Smart Fortwo und Forfour im Fahrbericht

Der City-Flitzer hat ausgenickt

Fortwo Coupé 1.0, Frontansicht Foto: Smart 19 Bilder

Die dritte Generation des City-Flitzers tritt mit handgeschaltetem Fünfganggetriebe, neuer Automatik und Motoren mit 60, 71 oder 90 PS an.

Die erste Erfahrung mit dem neuen Smart kommt von oben. Bei der Vorstellung des City-Flitzers der dritten Generation in Barcelona gießt es zeitweise wie aus Kübeln, sodass sich der Fahrer eher in einer Taucherglocke als in einem Automobil wähnt. Das entsprechende Testurteil fällt eindeutig aus: Dicht ist er, und die Scheibenwischer funktionieren prächtig. Innen ist der neue Smart in der nutzbaren Breite noch einmal rund zehn Zentimeter gewachsen; Fahrer und Passagier sitzen ohne Einschränkung der Kopf- oder Beinfreiheit bequem und ergonomisch.

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Neuer Smart Fortwo und Forfour stellen sich vor 1:55 Min.

Smart mit Dreizylindermotoren

Die neue Doppelkupplungsautomatik namens twinamic wechselt ihre sechs Gänge jetzt ohne Unterbrechung der Zugkraft seidenweich und unauffällig, der Verbeugungseffekt beim Schalten ist Geschichte. Einziger Nachteil: Die twinamic-Ausführungen des Smart gibt es erst zum Frühling nächsten Jahres. Das bis dahin lieferbare, ebenfalls neue Fünfgang-Handschaltgetriebe funktioniert leicht und exakt.

An gewohnter Stelle, nämlich im Heck, arbeiten die der Euro-6-Norm genügenden Dreizylindermotoren. In Kooperation mit Renault gebaut, leistet die ab Januar kommenden Jahres lieferbare Basisversion 60 PS. Zum Verkaufsstart Ende November hat der Kunde die Wahl zwischen einer 71 PS starken Saugmotorvariante oder dem 90 PS leistenden Turbomotor. Der macht im nur rund 900 Kilogramm leichten Smart Fortwo naturgemäß mehr Spaß. Setzt der Ladedruck ein, schiebt das Motörchen kräftig an.

Handlich und sicher

Das macht Laune, selbst bei Regen. Das ESP regelt rasch und nachhaltig, die Bremsen arbeiten auch bei zügiger Bergabfahrt ohne spürbares Fading. Zum überzeugenden Eindruck, den der neue Smart hinterlässt, trägt auch die elektrische Servolenkung bei. In der Stadt spielerisch leichtgängig, ändert sie bei höherem Tempo ihre Übersetzung, was ihr einen strafferen Eindruck verleiht. Der Wendekreis von nur 6,95 Metern gibt dem hinterradgetriebenen Citymobil die erwartete Agilität auf der Straße und in Parkhäusern.

Das Smart-Fahrwerk, vorne mit McPherson-Federbeinen und hinten mit einer stabilen DeDion-Achse versehen, wurde gestrafft. Die Seitenneigung der Karosserie hält sich auch bei zügiger Kurvenfahrt im Rahmen, und auf schlechten Wegstrecken schluckt die Radaufhängung viele Stöße lobenswert gut. Nur auf kurzen harten Wellen oder Fugen wird es trotz des nun 30 Millimeter längeren Federwegs etwas polteriger.

Auf der praktischen Seite setzt Smart auf Bewährtes: Im Fortwo ist die Heckklappe weiter geteilt, womit sich auch in engsten Parklücken der zwischen 260 und 350 Liter große Gepäckraum leicht beladen lässt.

Über die neue Smart-App Cross Connect lassen sich zum Beispiel freie Parkplätze in der City an die eingeloggte Community mitteilen. Sehr erzieherisch dabei das Fahrprofil-Überwachungsprogramm Driving Score: Wer nicht umweltschonend fährt, rauscht auf dem Bildschirm des gekoppelten Smartphones plötzlich nicht mehr durch grüne Bäume, sondern durch tote Wälder voller geknickter Stämme.

Smart mit stabilen Preise

Die Preise für den Fortwo will Smart stabil halten: Er startet mit 10.895 Euro auf dem Niveau seines Vorgängers. Der stärkere Motor kostet rund 900 Euro Aufpreis, und das im nächsten Jahr lieferbare Automatik-getriebe soll es für etwa 1.000 Euro zusätzlich geben. Parallel zum zweisitzigen Fortwo präsentierte Smart jetzt auch den neuen Viersitzer namens Forfour.

Der Viertürer verfügt nun über Heckmotor und Getriebe des Zweisitzers, weist 62 Zentimeter mehr Radstand auf, wird zunächst ausschließlich mit dem 71-PS-Aggregat ausgeliefert und ist besonders für hohe Flexibilität bei der Mitnahme von Ladegut optimiert. Optional gibt es zum Beispiel die hinteren Readyspace-Sitze, die sich um 180 Grad drehen und dabei um zwölf Zentimeter absenken lassen. Mit zwei zusätzlichen Passagieren im Fond bietet der Viertürer allerdings kaum mehr Raum als ein 2+2-Sitzer. Die erste Probefahrt meisterte er im Übrigen so souverän und frei von Beanstandungen wie sein zweitüriges Schwestermodell.

Vor- und Nachteile

  • Agiler Stadtwagen mit gutem Raumangebot auf Fahrer- und Passagiersitz
  • sicheres Fahrverhalten
  • Der Viersitzer bietet im Fond nur eingeschränkt Platz
  • Turbomotor spricht gemächlich an
Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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