Seat Leon Cupra 280 im Fahrbericht

Mehr Power als der stärkste GTI

Seat Leon Cupra 280, Frontansicht Foto: Seat 11 Bilder

Auf den ersten Blick wirkt der Seat Leon Cupra erstaunlich brav. Fazit nach dem Fahrbericht: Der Eindruck täuscht. Mit 280 PS hängt er seinen Plattformspender Golf GTI ab.

Sie hätten den leichten Weg gehen können – einfach den Motor des Golf GTI in den Seat Leon Cupra verpflanzen und außen tüchtig mit Spoilern und Zierstreifen nachwürzen. Stattdessen motzte Seat fast nur unter dem Blech auf. Neben einem GTI mit dickem Lidstrich im Scheinwerferglas wirkt der Seat Leon Cupra fast schon brav.

Seat Leon Cupra mit 50 PS mehr als GTI Performance

Aber nur bis zum Motorstart: Schon im Stand knurrt der Zweiliter-TSI vielversprechend, um beim Beschleunigen freudig loszuposaunen. Die 5,8 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 glaubt man Seat sofort angesichts der Wucht, mit der sich der Seat Leon Cupra ins Zeug legt. Mit 280 PS liegt der Sportler volle 50 PS über dem stärksten GTI. Für das Leistungsplus sorgt ein größerer Turbolader, der mit maximal 1,1 Bar bis zu 765.000 Liter Luft pro Stunde durch die Brennräume pustet.

Damit die höheren Kräfte keinen Schaden anrichten, kommen modifizierte Aluminiumkolben und steifere Pleuel zum Einsatz. So bleibt der kräftigste Serien-Seat gerade einmal 20 Anstands-PS unter dem Golf R.

Allradtraktion wird nicht vermisst

Dessen Allradtraktion wird im Seat Leon Cupra übrigens eher selten vermisst. Bei trockener Straße haben die Vorderräder spätestens im zweiten Gang alles im Griff, auch weil sie von einem mechanischen Sperrdifferenzial unterstützt werden: Per elektronisch gesteuerter Lamellenkupplung lotst es die Kraft zu dem Rad mit mehr Grip.

Was auch in engen Kurven hilft. Wo andere Fronttriebler bei Vollschub hilflos geradeaus schieben, bleibt der Seat Leon Cupra auf der Wunschlinie und verkneift sich störende Antriebseinflüsse in seiner variabel verzahnten Lenkung. Um die Mittellage gefühlvoll und unaufgeregt, wird sie mit zunehmendem Einschlag direkter. Lässiges Cruisen klappt damit ebenso gut wie dynamisches Wedeln.

Erfreulicherweise gehen die fahrdynamischen Talente nicht zu Lasten der Alltagstauglichkeit: Serienmäßige Adaptivdämpfer sorgen für ausreichend Restkomfort - und das trotz gewaltiger 19-Zoll-Räder mit flacher Serie-35-Bereifung. Auch deshalb kann sich der Preis von 32.610 Euro für den Viertürer sehen lassen. Wem 265 PS, 18-Zoll-Räder und zwei Türen reichen, der ist sogar schon ab 30.810 Euro dabei.

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