Peugeot 308

Nasen-Jagd

Foto: Achim Hartmann 25 Bilder

Größer, qualitativ hochwertiger und mit auffälligem Frontdesign: Der neue Peugeot 308 soll dem VW Golf V das Leben schwerer machen. Erste Fahreindrücke.

Feiglinge? Nein, diese Bezeichnung haben die Peugeot-Designer nicht verdient. Das sind schließlich Mannen, die einen Kühlerschlund à la Ferrari, riesige Schlitzaugen- Scheinwerfer und eine vorwitzig herausragende Stupsnasenfront für adäquate Stilmittel bei der Massenschlacht um Käufer in der Kompaktklasse halten.

Der neue Peugeot 308 soll alle die glücklich machen, denen ein Golf zu bieder und langweilig daherkommt. Etwas weniger Couragierte bekommen den 308 in den zwei günstigsten von fünf Ausstattungsstufen (Filou und Tendance) aber auch mit einer leicht abgemilderten Frontpartie – mit weniger markantem Grill und braverer Schürze.

Natürlich zeigt der neue Löwenstar das scheinbar unvermeidliche Größenwachstum, ohne das nach Meinung der meisten Hersteller heutzutage kein Nachfolger mehr verkäuflich ist. Mit 4,28 Meter Länge überragt er einen Golf um über sieben Zentimeter. Und legte zugleich etliche Pfunde zu.

Ein viertüriger HDi 135 mit dem 136 PS starken Zweiliter-Turbodiesel wiegt in der gehobenen Ausstattungsvariante Sport schon knapp 1,5 Tonnen und damit über 70 Kilogramm mehr als der 307.

Wer ihn als Sport Plus oder Platinum mit dann serienmäßigem riesigen Glas- Panoramadach bestellt, bekommt an der für die Fahrdynamik sensibelsten Schwerpunktstelle noch einmal 35 Kilogramm draufgepackt. Der prächtige Ausblick nach oben wird romantische Herzen in klaren Sternennächten aber in wohlige Schwingungen versetzen.

Auch das Interieur ist für Genießer. Peugeot hat Wort gehalten und bei der Materialqualität in die Vollen gegriffen. Um Lüftung und Instrumente schmiegen sich zarte Chromränder, das Armaturenbrett ist bis hinunter zu den Knien in weiche Polsterung getaucht, und die gummierten Regler der Zweizonen- Klimaautomatik (Serie ab Sport) rasten so satt und angenehm, dass sich sogar ein Audi A5 daran ein Beispiel nehmen könnte.

Da fühlt man gerne darüber hinweg, dass die Gratung des Innentürgriffs allzu sehr an den Händen kratzt. Bei der 2360 Euro teuren Volllederausstattung legt sich sogar über den oberen Teil des Armaturenbretts edle Tierhaut. Das Platzangebot ist top, vorne wie im Fond.

Doch Peugeot hat die ordentlich seitenstabilen Vordersitze im Gegensatz zum 307 um 15 Millimeter tiefergelegt, mit dem eigenwilligen Effekt, dass die Oberschenkel langbeiniger Menschen recht haltlos in der Luft hängen. Die Sitzhöhenverstellung bringt aufgrund ihrer gleichzeitigen Kippwirkung kaum Linderung.

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