Subaru Forester XT

Für jeden etwas

Subaru versucht mit dem Forester den Spagat zwischen Geländewagen und Kombi. Ob der Kompromiss gelang? Im Fahrbericht der 177 PS starke Zweiliter-Turbo mit Viergangautomatik.

Ein Kombi will der Forester nicht sein. Eher eine Mischung aus Kombi und Geländewagen – viel Bodenfreiheit, aber niedrige Dachlinie. Tauglich fürs Gelände, aber besser auf der Straße, schneller und komfortabler als jeder Offroader, ökonomischer als die meist großen und schweren SUV.

Als Version 2.0 XT Turbo mit Automatik kostet der Forester 30.520 Euro. Für das Geld gibt es einen gut verarbeiteten, reichhaltig ausgestatteten Fünfsitzer mit 177 PS, der wie alle Fahrzeuge der japanischen Marke permanenten Allradantrieb vorweist. Bei der Version mit Viergangautomatik arbeitet der Allradantrieb mit einer hydraulischen Mehrscheibenkupplung. Eine Geländeuntersetzung gibt es beim Forester mit Turbomotor nicht, wohl aber ein Hinterachs-Sperrdifferenzial.

Indifferentes Fahrverhalten

ESP, also ein Stabilisierungssystem, fehlt generell. Wünschenswert ist es aber. Denn die hohe Bodenfreiheit von 19,5 Zentimetern und die langen Federwege – abseits der Straße von Vorteil – sorgen bei schneller Kurvenfahrt für Irritationen. Ob es zum Über- oder Untersteuern kommt, ist nicht immer zuverlässig abzuschätzen. Die Lenkung ist kein Garant für Präzision und daher wenig hilfreich. Auch die straffe Dämpferabstimmung bringt keine Eindeutigkeit ins Geschehen.

Mit kalten Bremsen legt der Forester ordentliche Bremswege hin – 39,4 Meter aus 100 km/h. Doch mit heißen Scheiben streckt er schnell die Waffen – starkes Fading sowie sage und schreibe 46,5 Meter bis zum Stillstand.

Der Boxer ist ein Säufer

Der zwei Liter große Boxermotor mit vier Zylindern, 16 Ventilen und zwei Nockenwellen pro Zylinderbank ist im Leerlauf kaum zu hören und arbeitet nahezu vibrationsfrei. An der Schwingungsarmut ändert sich auch bei höherer Drehzahl nichts. Das Laufgeräusch ähnelt einem leisen Schnurren. Doch Gas geben und Gas wegnehmen verursacht jeweils eine stark veränderte Tonlage. Und der Turbolader kündet mit hellem Sirren von seiner Tätigkeit.

Die Vierstufenautomatik schaltet sensibel und sorgt so für häufige Drehzahlwechsel. Als unzeitgemäß outet sich der Verbrauch – 13,0 Liter Super auf 100 Kilometer (Testverbrauch) sind für ein Zweiliter-Auto mehr als happig.

Zufrieden sein kann man hingegen mit dem Platzangebot. Auch von den Fondpassagieren kommen keine Klagen. Sämtliche Polster sind angenehm straff. Minuspunkte: Die Höheneinstellung am Fahrersitz ist für langbeinige Chauffeure nicht ausreichend. Am Lenkrad haben wir eine axiale Einstellmöglichkeit vermisst. Die größere Bodenfreiheit, vier Zentimeter mehr als üblich, und die höhere Sitzposition bewirken nur eine geringfügig bessere Übersicht. So ähnelt das Fahrgefühl denn auch mehr einem Kombi als einem Geländewagen oder SUV.

Technische Daten
Subaru Forester 2.0 XT Turbo Comfort Navigation
Grundpreis 31.100 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4450 x 1735 x 1595 mm
KofferraumvolumenVDA 387 bis 1629 l
Hubraum / Motor 1994 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 130 kW / 177 PS bei 5600 U/min
Höchstgeschwindigkeit 195 km/h
Verbrauch 9,8 l/100 km
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