Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP 163 im Fahrbericht

Neues Gesicht, alte Tugenden

Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP 163, Frontansicht Foto: Beate Jeske 26 Bilder

Die sanfte Überarbeitung brachte dem Peugeot RCZ eine Frontpartie im aktuellen Designstil der Marke. Ansonsten blieb beim eleganten 2+2-Sitzer alles wie gehabt.

Er ist schon ein echter Beau, der Peugeot RCZ. Einer, dem man im Vorbeigehen am liebsten jedes Mal über sein Double-Bubble-Dach und die kühlen, schimmernden Aluminiumsäulen streichen möchte. Und erst die Dachhaut aus Echtcarbon. Selbst nach drei Jahren Bauzeit überrascht immer noch, wie nah das Coupé an der Studie blieb. So sah Peugeot beim anstehenden Facelift des Peugeot RCZ auch kaum Bedarf zu größeren Veränderungen. Lediglich die Gesichtszüge mit dem jetzt weniger dominanten Kühlergrill sowie dem durchgehenden Lufteinlass darunter haben sie ihm korrigiert, dem Peugeot-Trend zu einem wieder deutlich zurückhaltenderen Antlitz folgend.

Peugeot RCZ mit straffer Abstimmung

Im Inneren des 2+2-sitzigen Peugeot RCZ blieb es beim Charme eines Supercars mit fließenden Linien im Cockpit, über dessen Oberflächen sich je nach Version Leder spannt. Im Fokus des Fahrers liegen die großen Rundinstrumente inklusive einer Öltemperaturanzeige sowie eine Zeituhr im Bell & Ross-Stil. Wer sich an die Bedienung des Infotainmentsystems einmal gewöhnt hat, kommt damit klar, dennoch geht es anderswo besser. Auch die Sitze könnten einen Tick tiefer montiert sein und mehr Seitenhalt bieten, denn querbeschleunigen kann der Peugeot RCZ auch nach dem Facelift.

Seine weiterhin sehr straffe Fahrwerksabstimmung erfordert allerdings Kompromissbereitschaft, speziell beim Passieren kurzer Unebenheiten. Auf ebener Piste gefallen im Peugeot RCZ die gute Rückmeldung sowie die wankarme Federung. Die Lenkung könnte einen Tick mehr Rückmeldung vermitteln, arbeitet ausreichend präzise und leichtgängig.

Peugeot-Diesel liefert reichlich Fahrdynamik

So lässt sich der Peugeot  RCZ problemlos über geschwungene Landstraßen und gern auch durch knifflige Kurvenkombinationen führen, wo er einen guten Kompromiss aus Agilität und Fahrsicherheit bietet. Große Freude bereitet dabei auch der 163 PS starke HDi. Der Zweiliter-Diesel mit maximal 340 Newtonmeter Drehmoment schiebt den 1,4-Tonner überaus schwungvoll vorwärts – besonders spaßig in mittleren Drehzahlregionen, wo der Pilot regelrecht auf der Drehmomentwelle surfen kann. Das Sechsganggetriebe im Peugeot RCZ  spielt ebenfalls mit, arbeitet präziser als von anderen Peugeot-Modellen gewohnt.

Ach ja, spurten kann der Peugeot RCZ auch, hechtet in 8,4 Sekunden von null auf 100 km/h, rennt bis 225 km/h schnell. Um den Auftrieb der elegant gezeichneten Karosserie bei höheren Geschwindigkeiten zu verringern, fährt in zwei Stufen ein Heckspoiler aus. Darunter liegt das für Sportwagenverhältnisse regelrecht fürstliche Gepäckabteil, das bereits standardmäßig 321 Liter Volumen plus Stauraum auf den beiden Notsitzen im Fond bietet. Wer deren Lehnen umlegt, erhält sogar 639 Liter. Schönheit und Praxistalent schließen sich halt doch nicht immer aus.

Fazit

Unter der betörend schicken Schale des RCZ steckt ein Typ mit Ecken und Kanten. Daran hat das Facelift nichts geändert.

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Technische Daten
Peugeot RCZ 2.0 l HDi FAP 163
Grundpreis 31.100 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4287 x 1845 x 1362 mm
KofferraumvolumenVDA 321 bis 639 l
Hubraum / Motor 1997 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 120 kW / 163 PS bei 3750 U/min
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h
Verbrauch 5,3 l/100 km
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