Range Rover SVAutobiography Dynamic Land Rover
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Range Rover SVAutobiography Dynamic 35 Bilder

Range Rover SVAutobiography Dynamic im Fahrbericht

Mit 550 PS längsdynamisch eine Edel-SUV-Wucht

Mehr Dynamik für den selbstfahrenden Gentleman – so sieht Land Rover seinen neuesten Streich: Der Range Rover SVAutobiography Dynamic kombiniert 550 V8-Kompressor-PS mit einer Tieferlegung und einem Einstiegspreis von 167.000 Euro.

Ein bisschen mehr geht immer und die Kunden scheinen es zu lieben: Land Rover legt jetzt bei seinem Range Rover noch eine Schippe drauf. Die 550-PS-Version mit langem Radstand reicht denen nicht, die lieber selber hinterm Steuer sitzen, so Mark Stanton, Chef von Jaguar-Land-Rovers Veredelungsabteilung SVO (Special Vehicle Operations). Also nahmen sich die Spezialisten den SUV mit Standard-Radstand vor und machten ihn noch ein bisschen dynamischer. Von außen ist dies nur für Fans an grauen Farbakzenten erkennbar.

Der Innenraum des edlen Range Rovers ist perfekt verarbeitet und die Ledersitze haben die Rücken ihrer Besetzer auch in der Kurve im Griff. Nennenswerte Unterschiede zum Nicht-Dynamic-Modell sind hier kaum zu finden. Die metallenen Schaltpaddles mit ausgestanztem Plus- und Minus-Symbol gibt es auch in Rot – was schick aussieht, aber auch schon vorher in den Range-Rover-Aufpreislisten zu finden war. Davon unabhängig macht die durchdesignte Lounge auch ergonomisch Spaß: So lässt sich die Navikarte großflächig auf den Fahrer-Instrumentenschirm holen, unter ihr werden, gut für das Auge des Fahrers erfassbar, wichtige Daten wie die aktuell gefahrene Geschwindigkeit angezeigt. Witzig: Trotz der bequem breiten Mittelkonsole haben die Vordersitze noch herunterklappbare Zusatzarmlehnen, die auf Wunsch den schmalen Spalt zwischen Sitz und Mittelarmlehne füllen.

Range Rover SVAutobiography Dynamic
Range Rover SVAutobiography Dynamic Soundcheck
19 Sek.
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Im Range Rover SVA Dynamic reißen 550 PS an.

Gutes Fahrwerk

Laut Land Rover haben die Ingenieure den Range Rover SVAutobiography Dynamic nicht nur tiefer gelegt, sondern auch sein Fahrwerk gestrafft. Die Diskussion über Sinn und Unsinn von SUV-Fahrwerk-Tieferlegungen hat der Kunde längst entschieden: Es stört ihn nicht. Und beim Fahren über richtig runtergerockte, also ganz normale englische Landstraßen merkst Du: Die Fahrwerksstraffung hat dem Range nicht geschadet. Selbst Schlaglöcher, die für Motorradfahrer und ihr Zweirad möglicherweise das Ende bedeuten würden, verschwinden irgendwo zwischen den optionalen 22-Zoll-Rädern (Serie: 21 Zoll) und dem Innenraum. Zu spüren ist lediglich eine etwas stärkere Dämpfung.

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Der Innenraum des edlen Range Rovers ist perfekt verarbeitet.

Lenkung für ferne Kontinente

Eine handelsübliche Kurve ist dann auch für die Dynamic-Version des Range Rover so eine Sache: Wanken kennt der wackere Engländer nicht und das unwirkliche Gefühl, so hoch über dem Asphalt vergleichsweise schnell um die Biege zu brettern, ändert sich auch bei der hundertsten Kurve nicht. Aber: Physik bleibt Physik – ein Gewicht von 2.465 Kilogramm bleibt auch mit der besten Technik ein Gewicht von 2.465 Kilogramm. Diese knapp 2,5 Tonnen drängen in der Kurve eben nach außen, was der Wedel-Dynamik Grenzen setzt. Und bei der Lenkung sind die Ingenieure keine Kompromisse eingegangen: Hier zählte offenbar ausschließlich amerikanischer Geschmack. Sehr leichtgängig und irgendwie entkoppelt bietet sie auch Rückmeldung – aber nur, wenn Du Dich darauf konzentrierst. Wenn der Range Rover SVAutobiography Dynamic schon das sportliche Super-Trumm im Range-Rover-Quartett sein soll, dann hätte wenigstens er eine Lenkung mit europäischer Direktheit und deutlicher Rückmeldung verdient.

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"Die durchdesignte Lounge macht auch ergonomisch Spaß.", so Redakteur Gregor Hebermehl.

Kräftig und arbeitsfreudig

Der 5,0-Liter-V8 mit Kompressoraufladung leistet im Range Rover SVAutobiography Dynamic 550 PS und er generiert ein maximales Drehmoment von 680 Newtonmeter, das auf einem nicht allzu breiten Drehzahlband zwischen 3.500 und 4.000/min anliegt. Auch wenn gegenüber dem im Range Rover SVAutobiography mit langem Radstand arbeitenden Motor an der Leistung nichts verändert wurde, so bekommt die Maschine der Dynamic-Version immerhin eine eigene Motorsteuerung. Das macht sich bezahlt: Hellwach lauert das Aggregat auf Gasstöße und macht sich ohne Verzögerung willig blubbernd an die Arbeit.

Der Sound dringt nur während heftiger Beschleunigungsphasen in den Innenraum, draußen ist mehr zu hören. In 5,4 Sekunden schießt der Range Rover SVAutobiography Dynamic auf Tempo 100 – sehr ordentlich für ein 2,5-Tonnen-SUV. Dabei lässt die Achtgang-Automatik die Gänge angemessen ausdrehen und wechselt diese im richtigen Moment komfortabel. Den durchschnittlichen Prüfstandsverbrauch gibt Land Rover mit 12,8 Liter pro 100 Kilometer an.

Fazit

Der neue Range Rover SVAutobiography Dynamic soll den dynamisch orientierten Selbstfahrern unter den Range-Rover-Eigentümern gefallen – das funktioniert wahrscheinlich. Bei der Lenkung hätten sich die Ingenieure ruhig ein wenig vom amerikanischen Geschmack abwenden und für mehr Direktheit sorgen können, aber längsdynamisch überzeugt der Brocken aus England.

Die Modifikationen halten sich mit dezentem Optik-Chichi, einer Tieferlegung um acht Millimeter und einer geänderten Motorsteuerung in Grenzen – somit schöpft Land Rover mit dem mindestens 167.000 Euro teuren Range Rover SVAutobiography Dynamic auch den finanziellen Rahm ab. Schließlich kostet das mit 510 PS ebenfalls nicht gerade untermotorisierte Autobiography-Modell ohne Dynamic-Zusatz 31.400 Euro weniger. Ein 575 PS starker BMW X5 M ist gegen den Engländer bei deutlich besserer Performance mit einem Einstiegspreis von 115.400 Euro geradezu ein Schnäppchen (Ersparnis: 51.600 Euro) und selbst ein 570 PS starker Porsche Cayenne Turbo S ist mit 168.838 Euro nur unwesentlich teurer als der Range Rover.

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