Volvo V40 Cross Country im Fahrbericht

Ein wenig Offroader

Volvo V40 Cross Country, Frontansicht Foto: Wolfgang Groeger-Meier 20 Bilder

Volvo strickt derzeit eifrig an einem kompakten SUV, der erst 2015 auf den Markt kommt. Bis dahin muss der V40 Cross Country Kunden mit dem Wunsch nach einer hohen Sitzposition bei Laune halten.

Es ist so offensichtlich, da braucht es nicht mal einen Zaunpfahl zum Winken: Volvo ist eine SUV-Marke. Der XC 60 führt die Absatzstatistik der Schweden an, und selbst der – sagen wir mal bewährte – XC 90 verkauft sich noch prima. Logisch also, dass nun der Volvo V40 Cross Country im Kompakt-SUV-Segment Erfolge feiern will – zumindest so lange, bis der XC 40 fertig ist. Dass der gegenüber der Basis um vier Zentimeter höhere Cross Country nur im Topmodell T5 Allradantrieb bekommt, sollte dem Verkaufserfolg kaum im Weg stehen. Beim XC 60 beispielsweise wählen 40 Prozent der Kunden den Fronttriebler.

Volvo V40 Cross Country geht auf Nummer sicher

Dennoch: Vier angetriebene Räder bieten durchaus Vorteile, vor allem wenn unter der Haube drehmomentstarke Turbomotoren arbeiten – wie das beim Volvo V40 Cross Country immer der Fall ist. Abgesehen davon funktioniert das nach dem Haldex-Prinzip aufgebaute System effektiv. Durch die variable Kraftverteilung, die auch beim Anfahren vorsorglich bis zu 65 Prozent des Antriebsmoments an die Hinterachse schickt, schiebt der  kernige, 254 PS starke Fünfzylinder-Benziner den Volvo V40 Cross Country immer mit bester Traktion voran. Das 2,5-Liter-Triebwerk ist ein echter Kumpeltyp, wuchtet knurrend bei 1.800 Umdrehungen sein maximales Drehmoment von 360 Newtonmeter auf die Kurbelwelle, zeigt andererseits wenig Lust auf hohe Drehzahlen. Macht nichts, denn die wenig sportliche Wandlerautomatik sorgt durch frühes Hochschalten dafür, dass der Benziner vorwiegend seine Durchzugskraft zur Schau stellen kann.

Wer sich nun allerdings dazu berufen fühlt, ein wenig mit Schlupf zu spielen, kann zwar die Traktionskontrolle im Volvo V40 Cross Country deaktivieren, nicht jedoch das Stabilitätsprogramm – da bleibt Volvo auf der sicheren Seite. Das gilt natürlich auch für die Sicherheitsausstattung, die der des V40 entspricht. Das bedeutet im Einzelnen: Fußgängerairbag, Notbremsassistent, Toter-Winkel-, Übermüdungs- und Verkehrszeichenerkennung, Abstandsregeltempomat und Querverkehr-Erkennung beim rückwärts Ausparken – natürlich größtenteils aufpreispflichtig.

Cross Country mit hohem Aufpreis

Ebenso blieb dem Volvo V40 Cross Country die prinzipiell dynamische Auslegung des Fahrwerks. Trotz der um 1,2 Zentimeter größeren Bodenfreiheit halten sich selbst in schnell gefahrenen Kurven Karosseriebewegungen in Grenzen. Aber auch hier gilt: bloß keine Experimente. Das Eigenlenkverhalten erweist sich als markentypisch untersteuernd, wenngleich nur sacht. Die Kehrseite der Agilität offenbart sich beim Federungskomfort – ohnehin keine Stärke des V40. Beim Volvo V40 Cross Country kommt noch die für diese Fahrzeuggattung typische Staksigkeit auf welligen Fahrbahnen hinzu.

Und was bietet die neue Variante Volvo V40 Cross Country über das Fahrwerk hinaus? Abgesehen von etwas kräftigeren Schürzen und Schwellern sowie einer Dachreling nicht besonders viel – und das wiederum erscheint doch etwas wenig für den Aufpreis von 1.800 Euro (2.800 Euro beim T5). Doch höhere Preise und eingeschränkter Federungskomfort konnten bisher weder bei Volvo noch sonstwo den Siegeszug der SUV aufhalten.

Dieser Artikel stammt aus diesem Heft
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