Toyota Yaris 1.33 Dual VVT-i

Frischer Kleinwagen

Toyota Yaris, 0209 Foto: Hersteller 10 Bilder

Der überarbeitete Toyota Yaris soll dank neu entwickeltem Motor mit Start-Stopp-Automatik mit Kraftstoff geizen. Doch die Japaner haben leider auch an der Verarbeitung  gespart. Fahrbericht  des 101 PS starken Kleinwagens.

Stolze 101 PS, an ein Sechsganggetriebe gekoppelt, verpackt in einem rund 1,1 Tonnen schweren Kleinwagen - das hört sich nach einer guten Portion Fahrspaß an. Doch der neue, 1,33 Liter große Vierzylinder des frisch überarbeiteten Toyota Yaris soll in erster Linie mit Kraftstoff knausern. Entscheidend dabei ist die Start-Stopp-Automatik, die zunächst ausschließlich an das neue, in Großbritannien gefertigte Triebwerk gekoppelt ist.

Start-Stopp serienmäßig

Wie in den meisten Fahrzeugen, die mit dieser Technik ausgestattet sind, muss sich auch der Yaris-Fahrer zunächst daran gewöhnen, beim Halten an der Ampel in den Leerlauf zu schalten und den Fuß von der Kupplung zu nehmen. Erst dann stellt der Vollaluminium-Motor die Arbeit ein - aber auch nicht immer. Da die Japaner lediglich eine konventionelle Batterie einsetzen, kommt es auf die eingeschalteten elektrischen Verbraucher an, ob der Antrieb tatsächlich stoppt oder nicht.

Bei der ersten Fahrt im winterlichen Köln lief der Motor bei den zahlreichen Ampelstopps meist weiter. Bei den darauf folgenden Sprints machen sich die 101 PS und das maximale Drehmoment von 132 Newtonmeter nur bedingt bemerkbar, da der kleine Vierzylinder naturgemäß gedreht werden will.

Weniger Emissionen, mehr Leistung

Das volle Drehmoment steht bei 3.800 Umdrehungen an, das serienmäßige Sechsganggetriebe lässt sich exakt schalten. Ob sich der Yaris bei solcher Fahrweise tatsächlich mit dem vom Hersteller versprochenen  Durchschnittsverbrauch von 5,1 Litern begnügt, muss ein späterer Test klären. Dabei soll der Yaris in dieser Konfiguration nur 120 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren - immerhin zwölf Gramm weniger als der alte 1,3 Liter Motor, der überdies nur 87 PS leistete.

Schlechte Verarbeitung

Damit wollen die Japaner ihrem Anspruch als Technologierführer bei effizienten Automobilen unterstreichen. Das Image des Qualitäts-Königs droht Toyota dagegen zu verspielen. Der Testwagen in der noblen Executive-Ausstattung, der einen stolzen Gegenwert von 17.450 Euro repräsentiert, erschreckte mit schlecht verarbeiteten und billig wirkenden Kunststoffen. Leider handelte es sich nicht um ein Vorserien-Fahrzeug.

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