Kia Picanto (2017) im Fahrbericht, Test Kia
Kia Picanto (2017) im Fahrbericht, Test
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Kia Picanto (2017) im Fahrbericht, Test 21 Bilder

Kia Picanto 2017 im ersten Fahrbericht

10 Punkte, die uns am Kleinwagen aufgefallen sind

In der Stadt fühlt er sich zuhause, besonders auf engen Sträßchen: Der Kia Picanto ist ein klassischer Cityflitzer! Wir haben ausprobiert, wie die neueste Generation des Kleinwagens in der Praxis fährt. Dabei sind uns zehn Punkte aufgefallen.

1. Der Motor

Klein, aber fein Das bezieht sich nicht nur auf seine 3,60 Meter Gesamtlänge, sondern könnte auch glatt als Motorenempfehlung durchgehen. Denn der 1.0-Liter-Sauger mit drei Zylindern und 67 PS reicht als Triebwerk völlig aus, um mit dem 1.028 Kilo leichten Picanto durch Städte zu flitzen.

Der Motor arbeitet ruhig, beschleunigt den Kleinwagen vor allem bei Geschwindigkeiten bis 80 km/h zügig genug. Wer 400 Euro übrig hat, könnte diese in einen zusätzlichen Zylinder investieren, der 17 PS mehr liefert, aber auch 4,6 statt 4,4 Liter auf 100 Kilometer verbraucht und 106 statt 101 Gramm CO2 pro Kilometer ausstößt. Geschmackssache, wirklich nötig ist das nicht.

2. Die Lenkung

Sehr direkt und agiler als beim Vorgänger! Plus: eine für das Kleinwagensegment recht ordentliche Rückmeldung! Außerdem trägt sie unter anderem zu einem kleinen Wendekreis von nur 9,4 Metern bei. Nur der Smart Forfour ist mit 8,95 Metern noch wendiger.

3. Das Fahrwerk

Auch beim Fahrwerk hat sich in der dritten Picanto-Generation Einiges getan. Der Knirps fühlt sich stabiler und solider an. Der Picanto wankt nicht mehr unsportlich um die Ecke, sondern liegt knackig auf der Straße und fährt sich deutlich quirliger als früher.

4. Das Getriebe

Gut, Schaltrekorde wird man mit dem manuellen Fünfganggetriebe im Picanto nicht aufstellen können, da die Schaltwege recht lang sind, aber sie erfüllen ihren Zweck. Während sich jedoch manch andere Cityflitzer bereits ab 50 locker im 5. Gang cruisen lassen, wird der Picanto in dieser Situation schon sehr drönig und fleht fast danach, herunterzuschalten.

Wegen der Umgänglichkeit des Getriebes, machst du das aber gerne. Kein Zicken, kein Haken, keine Verschalter und auch der Rückwärtsgang rastet nach rechts unten easy ein. Für 800 Euro Aufpreis gibt's für den 1.2-Liter-Motor die Vierstufen-Automatik. Der Anteil derjenigen, die sich für so eine im Kleinwagensegment recht exotische Getriebeartentscheiden, liegt aber bei gerade einmal acht Prozent.

5. Der Innenraum

Drinnen ist tatsächlich ein bisschen Platz - auch für durchschnittlich große Personen! Die haben sowohl im Cockpit als auch im Fond genügend Beinfreiheit, um bequem zu sitzen.

Kia Picanto (2017) im Fahrbericht, Test
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Viel Platz für Fahrer und Beifahrer. Im Fond wird es etwas enger.

Zumindest zwei von ihnen. Wie drei davon auf der Rückbank des „Fünfsitzers" Platz nehmen sollen, bleibt rätselhaft, obwohl es die Kopfstütze in der Mitte suggeriert. Selbst für Elfen und Zwerge wird das eng. Wenn es um die Dachhimmelnähe geht, sind aber auch große Mitreisende von so viel Kopfraum angetan.

6. Der Schminktisch

Ein Schminktisch passte leider nicht rein. Weil aber etwa 60 Prozent der Picanto-Käufer weiblich sind, gibt's fürs Nachpudern nun einen dreifach beleuchteten Theaterspiegel in den höheren Ausstattungslinien. Der könnte zwar noch etwas heller beleuchtet sein, liefert aber schon mal einen wesentlich besseren Überblick über Lidstrich, Teint und Co.

7. Die Spielereien

Der Kia Picanto bietet noch weitere Accessoires, die nicht selbstverständlich in einem Kleinwagen sind, und beide Geschlechter interessieren dürften: So gibt's in der Ausstattungsvariante "Attract" für 9.990 Euro einen Lichtsensor, ein Radio mit MP3-Funktion und eine verstellbare Mittelarmlehne mitsamt Stauraum. Oder besser gesagt: ein Mittelarmlehnchen mitsamt Stauräumchen.

Komfortabler als bekannte Pendants aus ICE-Bestuhlungen ist sie allemal, aber beim Unterbringen einer 0,2-Liter-Wasserflasche stößt das Räumchen schon an seine Grenzchen.

8. Der Luxus

Wer etwas tiefer in den Geldbeutel greift, dem schnürt Kia schicke Sonderausstattungspakete, beispielsweise inklusive Navigationssystem mit 7-Zoll-Display und Touchscreen, Rückfahrkamera und induktiver Ladestation für Smartphones (990 Euro).

Gerade die Rückfahrkamera erleichtert das Leben im täglichen innerstädtischen Parkwahnsinn, weil die recht kompakte Heckscheibe sowie die wuchtigen A- und B-Säulen im Kia Picanto nicht gerade eine bombastische Übersicht garantieren.

9. Das Pack-Vermögen

Bislang größter Nörgel-Aspekt: der Kofferraum.

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Größer als beim Up: Der Kofferraum im Kia Picanto fasst 255 Liter.

Mit 255 Litern und Sitzen in Normalposition liefert der neue Kia Picanto nun aber ganze 50 Liter mehr im Vergleich zum Vorgänger und vier Literchen mehr als sein Hauptkonkurrent, der VW Up.

Ein praktischer Zwischenboden punktet zudem in Sachen Variabilität und eignet sich hervorragend zum Verstauen von kleinem Krimskrams oder auch der herausnehmbaren Kofferraumabdeckung.

Die Rückbanklehne klappt im Verhältnis von ein Drittel zu zwei Drittel und gibt dann 1.010 Liter Stauraum bei einigermaßen ebener Ladefläche frei.

10. Der Sport

Für einen happigen Aufpreis von 5.000 Euro beugt sich der neueste Picanto dem Fitnesstrend. Die sportliche GT-Line setzt auf dicke Seitenschweller, Heckdiffusor, Doppelrohrauspuff, rote Zierleisten, 16-Zoll-Felgen und drinnen volle Hütte inklusive Ledersitze und Lederlenkrad.

Fazit

Wer oft kurze Strecken zurücklegt, den Komfort neuer Autos schätzt und sich angesichts der Raumknappheit in Städten über ein wendiges Autochen freut, der trifft mit dem Kia Picanto eine gute Wahl. Das Design ist modern, Fahrwerk, Getriebe und Motor arbeiten unauffällig und sorgen für angenehmes Fahrverhalten. Der Preis stimmt und sieben Jahre Garantie gibt’s noch oben drauf.

Übrigens: Zum Marktstart des neuen Picanto im April 2017 bringt Kia das Sondermodell Dream-Team an den Start, das ab 12.690 Euro auf ähnlichem Ausstattungsniveau liegt wie die 1.200 Euro teurere Spirit-Ausstattung.

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