Peugeot 807

Mehr dran, mehr drin

Der runderneuerte Van startet Mitte September zunächst mit zwei Benzin- und zwei HDi-Dieselmotoren und Rußpartikelfilter. Basispreis: 25.250 Euro.

Obwohl der Radstand mit 2,82 Meter gegenüber dem Vorgänger 806 unverändert blieb, ist der Neue kräftig gewachsen. Insgesamt 28 Zentimeter (Gesamtlänge: 4,73 Meter) hat der 807 vorne und hinten zugelegt, wobei zwei Drittel nach Peugeot-Angaben einer verbesserten Crashsicherheit zugute kommen und das restliche Drittel den nunmehr maximal acht Insassen. Möglich wird das personelle Upgrade durch den Einbau einer Sitzbank in der dritten Reihe (optional). Der in Basisversion mit fünf Sitzen ausgestattete Van kann allerdings auch mit zwei zusätzlichen Einzelsitzen in der dritten Reihe geordert werden, womit er zum bequemen Siebensitzer mutiert. Weiterer Fortschritt: das Schienensystem: Es erlaubt die mit knapp 19 Kilogramm nicht allzu schweren Sitze 15 Zentimeter in Längsrichtung zu verschieben. Damit wurde gleichzeitig die Variabilität weiter erhöht.

Komplette Basisausstattung

Erfreulich auch, dass der Stauraum bei voller Bestuhlung gewachsen ist – auf immerhin 324 Liter. Als Fünfsitzer stehen der Großfamilie nun sogar beachtliche 850 Liter Kofferraumvolumen zur Verfügung. Und auch sonst wurde viel getan, um mit der Neuauflage die angestrebten Kunden aus der „automobilen Oberklasse“ zu erreichen. So verfügt bereits die Grundausstattung serienmäßig über ABS; ESP, Notbremsassistent, Klimaanlage, ein CD-Radio und so genannte Vorhangairbags für alle drei Sitzreihen. Als Extras können, wenn nicht bereits in den Ausstattungspaketen enthalten – zusätzlich elektrisch bedienbare Schiebetüren auf beiden Seiten (auch per Fernbedienung), Reifendruckkontrolle, ein DVD-System mit Bildschirm im Dach oder Xenon-Scheinwerfer geordert werden. Außerdem stehen über 58 Staufächer, die vom Cockpit bis zu den hinteren Plätzen reichen, zur Verfügung. In der Mittelkonsole sogar als Kühlfach an die Klimaanlage angeschlossen. Modisch präsentiert sich auch der im oberen Bereich bogenförmig angelegte Armaturenträger mit mittig untergebrachten Instrumenten, die hinter grünlich leuchtendem Plastik allerdings nicht so recht zum angestrebten Oberklasseambiente passen wollen.

Drei Benziner und zwei Diesel im Angebot

Zwei Benziner – 2,0 Liter mit 100 kW (136 PS) und ein 2,2 Liter mit 116 kW (158 PS) – sowie zwei HDi-Diesel mit FAP-Rußpartikelfilter – 2,0 Liter mit 79 kW (107 PS) und der 2,2 Liter mit 94 kW (128 PS) – stehen ab Marktstart zur Verfügung. Zum Spätherbst folgt der 3,0-Liter-V6-Motor (150 kW / 204 PS), der zunächst nur in Verbindung mit einer Viergangautomatik lieferbar sein wird. Stärkere Vierzylinder-Diesel (2,2 Liter HDi-FAP-Diesel mit 129 kW / 175 PS/ 400 Nm) sowie der mit Ford gemeinsam entwickelte V6-Diesel kommen erst 2003 / 2004 zum Einsatz.

Besonders der 2,2 Liter Diesel hinterließ bei einer ersten Ausfahrt einen überzeugenden, wenn auch nicht tadellosen Eindruck. Antrittsstark genug, um den leer immerhin knapp 1.800 Kilogramm schweren Van ordentlich in Schwung zu bringen, gleichzeitig jedoch oberhalb von 3.000/min für einen Common-Rail-Diesel ungewöhnlich laut. Zudem zeigte der Bordcomputer einen Durchnittsverbrauch von 8,9 Litern an, was die von Peugeot angegebenen 7,4 Liter im Schnitt deutlich übertrifft. Das Fahrwerk, vom Vorgänger übernommen und verfeinert, ist hingegen auch weiterhin auf Komfort ausgelegt – gutmütig und dank ESP auch im Grenzbereich unproblematisch.

Drei Ausstattungsvarianten – 25.250 bis 36.800 Euro

Zu den Fünf Motoren werden drei Ausstattungsniveaus angeboten: Esplenade, Tendance und Platinium. Zu Preisen zwischen 25.250 Euro (807 Esplenade 2.0) und 36.800 Euro (807 Platinium 3.0 V6 Automatik) sollen noch in diesem Jahr 1.500 Fahrzeuge verkauft werden. Für das erste volle Verkaufsjahr erwartet Peugeot 5.000 Käufer für seine Interpretation eines Premium-Vans.

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