Pontiac Solstice

Kleiner Fresh-Dachs

Foto: Jim Fets 12 Bilder

Mit dem Pontiac Solstice bietet Gneral Motors in den USA einen kleinen kessen Roadster mit 2,4-Liter großen Vierzylinder an. Er ist der Vorläufer des Opel GT, der mit Turbo-Motor kommen wird.

Amerika, du hast es besser: 19.900 Dollar für einen schnittigen Roadster mit 177 PS – das treibt unsereinem Tränen in die Augen, selbst wenn ABS und ESP fehlen. Und so macht der Solstice (Sonnenwende) Lust und Laune auf einen ähnlichen Roadster von Opel (GT), der Anfang 2007 kommt und den Speedster ersetzt. Basis ist der Saturn Sky, ein ab März 2006 in den USA anrollender Zwilling mit maskulinerem Styling als der verspielt wirkende Pontiac. Der Opel wird, weil mit ABS und ESP sowie einem höherwertigen Innenraum aufwartend, nicht so günstig wie das US-Modell, soll aber weniger als 30.000 Euro kosten und einen 2,2-Liter-Turbomotor mit 260 PS bieten. Eine kleine Corvette, die da gegen Mazda MX-5 & Co. antreten wird.

Offener Spaß mit kleinen Unzulänglichkeiten

Das Package ist kompromisslos: bis aufs Handschuhfach, eine winzige Klappe und drei Cupholder, keinerlei Ablagen, ein nur höhenverstellbares Lenkrad und ein Kofferraum (108 Liter), der wegen des Tanks so zerklüftet ist wie der Grand Canyon. Am besten man lässt allen Ballast hinter sich und konzentriert sich aufs Fahren. Das macht offen am meisten Spaß, denn hier sitzen die Passagiere wirklich noch im Freien – weit hinter der Windschutzscheibe. Droht Ungemach, einfach das Stoffdach schließen: Per Fernbedienung wird der Kofferraumdeckel geöffnet, dann klappt man das Verdeck auf und verriegelt es innen mit einem Hebel. Abschließend müssen zwei Zapfen im Heckdeckel verankert werden. Klingt umständlich, geht aber fixer, als man es erklärt. Auch geschlossen macht der vier Meter lange Solstice eine gute Figur. Die gläserne Heckscheibe ist beheizbar; der Finnen-Look des ungefütterten Verdecks erinnert ein wenig an das BMW Sechser-Cabrio. So perfekt ist es freilich nicht, denn es verursacht wüste Windgeräusche.

Rau, rasselnd, hart und kraftlos

Auch das Fünfgangg-Getriebe rasselt unüberhörbar, und der 2,4-Liter-Vierzylinder klingt so rau wie einst Lee Marvin nach einem Schluck aus der Whisky-Pulle. Zudem wirkt der Motor in dem 1.300 Kilogramm schweren Pontiac saft- und kraftlos – Opel tut deshalb gut daran, den 2.2-Turbo zu nehmen. Der hinterradgetriebene Zweisitzer ist straff, aber nicht zu hart abgestimmt. Er verhält sich in Kurven leicht übersteuernd, besonders handlich ist er aber nicht. Störend auch die stark spiegelnden Rundinstrumente. Und die Sitzlehnen kann man nur bei geöffneter Tür verstellen, weil zwischen Rändelrad und Innenverkleidung kein Blatt mehr passt. Die Amerikaner stört das nicht. Die Produktion ist 18 Monate ausverkauft.

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