Rover 75 Tourer

It’s all Rover now

MG Rover steuert zuzeit einer ungewissen Zukunft entgegen. Umso verständlicher ist es, dass die britische Marke sich über jedes Ereignis freut, dass die Ex-BMW-Tochter in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Der neue Rover 75 Tourer ist ein solches Ereignis. Formal ganz im Stil der zwar durchaus gelungenen, aber in den Verkaufsstatistiken eher unbedeutenden Limousine, vermittelt der neue Lifestyle-Kombi seinen eigenen Charme. Etwas länger als die Limousine wirkt das Heck modisch elegant. Die Gestaltung des Innenraums wurde weitestgehend von der Limousine übernommen. Mit 400 Liter Ladevolumen (maximal 1.222 Liter) liegt der Tourer gegenüber Konkurrenzmodellen wie A 4 Avant, 3er-Touring, C-Klasse T-Modell oder V40 Kombi bei der Kapazität am unteren Ende. Dafür haben auch groß gewachsene auf der Rover-Rückbank – teilbar im Verhältnis 60:40 – ausreichend Beinfreiheit.

Bayerische Finesse in englischem Umfeld

Details im Innenraum verraten, dass BMW bei der Entwicklung noch mit von der Partie war: Versenkte, verchromte Verzurrösen im Laderaum, ausklappbare Haken für Einkaufstaschen oder ein Gepäcknetz mit verschiedenen Befestigungspunkten zeigen Liebe zum Detail. Auch ein Laderaumboden, der per Gasdruckdämpfer nach oben schwenkt und – beleuchtet – den Blick auf ein sauber sortiertes Werkzeug sowie zusätzlichen Stauraum freigibt, zeugt von bayerischer Finesse in englischem Umfeld. Hinzu kommt ein praktisches, weil separat zu öffnendes Heckklappenfenster.

Der Common-Rail-Dieselmotor stammt von BMW

Der von uns gefahrene Common-Rail-Dieselmotor ist ebenfalls von BMW entwickelt worden und wird mittlerweile zugekauft. Der Direkteinspritzer mit 85 kW (116 PS) entwickelt sein maximales Drehmoment von 260 Newtonmetern bei 2000 U/min. Vor allem mit der angebotenen Fünfgangautomatik kann diese Kombination überzeugen. Der angegebene Durchschnittsverbrauch liegt bei dieser Version mit 6,9 Litern allerdings mehr als einen Liter über der Schaltversion.

Das komfortbetonte Fahrwerk reagiert nur bei heftigen Lenkmanövern mit leichtem Übersteuern. Ansonsten wirkt es sicher, wozu auch die servounterstützte Zahnstangenlenkung beiträgt. Einstiegsmotor ist der 1,8 Liter- Vierzylinder mit 88 kW (120 PS). Hinzu kommen zwei Sechszylinder: Ein kleiner mit Zwei-Liter Hubraum und 110kW (150 PS) sowie ein 2,5-Liter-Aggregat mit 130kW (177 PS). Die Sicherheitsausstattung ist bis hin zum Kopf-Seitenairbag komplett. Allerdings ist ein elektronisches Stabilitätsprogramm (ESP) auch als Extra nicht zu bekommen.

Ab 47.429 Mark im Juli im Handel

Der Einstieg in die britische Kombi-Klasse beginnt ab Juli bei 47.429 Mark für den 75 Tourer Classic 1.8. Der vollständig ausgestattete 2,5-Liter Celeste bildet mit 65.325 Mark das obere Ende der Preisliste.

Ob diese Preisgestaltung auch vom Markt akzeptiert wird, ist vor allem bei der starken deutschen Konkurrenz in diesem Segment fraglich. Zumal eine Drei-Jahres-Garantie nur über die noch vorhandenen Händler erfolgt.

Die Engländer sind jedoch zuversichtlich, bei rund 6.000 Rover 75, die sie in Deutschland verkaufen wollen – wobei der Tourer rund 1.500 mal vom Hof rollen soll – genügend Enthusiasten und Individualisten zu finden, die trotz bescheidenen Imagewerten das Auto zu schätzen wissen.

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