Rolls-Royce 100 EX

Well done

Foto: Reinhard Schmid 17 Bilder

Zum 100-jährigen Firmen-Jubiläum präsentiert Rolls-Royce das Cabrio als Einzelstück – eine Reverenz an den legendären Phantom II von 1931. Fahreindrücke von einer ganz besonders noblen Studie.

Gewaltige 5669 Millimeter misst der Rolls-Royce 100 EX. Durch gestalterische Tricks wie das sich verjüngende Heck, den schlanken Kühler und die kleinen Leuchten gewinnt das riesige Cabriolet an Eleganz. Aggressiver und sportlicher als die Phantom-Limousine wirkt es durch die kleinen Scheinwerfer: Der schmale Schlitz für das Abblendlicht ähnelt einer Schießscharte, die Fernlichtöffnung einer Gewehrmündung.

Enorme Kraft samtig verpackt

Vom historischen Vorbild übernommen wurden die breiten, hinten angeschlagenen Türen, die im Fall des 100 EX mit einer elektrischen Zuziehhilfe ausgestattet sind. Als kleiner Schlechtwetter-Gag verbirgt sich in der A-Säule ein Schirm, der auf Knopfdruck herausspringt.

Für enorme Kraft in samtiger Verpackung und entspannten Vortrieb auf höchstem Niveau haben die BMW-Ingenieure für das Einzelstück einen Motor konstruiert, der alle bisherigen Maßstäbe sprengt. Der neun Liter große V16 ist ein um vier Zylinder verlängerter Zwölfzylinder aus der Phantom-Limousine, der ursprünglich aus dem BMW 760i stammt.

Rechnerisch ergeben sich rund 600 PS und über 900 Newtonmeter Drehmoment – hier muss die Elektronik eingreifen, um die serienmäßige Sechsgang-Automatik aus der Phantom-Limousine nicht zu überfordern.

Der Klang ist eine Verheißung

Kleine weiße Qualmwölkchen deuten auf Ölreste im Auspuff des Prototyps hin, als der 100 EX gestartet wird. Der Klang der Maschine ist eine Verheißung: Dank der vielen Zylinder und der schnellen Zündfolge läuft der 100 EX mit bassig-wuchtigem Unterton, aber extrem weich und leise.

Solide wie eine Burg wirkt auch die Karosserie des 100 EX. Die extrem steife Struktur, die auf dem Alu-Spaceframe des serienmäßigen Phantom aufbaut, ist für ein Cabrio wegen des fehlenden Dachs besonders wichtig.

Ist das Verdeck geschlossen, verleiht dessen Konstruktion dem 100 EX zusätzliche Stabilität. In den Stoff wurden Metallfäden eingewoben. Dies gibt der Kapuze nicht nur mehr Steifigkeit, sondern auch einen edel schimmernden Glanz wie im Inneren einer Muschel.

Im 100 EX ist oben auf der Verdeckklappe und am Wagenboden gebleichtes Teakholz aus dem Yachtbau verarbeitet, das den Elementen gewachsen ist und deshalb im Cabrio Sinn macht.

Im ebenfalls holzgetäfelten Kofferraum lässt sich eine Ablage herausklappen, die einem Picknicktisch ähnelt – auch das eine subtile Anspielung auf die Rolls-Royce der Vergangenheit. Ob die Rolls-Royce-Kunden jemals in den Genuss kommen werden, diese Ablage beim Pferderennen in Ascot als Tablett für ihre Champagner-Gläser zu nutzen, wird noch geheim gehalten.

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