Pontiac GTO

Fifth Dimension

Die Wiedergeburt des Muscle-Car-Mythos kommt vom fünften Kontinent und basiert im Prinzip noch auf dem Opel Omega allerdings mit V8-Motor aus der Corvette.

Der serienmäßige Heckspoiler wirkt etwas halbstark. Der V8 aus der alten Corvette hingegen ist ganz stark: 355 PS. Power to the people – das ist das Motto, nach dem in den USA Leistung unters Volk gebracht wird. GM-Entwicklungschef Bob Lutz rechnet vor: „355 PS und knapp 500 Nm Drehmoment für 32.000 US-Dollar – da kann kein europäisches Sportcoupé mithalten.“

Das Auto, auf das diese Zahlen gemünzt sind, ist der Pontiac GTO – das Remake einer amerikanischen Muscle-Car-Legende aus den sechziger Jahren. 1964 hatte sich der damalige Pontiac-Chef John de Lorean gegen die Überzeugung des GM-Managements für eine GTO-Version der Modelle Tempest und Le Mans stark gemacht. Das Kürzel GTO – für Gran Turismo Omologato – war bei Ferrari entlehnt worden, obwohl ein Pontiac GTO mit einem entsprechenden Ferrari in etwa so viel zu tun hatte wie Fastfood mit einem Drei-Sterne-Menü.

Der Antrieb: 5,7-Liter-V8 aus der Corvette

Der Coup glückte trotzdem: Innerhalb des ersten Jahres wurden 30.000 Pontiac GTO verkauft. Ein Jahrzehnt lang versinnbildlichten die drei Buchstaben den Begriff des Muscle-Cars mit bis zu 7,5 Liter Hubraum großen und 370 PS starken Achtzylindermaschinen.

Vom neuen Pontiac GTO, der auch die Basis für das Bitter Coupé CD II abgeben soll, werden jährlich 18.000 Stück gebaut. Sie laufen bei der GM-Tochter Holden in Australien vom Band und teilen sich die Plattform mit dem Holden Monaro. Exportiert werden sie nur in die USA.

Unter der Motorhaube des selbstverständlich hinterradgetriebenen GTO – eine 4x4-Version wird diesen Sommer nachgereicht – kommt der bei der Corvette ausgemusterte 5,7-Liter-V8 zum Einsatz, wahlweise mit einer Viergangautomatik oder einem etwas widerborstigen Sechsgang-Schaltgetriebe gekoppelt.

Schon der Leerlauf ist ein Erlebnis: Das V8-Blubbern geht unter die Haut, und beim Beschleunigen geht die Post ab – 5,3 Sekunden von null auf 100 km/h beschreiben das Erlebnis nur abstrakt. Zur Dynamik gesellen sich überraschend gute Manieren: ein straffes, aber komfortables Fahrwerk, perfekt passende Sportsitze vorn, Einzelsitze hinten und ein für US-Verhältnisse hochwertig anmutendes Cockpit.

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