Toyota Aygo 1.0 im Fahrbericht

Stadtauto mit X-Faktor

asv 2014, Toyota Aygo, Fahrbericht Foto: Dino Eisele 15 Bilder

Der neue Toyota Aygo wartet mit sieben Ausstattungsvarianten, aber nur einer Motorisierung auf. Kann er sich damit gegen die Konkurrenz behaupten? Wir sind ihn gefahren.

Inzwischen hat es sich herumgesprochen: Toyota Aygo, Citroën C1 und Peugeot 108 teilen sich eine Plattform. Abmessungen und Raumangebot sind bei allen identisch. Was spricht also trotz vieler Gemeinsamkeiten für den Aygo? Am offensichtlichsten: das Design. Ob es gefällt oder nicht, liegt selbstverständlich im Auge des Betrachters, doch es hebt sich erkennbar von den beiden französischen Kleinstwagen ab. Das markante X auf der Front dominiert die Karosserie und kommt besonders bei hellen Lackierungen deutlich zur Geltung. Außerdem gibt es dem kleinen Toyota den Namen Aygo x.

Toyota Aygo, Genfer Autosalon, Messe, 2014, Genfer Autosalon, Messe, 2014
Toyota Aygo in Genf 2014 1:20 Min.

Toyota Aygo x kostet ab 9.950 Euro

Aygo x stellt gleichzeitig die Basisversion für 9.950 Euro dar, für den Fünftürer werden 350 Euro mehr fällig. Im Gegensatz zu seinen Schwestermodellen ist der Toyota Aygo nur mit einer Motorvariante erhältlich. Der Dreizylinder-Benziner mit einem Liter Hubraum leistet 69 PS und entwickelt ein Drehmoment von 95 Newtonmetern. Wahlweise kann er mit Schalt- oder Automatikgetriebe kombiniert werden. Hinter der Bezeichnung Aygo Eco verbirgt sich die gleiche Motorisierung mit zusätzlicher Start-Stopp-Automatik. Diese ist aber nur im Eco-Paket für 950 Euro erhältlich. Mit dabei sind 14-Zoll-Stahlfelgen sowie das Multimediasystem x-touch samt Rückfahrkamera. Insgesamt gibt es sieben Ausstattungsvarianten. Die teuerste, x-wave, enthält das elektrische Faltdach, 15-Zoll-Leichtmetallfelgen, Nebelscheinwerfer, Teilledersitze sowie Umrandungen von Lüftungsdüsen und Schaltkonsole. Kostenpunkt: 14.250 Euro.

Dass der 82 PS starke 1,2-Liter-Motor nicht im Toyota Aygo angeboten wird, stört im Alltag kaum. Der kleinere Dreizylinder läuft sogar etwas ausgewogener als die stärkeren Motoren in C1 und 108. In höheren Drehzahlregionen und bei höherem Tempo steigt der Geräuschpegel jedoch beträchtlich, was Überland- und Autobahnfahrten ermüdend macht. Auch die unbequemen Sitze laden nicht zu längerem Verweilen ein. Sie bieten zwar angemessenen Seitenhalt, unterstützen den Rücken aber kaum. Wer längere Zeit hinter dem Steuer verbringt, stört sich zudem an der aufrechten Sitzposition. Aufgrund der Nähe zu den Pedalen liegen die Oberschenkel nie auf dem Sitz auf, das starke Anwinkeln der Beine erinnert an die Sitzposition im Flugzeug.

Schlecht entspiegelte Instrumente

In der Summe teilt sich der Toyota Aygo also nicht nur die Plattform mit den kleinen Franzosen, sondern auch die Schwächen. Bei Nacht spiegelt sich beispielsweise der Drehzahlmesser in der Seitenscheibe. Bei Sonneneinfall sind die schlecht entspiegelten Instrumente nur schwer ablesbar und das Armaturenbrett reflektiert in der Windschutzscheibe. Außerdem schafft es die Lüftung auch bei moderaten Temperaturen nicht, das Cockpit effektiv zu kühlen – immerhin ist eine manuell regelbare Klimaanlage im x-play serienmäßig. Das Infotainment-System mit Touchscreen fällt hingegen positiv auf: Die Bedienung ist übersichtlich, die Handy-Anbindung gelingt unkompliziert.

Fazit

Wie seine Schwestermodelle funktioniert der Toyota Aygo als reines Stadtauto gut. Bei längeren Fahrten zeigt er jedoch Schwächen.

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Technische Daten
Toyota Aygo 1.0i x
Grundpreis 10.300 €
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 3455 x 1615 x 1460 mm
KofferraumvolumenVDA 168 bis 812 l
Hubraum / Motor 998 cm³ / 3-Zylinder
Leistung 51 kW / 69 PS bei 6000 U/min
Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
Verbrauch 3,8 l/100 km
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