Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI, Frontansicht Achim Hartmann
Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI, Seitenansicht
Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI, Heckansicht
Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI, Motor
Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI, Cockpit 18 Bilder

Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI im Fahrbericht

Die günstige Golf-Alternative

Mit dem Rapid Spaceback bietet Skoda eine günstige Golf-Alternative an. Dabei haben die Tschechen penibel darauf geachtet, dem Konzern-Bruder nicht zu gefährlich zu werden.

Die Markenhierarchie im VW-Konzern durfte ganz offensichtlich nicht noch einmal durcheinandergewirbelt werden. Denn bei der Vorstellung des großen Skoda Superb fragten sich nicht nur die versammelten Journalisten im Hinblick auf den Passat, welches denn jetzt das hochwertigere Auto sein soll.

Skoda Rapid Spaceback mit Fabia-Vorderachse

Der Skoda Rapid Spaceback nimmt daher klar die Rolle einer günstigen Alternative zum Golf ein. Anders als seine Brüder A3, León & Co. basiert der Skoda Rapid Spaceback nicht auf dem modularen Querbaukasten von VW. Vielmehr kommt die Vorderachse aus dem kleinen Fabia zum Einsatz, während hinten die Verbundlenker-Konstruktion der schwächeren Octavia-Varianten ran darf.

Weitere Sparmaßnahmen werden im Innenraum des Skoda Rapid Spaceback sichtbar: Zwar hat man auf die Kritik zum Start der Rapid Limousine mit einem hochwertigen Lenkrad und neuen Dekor-Elementen reagiert. Die Armaturenbrett-Oberseite besteht jedoch selbst in der gefahrenen Elegance-Version noch aus Hartplastik, während Fingerspitzen in den Türverkleidungen vergeblich nach Stoffeinlagen tasten. Auch die etwas dünn gepolsterten Sitze, fehlende Fahrerassistenz-Optionen sowie die nicht mehr ganz frische Navigation Amundsen mit ihrem Mini-Bildschirm versprühen Kleinwagen-Charme.

Dabei fällt der Innenraum keineswegs klein aus. Seinem Namen alle Ehre macht der Skoda Rapid Spaceback mit dem größten Kofferraum seiner Klasse, der sich dank doppeltem Ladeboden stufenfrei erweitern lässt. Da er sich den Radstand mit der 18 Zentimeter längeren Limousine teilt, genießen Mitfahrer in Reihe zwei des Skoda Rapid Spaceback viel Kopf- und Beinfreiheit, steigen durch große Türen verrenkungsfrei ein und freuen sich über praktische Details, die wenig Geld, aber viel Gehirnschmalz kosten: Der in der Tankklappe untergebrachte Eiskratzer gehört ebenso dazu wie das Staufach für Warnwesten unter dem Fahrersitz oder die großen Ablagen in den Türen.

Skoda bedient sich aus dem VW-Regal

Bei der Antriebstechnik durfte sich Skoda hingegen voll aus dem VW-Regal bedienen. So steht dem 1,4-Liter-TSI serienmäßig das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe zur Seite, das wunderbar mit dem 122 PS starken Vierzylinder harmoniert. Je nach Fahrerwunsch lässt es den Direkteinspritzer auf seiner Drehmomentwelle surfen, um auf Gaspedalkick zwei Gänge zurückzuschalten, den vollen Turboschub auszukosten und davonzubrausen. Trotz munterer Fahrleistungen lag der Verbrauch des Skoda Rapid Spaceback mit exakt sieben L/100 km im Rahmen.

Auch sonst beherrscht der Skoda Rapid Spaceback das Sowohl-als-auch äußerst gekonnt, denn für den Spaceback hat Skoda das straffe Fahrwerk der Limousine komplett neu abgestimmt. So sprechen Federn und Dämpfer jetzt auf kurze Stöße feinfühliger an, während böse Schlaglöcher die Insassen nicht mehr über Gebühr durchschütteln. Auch der anfangs hölzerne Abrollkomfort wurde spürbar verbessert.

Skoda Rapid Spaceback zeigt sich agil

Erfreulich, dass der Fortschritt nicht zu Lasten der Agilität geht. So lenkt der nur 1.180 kg schwere Skoda Rapid Spaceback im Fahrbericht entschlossen ein, zieht neutral und unbeirrt durch Kurven. Geht sein Fahrer abrupt vom Gas, folgen sensible ESP-Eingriffe statt böser Überraschungen. Den reifen Fahreindruck komplettieren die gefühlvolle, nicht übertrieben spitz ausgelegte Lenkung, die wirkungsvolle Geräuschdämmung und standfeste Bremsen.

In den wichtigen Punkten hat Skoda also nicht gespart; bleibt zum Schluss die Frage, was Spaceback-Käufer sparen: Ein Golf 1.4 TSI Comfortline kostet mit vier Türen und DSG 24.550 Euro und damit rund 2.000 Euro mehr als ein vergleichbar ausgestatteter Rapid in Elegance-Version.

Auch der Basis-Preis für den 86 PS starken 1.2 TSI liegt mit knapp 15.000 Euro ziemlich genau 2.000 Euro unter dem nicht ganz so geräumigen, dafür deutlich hochwertigeren Golf. Damit bereichert der Skoda Rapid Spaceback das Angebot in der Kompaktklasse, ohne die Markenhierarchie durcheinanderzuwürfeln. Mission erfüllt.

Fazit

Wer sich an der einfachen Qualitätsanmutung im Innenraum und den straff gepolsterten Sitzen nicht stört, bekommt mit dem Skoda Rapid Spaceback einen geräumigen, komfortablen und agilen Kompakten mit moderner VW-Antriebstechnik. Der Preisvorteil zum Golf beträgt rund 2.000 Euro.

Technische Daten

Skoda Rapid Spaceback 1.4 TSI Elegance
Grundpreis 22.670 €
Außenmaße 4304 x 1706 x 1459 mm
Kofferraumvolumen 415 bis 1380 l
Hubraum / Motor 1390 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 90 kW / 122 PS bei 5000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 203 km/h
0-100 km/h 9,9 s
Verbrauch 5,8 l/100 km
Testverbrauch 7,0 l/100 km
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Verkehr Verkehr Skoda Fabia Combi, Rapid Spaceback, Octavia Skoda Rapid Spaceback gegen Octavia und Fabia Wirklich die goldene Mitte?

Raumangebot, Preis, Komfort: Als Spaceback will der Rapid die Lücke...

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