Subaru Forester e-Boxer Modelljahr 2020 Subaru

Subaru Forester e-Boxer

Hybrid-Antrieb für den Japan-Förster

Subaru ergänzt den charakteristischen Boxer-Vierzylinder mit einem Elektromotor. Wir konnten erstmals mit dem neuen Antrieb fahren.

Mit etwas Verzögerung geht nun auch Subaru das Thema Elektrifizierung an. Der neue Forester, die dann fünfte Generation des japanischen Crossover-Kombi-SUV, erhält einen Hybridantrieb. Die deutschen Fans der Marke müssen sich allerdings noch etwas gedulden, der Forester e-Boxer debütiert bei uns erst 2020.

Der Name e-Boxer macht auch gleich deutlich, dass Subaru selbstverständlich am Markenkern, dem Boxermotor, festhält. Um den rundum überarbeiteten (80 Prozent Neuteile laut Subaru) Zweiliter-Vierzylinder möglichst unaufwendig zu elektrifizieren, griff man zu einem kleinen Trick und installierte den 16,7 PS leistenden Elektromotor direkt in das stufenlose Lineartronic-Getriebe.

Subaru Forester e-Boxer Hybrid

Subaru bezeichnet den neuen Antrieb als „Mildhybrid“, untertreibt damit jedoch ein bisschen. Denn im Gegensatz zu üblichen Mildhybrid-Antrieben mit Starter-Generator ist der e-Boxer auch durchaus in der Lage, kürzere Strecken rein elektrisch zurückzulegen. Die Lithium-Ionen-Batterie speichert genug Strom für bis zu 1,6 Kilometer Fahrstrecke, sie ist mit der kompletten Lade- und Steuerungselektronik als kompaktes Paket über der Hinterachse verstaut.

Subaru Forester e-Boxer Modelljahr 2020
Subaru
Bis zu 1,6 Kilometer kann der Forester e-Boxer rein elektrisch zurücklegen

Der neue Forester, der auf dem für Subaru wichtigsten Markt USA bereits 2018 vorgestellt wurde, wirkt im Vergleich zum noch aktuellen Modell nur behutsam umgestaltet, obwohl natürlich das ganze Auto neu ist. Die charakteristische Silhouette bleibt erhalten, die Dimensionen ändern sich jedoch etwas. In der Länge legt er um 1,5, in der Breite um zwei Zentimeter zu. Nicht nur äußerlich bleibt der Subaru Forester seinem Stil treu, auch der Innenraum ist – bei hoher Verarbeitungsgüte – nur moderat neugestaltet. Das Infotainment ist samt Apple- und Android-Smartphoneeinbindung auf den neuesten Stand gebracht. Ein interessantes Feature ist die neue Gesichtserkennung, die bis zu fünf verschiedene Nutzer abspeichern kann. So werden alle relevanten Einstellungen von der Sitzposition über die Lieblings-Radiosender bis zur Spiegelstellung individuell vorgenommen, sobald der jeweilige Fahrer Platz genommen hat.

Subaru Forester e-Boxer Modelljahr 2020
Subaru
Im Gelände ist der Forester nicht fehl am Platz

Andere Verbesserungen betreffen die Alltagstauglichkeit, so wurde die Heckklappenöffnung deutlich verbreitert, die Klappe selbst öffnet und schließt elektrisch deutlich schneller als beim aktuellen Modell. Auch der Einstieg in die zweite Reihe gelingt dank größerer Türöffnungen nun bequemer. Insgesamt hat das Platzangebot leicht gewonnen.

Der praktisch komplett neue und dennoch vertraute Boxermotor grummelt nun hybridtypisch nicht mehr sofort los, wenn der Forester fahrbereit ist. Aus dem Stand kann man – genügend gespeicherte Energie im Akku vorausgesetzt – erst einmal behutsam elektrisch ablegen. Bis zu 40 km/h ist die Schleichfahrt möglich, erst dann wird der Vierzylinder ruckfrei gezündet. Die elektrifizierte Fahrt ist dabei besonders in Rangier-Situationen sehr angenehm.

Der neue Subaru Forester e-Boxer im Video

Subaru Forester e-Boxer
47 Sek.

Auf der anderen Seite wirkt der E-Antrieb während der Fahrt wie ein kleiner Turbo, der dem Zweiliter-Benziner spürbaren Nachdruck verleiht. Besonders deutlich wird dies beim direkten Wechsel zwischen dem bei uns noch aktuellen Forester 4 und der neuen Generation 5: Wo der bisherige Boxer gemütlich Fahrt aufnimmt, wirkt der e-Boxer in jeder Lebenssituation, ob beim Start aus dem Stand oder beim Durchbeschleunigen während der Fahrt, spürbar druckvoller. Als Bonus ist der Hybridantrieb auch im Gelände hilfreich, wo der Forester durchaus mitreden kann und bei vielen Benutzern auch tatsächlich regelmäßig hin muss. Denn durch die Elektrounterstützung steht sofort nutzbares Drehmoment bereit, ohne erst den Verbrenner auf Touren bringen zu müssen. Das ist beim langsamen, behutsamen Übersteigen von Hindernissen ein merklicher Vorteil.

Auf der Straße gibt sich der neue Forester als echter Subaru zu erkennen. Er verhält sich sehr gutmütig und lässt sich zu keiner überraschenden Reaktion hinreißen. Selbst bei übermütigem Tempo bleibt er in Kurven spurtreu und reagiert erst bei deutlich überhöhter Geschwindigkeit mit einem sicheren Untersteuern, lässt sich zudem sehr einfach wieder abfangen. Allerdings wirkt die neue Generation etwas satter und schwerer als der motorseitig nicht ganz so agile Vorgänger.

Subaru Forester e-Boxer Modelljahr 2020
Subaru 1/15 Der neue Subaru Forester, Generation 5, kommt auch mit Hybridantrieb.
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Subaru wird es in Deutschland vorerst beim Hybrid-Forester belassen. Der in den USA im Subaru XV (welcher bei uns ebenfalls den e-Boxer bekommen wird) angebotene Plug-in-Hybridantrieb ist aktuell nicht für Europa in Sicht. Der neue Forester e-Boxer soll in Deutschland Anfang 2020 auf den Markt kommen. Genaue technische Daten und Preise werden derzeit noch nicht genannt.

Fazit

Subaru bringt mit der neuen Generation des Forester ab 2020 eine Hybridversion auf den deutschen Markt. Der Forester e-Boxer wirkt spürbar munterer als das Vorgängermodell, bietet gleichzeitig ein sehr sicheres und lange neutrales Fahrverhalten. Der Verbrauch soll im Vergleich zum bisherigen Forester mit Zweiliter-Benziner um bis zu 11 Prozent reduziert werden.

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Seit 2013 ist der aktuelle Subaru Forester auf dem Markt.

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