Spyker C8

Der Fliegender Holländer

Spyker C8 Laviolette: Das ist ein Supersportwagen aus den Niederlanden, mit extravagantem Design, 450 PS Leistung, 480 Nm Drehmoment, einer Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h und nicht minder faszinierenden Anlagen.

Die Nase mit den harmonisch integrierten Scheinwerfern streckt sich elegant in den Fahrtwind – der Spyker hat ein gelungenes Antlitz. Der Schlund in der Fronthaube untermauert unmissverständlich unverwässerte Sportwagenansprüche, mit einem vorn liegenden Wasserkühler und einem hinter den beiden Sitzen schlummernden Triebwerk. 450 PS gibt Spyker für den zwischen den Achsen angeordneten Achtzylinder an. Der ist ein alter Bekannter und verrichtet sonst brav seinen Dienst im Audi S8.

Durch die nach vorn schwingenden Türen steigt man in den luftigen Innenraum, bettet sich in äußerst angenehme, mit feinstem Leder abgesteppte Sportsitze und fühlt sich auf Anhieb perfekt platziert. Aluminium-Instrumente auf einem Aluminium-Tableau mit Sonnenschliff und Aluminium-Kippschaltern entführen den Fahrer in die 30er Jahre. Und in der lichtdurchfluteten Kanzel mit kleinen Schiebefenstern auf der Seite und großzügigem Glasdach oben wird der Fahrer zum Pilot der Straße. Den Kurs gibt man mit einem eigenwillig designten Volant vor – komplett aus Alu gefräst, mit Lederkranz.

Das tragende Element des Spyker C8 bildet ein Aluminium-Chassis aus Strangpressprofilen. Konsequenterweise besteht auch die Außenhaut aus Aluminium, und so hat es der Audi-Motor mit lediglich 1.075 kg und einem Sechsganggetriebe zu tun. Damit generiert der Spyker C8 Laviolette vehementen Vortrieb. Im Spyker entpuppt sich der 4,2 Liter große V8 als Sportmotor par excellence. Er hängt gierig am Gas und entwickelt ein leidenschaftliches Klangszenario – von tief grummelnd bis heiser schreiend.

In Sachen Agilität zeigte die erste Ausfahrt, dass die Anlagen des C8 sehr weit entwickelt sind. Auch ohne Servolenkung lässt sich der Hecktriebler leichtfüßig und exakt dirigieren. Die stehende Aluminiumpedalerie gestattet auch wenig muskulösen Wadenbeinen ein einfaches Bedienen. Druckpunkt und Verzögerung der üppig dimensionierten Bremsanlage sind bestens definiert.

Zudem verfügen die ausgelieferten Spyker C8 Laviolette über ABS und abschaltbares ASR. Sie sind penibelst verarbeitet, mit einer aufgenieteten Plakette, die den eingravierten Namen des Eigners trägt. Was sie brauchen, um eine solche Plakette nebst daran hängendem Auto zu erwerben? Mindestens 250.000 Euro.

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