapptisch ermöglicht sowohl Picknick- als auch Business-Gespräche. Der Testwagen war zusätzlich mit einer „Weekendbox“ ausgerüstet: ein Waschbecken samt Pumpe, Kanister und zahlreichen Fächern sowie einer Schublade. So wird aus dem Freizeitmobil ein Reisemobil.

Angetrieben wurde unser Vivaro Life von einem nur 1,9 Liter großen Turbodiesel, der mit 100 PS und 240 Nm bei 2400 Touren, den immerhin fast zwei Tonnen schweren Vivaro tapfer in Schwung hält. Allerdings erfordert das sehr schmale Drehzahlband des Renault-Diesels fleißiges Schalten. Das ist dank des mittels Joystick betätigten, exakten Sechsganggetriebes eher ein Vergnügen. Und da sich der Diesel im Innenraum akustisch angenehm zurückhält, sind auch lange Etappen mit dem Vivaro keine Zumutung. Einzig die Federung springt mit den Insassen in unbeladenem Zustand ausgesprochen ruppig um. Das bessert sich mit zunehmender Beladung, bis zu 765 Kilogramm sind erlaubt. Spätestens dann könnte man sich aber nach dem 2.5 DTI mit 135 PS und 310 Nm sehnen, der zum Preis von 34.220 Euro erhältlich ist. Das sind immer noch 2000 Euro weniger, als der günstigste Multivan aus Wolfburg kostet.

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