Renault Roadster-Konzept Wind

Windhund

Foto: Angelika Emmerling 6 Bilder

Hoffentlich wird es kein laues Lüftchen. Renaults Roadster-Konzept Wind zeigt knackiges Design und frische Ideen. Ein Fahrbericht.


Der Fortschritt des Automobils war Renault bisher ein ernsthaftes Anliegen: Der Espace zeigte, wie viel Platz ein modernes Auto haben kann, und die ersten fünf Sterne im NCAP-Crashtest gingen ebenfalls an den französichen Großkonzern. Jetzt arbeitet Renault mit vollem Ernst am Thema Spaß und lässt die Studie Wind über die Straßen blasen. Diese auf dem Genfer Automobilsalon präsentierte Roadster-Kreation fegt mit ihrer – von scharfen Linien kontrastierten Rundlichkeit – schon im Stand die Emotionen eines sonnigen Tages auf einer kurvigen Straße am Meer in Großstadtköpfe. Entworfen worden ist der 3,87 Meter lange Offen-Floh mit dem knackigen Abschluss 160 Kilometer südlich der nächsten Küste, im Renault Technocentre nahe Paris. Dort haben die Designer eine Komposition geschaffen, die abseits des bekannten Mutes der Renault Stylisten von Anfang an attraktiv wirkt. Frontwärts sorgt ein zweiteiliger Kühler von Valeo für ein kühlendes Lüftchen und einen exklusiven Rückspiegel - Auftritt. Hinten stehen drei-dimensionale Heckleuchten wie bei einem amerikanischen Straßenkreuzer der fünfziger Jahre im Luftstrom. Auf dem Gelände des Technocentre durfte der offene Zwei-plus-Eins-Sitzer seine ersten Fahrstunden absolvieren.


Wie ein Fahrschüler fühlt man sich auch zu Anfang in dieser Konzept-Studie. Die Bremse kommt schlagartig, die Lenkung lässt sich dagegen Zeit, als kämen Richtungskommandos per Postkarte, und die sequenzielle Sechsgangschaltung haut im Automatikmodus die Gänge für den, sonst im Mégane Diensttuenden 135-PS-Zweiliter-Vierzylinder rein, als müsste Obelix eine Horde römischer Wildschweindiebe zur Raison zu bringen. Contenance, Mesdames et Messieurs! Studien sind fast immer störrische, unfertige Objekte, bei denen die vorläufige Fahrfertigkeit nur zur Vermittlung des Gefühls dient. Der Wind fegt jedenfalls seinen Passagieren sofort ein breites Grinsen ins Gesicht – so viel dazu. Die Cabrio-Brise unter dem Zeichen des Trapez begeistert nicht nur durch ihre optische Erscheinung, Renault hat dem auf der Plattform des Nissan Micra basierenden Wind auch innerlich Leben eingehaucht.

 Die Innenraumausstattung in der Farbe Tabac nimmt einen tiefen Zug aus der Leder- und Aluminium-Abteilung und füllt damit ein erstaunlich luftiges Interieur. Der durchgehende Fußraum unterhalb des Armaturenbretts ist weitläufig wie das Sonnendeck einer Yacht. Die Schalensitze und die nahtlos in die Flanken übergehende Panoramascheibe vermitteln den Eindruck eines Monocoques. Doch der Wind trägt nicht nur zwei Personen und 237 Liter Gepäck, das Mittelteil der Vordersitze lässt sich noch zu einem Notsitz umbauen. Ein Arsenal glänzender Alu-Bedienelemente spendet der Spielernatur-Fraktion Freude. Drehen, klicken und surren lassen – ob es die elektrisch verschiebbaren Pedale sind, das Multimedia-System oder die aus der Tür ausklappende Klima-Einheit ist. Und zum Schluss die gute Nachricht: 2007 plant die Renault-Sportabteilung einen kleinen Roadster. Das hat uns nicht nur der Wind erzählt.

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