Rover 216 Cabrio

Offenfahrspaß für 2.000 Euro

Rover 216 Cabrio, Frontansicht Foto: Archiv 5 Bilder

Das Rover 216 Cabrio sollte an die Erfolge der Briten-Roadster anknüpfen. Doch dem 4-Sitzer-Cabrio auf Honda Concerto-Plattform gelang dies nicht. Dabei hat er einen hoch drehenden Motor als Highlight.

Warum bauen die Briten eigentlich ein Cabrio – sind die nicht ganz dicht? Es regnet doch sowieso immer. Die Frage stellte die Werbeanzeige für das Rover 216 Cabrio – und die mitgelieferte Antwort spiegelt die Hoffnung, die in das neue Auto gesetzt wurde: Es zeige sich das große Herz der Briten, denn Rover wolle das Cabrio für Florida, Jamaika oder Deutschland bauen. Viel eher wollten die Briten mit dem Rover 216 aber an die erfolgreichen Zeiten anknüpfen, als die eigenen Roadster Absatzkönige waren und zu Hunderttausenden verkauft wurden. Es war ein letztes, vergebliches Aufbäumen vor der Übernahme durch BMW.

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Rover 216 kostete ab 36.950 Mark

DerRover 216 Cabrio-Mix aus stilistisch gelungener Karosserie mit der Honda-Concerto-Plattform samt 1,6-Liter passt nicht. Der Motor will gedreht werden (Nenndrehzahl 6.800/min, maximales Drehmoment bei 5.700/min), doch das auf Komfort ausgelegte Fahrwerk kann mit der sportlichen Motorcharakteristik kaum mithalten. Wenn man es dagegen niedertourig laufen lässt, geht dem Doppelnocken-Vierventiler des Rover 216 die Puste aus.

Im Innenraum glänzt der Rover 216 Cabrio mit einer heterogenen Landschaft aus Hartplastik und versprengten Nussbaumholz-Intarsien sowie auf Wunsch luxuriösem Lederfauteuil. Die serienmäßige Ausstattung umfasst Sportlenkrad und -sitze, elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung und Leichtmetallfelgen mit abschließbaren Radmuttern. Ebenso das elektrische Verdeck, das bei angezogener Handbremse ver- und entriegelt werden muss.

Mit 36.950 Mark gehörte das Rover 216 Cabrio schon 1989 zu den günstigsten offenen Viersitzern. Heute findet man für deutlich unter 2.000 Euro Exemplare – und kann mindestens einen Sommer lang sicher sein, einen nicht ganz dichten Briten zu fahren.

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