Toyota Corolla 1.4

Noch bevor VW und Opel die Neuauflagen von Golf und Astra präsentieren, kommt Toyotas neuer Beitrag zur Kompaktklasse: der Corolla, den Japans größter Autohersteller ganz auf den europäischen Geschmack getrimmt haben will.

Toyota nimmt Abschied vom Weltauto. Der Corolla, der jetzt in neuer Form antritt, soll die Menschheit der verschiedenen Sphären auf höchst individuelle Art beglücken. Keine Einheitsausführung mehr für Asien, Europa und Amerika, sondern jeweils speziell zugeschnittene Versionen eines Modells, in dem der Hersteller das meistgebaute Auto der Welt sieht, obwohl der Corolla der Neuzeit noch nicht einmal die technische Konzeption mit den Urtypen gemein hat. Den Euro-Touch bezieht der für die hiesigen Märkte vorgesehene neue Corolla vor allem aus seinem Design. Weg vom langweiligen Einheitsbrei, hieß die Devise, hin zu Formen, die Emotionen wekken.

Mehr als eine Prise stilistischer Extravaganz war allerdings nicht erlaubt – schließlich soll der Corolla nicht polarisieren, sondern ein Auto bleiben, das die Massen anspricht und das an den Erfolg seiner in einer Auflage von über 23 Millionen produzierten Vorgänger anzuknüpfen vermag. Wirklich neu ist nichts am Design des Corolla – weder die an den Fiat Bravo erinnernden Heckleuchten noch der gelochte Kühlergrill im Stil des Mercedes-SLK oder das Rundaugen-Gesicht, das entfernt an den Neon von Chrysler erinnert. Als Anpassung an europäische Gepflogenheiten ist das neue Angebot verschiedener Ausstattungslinien gedacht, die der Basisausführung einige Accessoires voraushaben, von denen in erster Linie das hö- henverstellbare Lenkrad und die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung erwähnenswert sind. Die Linea Luna (Mond-Linie) mit Velourspolsterung in frechen Farben und einem verchromten Kühlergrill setzt sich vor allem optisch von der mehr bodenständigen Linea Terra (Erd-Linie) ab.

Deren Heckemblem, ein kleiner Globus, unterstreicht die Intention des Corolla dadurch, daß Europa in den Mittelpunkt der Darstellung gerückt wurde. Um den unterschiedlichsten Käuferkreisen gerecht zu werden, bietet Toyota den Corolla vom Start weg in vier verschiedenen Karosserievarianten an. Zwei Viertürer, der eine mit großer Heckklappe, der andere mit konventionellem Stufenheck, dazu ein viertüriger Kombi und schließlich eine zweitürige Compact-Version mit Steilheck und großer Klappe ergeben ein komplettes Modellangebot. Eine sportlich angehauchte Variante mit Namen G6, die ein Sechsganggetriebe besitzt, gibt es ausschließlich in dieser Karosserievariante. Überraschungen bietet die neue Corolla-Karosserie nicht, vor allem nicht hinsichtlich der Raumökonomie.

Obwohl der Radstand mit 2,46 Metern fast exakt dem des gegenwärtigen VW Golf entspricht, läßt der Beinraum im Fond zu wünschen übrig, wenn es sich vorn ein großgewachsener Passagier bequem gemacht hat. Die Gestaltung des Interieurs orientiert sich am braven japanischen Durchschnitt, wobei die Designer bemüht waren, dem Erscheinungsbild der Plastiklandschaft mit einem in zwei Farben gehaltenen Armaturenbrett eine zurückhaltende Freundlichkeit zu verleihen. Die Instrumente präsentieren sich übersichtlich, die Bedienungshebel orientieren sich am gängigen Schema. Die Detailverarbeitung zeigt jenes routinierte Niveau, das für japanische Autos als typisch gilt. In der hier gezeigten Linea Luna-Ausführung bietet der Corolla kräftig konturierte Sportsitze.

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