Opel Zafira

Mit frischem Elan

Foto: Hersteller 4 Bilder

Pünktlich zum Produktionsjubiläum seines zweimillionsten Vans verordnet Opel dem Zafira eine dezente Modellpflege und drei neue Motoren.

Leicht hatten es die Opel-Strategen wirklich nicht. Einerseits sollte der aktuelle Zafira knapp drei Jahre nach seiner Markteinführung tief durchatmen und mit einem Facelift neuen Schwung aufnehmen. Andererseits darf der Jahrgang 2008 die Vorgängermodelle nicht zu alt aussehen lassen. Herausgekommen sind dabei äußerst dezente Retuschen, die dem flüchtigen Betrachter kaum auffallen dürften. Die wirklich wichtigen Neuerungen finden sich indes unter der Motorhaube. Sie betreffen zunächst den 1.6 Ecotec-Benziner, bei dem die Leistung mit variabler Ventilsteuerung auf nun 115 PS gesteigert, der Normverbrauch hingegen um 4,3 Prozent verringert wurde. Ähnliche Vorgaben waren Richtschnur für die beiden neuen Dieselmotoren, die nach Downsizing-Rezept mehr Leistung aus weniger Hubraum erbringen. Sie sollen künftig den 1.9 CDTi mit 100 PS sowie die Schaltgetriebe- Variante mit 120 PS ersetzen.

Bei den beiden Neuen handelt es sich im Prinzip um einen alten Bekannten, den 1.7 Common-Rail-Diesel von Isuzu, der in den Leistungsvarianten 110 und 125 PS bereits im Astra Dienst tut. Vor allem der leistungsstärkere 1.7 CDTi dürfte im Zafira das attraktivste Angebot sein. Nur 1080 Euro teurer aus der kleinere Bruder, wartet er mit identischem Normverbrauch – 5,7 Liter auf 100 Kilometer – und gutem Durchzug aus dem Drehzahlkeller auf. Obwohl akustisch nicht ganz so tugendhaft wie der hubraumstärkere 1.9 CDTi mit 150 PS, steht er ihm in der Leistungsentfaltung kaum nach, zeigt keine erkennbare Anfahrschwäche und harmoniert gut mit dem serienmäßigen Sechsganggetriebe. Alle Zafira-Diesel sind mit wartungsfreiem Partikelfilter ausgestattet und könnten nach Aussage von Opel bereits heute nach den künftigen Euro 5-Abgasgrenzwerten zertifiziert werden. Die gelungene Fahrwerksauslegung und die präzise Lenkung blieben unverändert.

Anders dagegen die optisch überarbeitete Front, die mit mehr Chromglanz in Grill und Scheinwerfergehäuse sowie einer stärker V-förmig betonten Ausformung des Stoßfängers Dynamik demonstrieren will. Auch beim Interieur beschränkten sich die Änderungen auf dezenten Chrom- Zierrat an den Bedienelementen der Mittelkonsole. Das Infotainmentsystem mit Navi- sowie CD-, DVD- und MP3- Funktion erhielt zusätzlich einen Stereoeingang zum Ankoppeln externer Audio-Geräte. Erfreulich unverändert dagegen bleibt der Preis beim Benziner. Auch die beiden kleineren, aber leistungsstärkeren 1.7 CDTi-Varianten übernehmen die Preise der 1,9-Liter- Vorgänger.

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