Volvo V40, Seitenansicht Hans-Dieter Seufert
Volvo V40, Frontansicht
Volvo V40, Heckansicht
Volvo V40, Frontansicht
Volvo V40, Heckansicht 34 Bilder

Volvo V40 D4 im Fahrbericht

Schlicht, schön und mustergültig sicher

Der Volvo V40 rollt mit mutigem Heck, durchdachtem Innenraum, klugen Details und viel Sicherheit  ab Sommer auf die Straßen – und schon jetzt zum Fahrbericht.

Wenn der Bauch beim Anblick der geschwungenen C-Säulen kribbelt, die Gedanken um die schmale Heckklappe kreisen und der Kopf vehement durchfunkt, dass der Volvo V40 ja weder Kombi noch Limousine ist – dann schwärmen Sie für den neuen Volvo. Für ein Auto, das es durchaus verdient hat. Denn es ist mehr als eine mutig gestylte Verpackung mit kompakten Maßen, mehr als ein weiterer Gegner von Audi A3 & Co.

Auf 4,37 Meter Länge hat Volvo geschafft, was der Konkurrenz in letzter Zeit selten gelingt: die Karosserie schön schlicht zu halten, auf Sicherheit zu achten und dabei die Liebe zu Details nicht zu vernachlässigen. Ersteres ist optisch am Heck und an den sanften Blechsicken oberhalb der hinteren Türgriffe zu erkennen, die an den seligen 1800 ES erinnern. Und noch etwas hat der Volvo V40 mit früheren Modellen gemein: Er ist nicht unnötig aufgeblasen. Mit 1,45 Meter Höhe baut er sogar flacher als mancher Kleinwagen, zum Beispiel der Peugeot 208.

Volvo V40
1:03 Min.

Helles und durchdachtes Interieur im Volvo V40 D4

Ob es innen zwickt? Keineswegs. Hinter den vier ausreichend großen Türen des Volvo V40 D4 wartet ein helles, ergonomisch durchdachtes Interieur, das vier Erwachsenen ein gutes Raumgefühl beschert. Ein optionales XL-Panoramadach garantiert maximale Lichtdurchflutung. Die vorderen Sitze sind bequem, Arm-, Bein- und Kopffreiheit sind bis zu einer Körpergröße von 1,95 Meter reichlich vorhanden. Da die Rückbank eines kompakten Modells nur in der Theorie breit genug ist für drei Erwachsene, formt Volvo die beiden äußeren Plätze großzügig aus und belässt den mittleren als Notplatz. Kluge Entscheidung, denn zwei zufriedene Mitfahrer sind besser als drei nörgelnde.

Zusammen schauen im Volvo V40 alle Insassen auf ein Armaturenbrett, das angenehm schlicht und zurückhaltend gestaltet ist. Im zentralen Bildschirm lassen sich Radiosender, Klimasteuerung und die Karte des aufpreispflichtigen Navigationssystems anzeigen, das ohne Fernbedienung steuerbar ist. Lob gibt es auch für die bereits aus anderen Modellen bekannte, frei schwebende Mittelkonsole, die die erste Reihe nicht übermäßig zubaut und so auch freundliche Abschiedsküsschen im Auto zulässt.

Vorausgesetzt der Fahrer kann die Augen vom Cockpit lassen – auch hier demonstriert Volvo nämlich reichlich Liebe zum Detail. Statt klassischer Uhren informiert im Volvo V40 D4 ein großes digitales Rundinstrument über Drehzahl und Geschwindigkeit. Der Clou: Mit der Wahl zwischen sportlicher, eleganter oder ökonomischer Ansicht ändern sich Inhalt und Farbe der Anzeige. Eine nette Option für faire 590 Euro Aufpreis. Gleiches gilt für die temperaturgesteuerte Innenraumbeleuchtung: Kühlt die Klimaanlage, strahlt die Ambientebeleuchtung hell und kalt; bei aktiver Heizung glimmt sie in warmen Farbtönen.

Volvo V40 mit mustergültiger Sicherheitsausstattung

Etwas weniger überrascht die mustergültige Sicherheitsausstattung des Volvo V40: Er besitzt unter anderem serienmäßig einen Knieairbag für den Fahrer, einen Airbag unter der Motorhaube, ein flackerndes Stopplicht bei einer Notbremsung und ein Auffahrwarnsystem. Optional lässt sich ein Spurhalteassistent ordern, der bei unbeabsichtigtem Verlassen des Fahrstreifens selbstständig gegenlenkt und das Lenkrad vibrieren lässt, sowie ein Toter-Winkel-Warner, der nun endlich mit Radarsensoren andere Fahrzeuge bis zu 70 Meter hinter dem Heck aufspürt. Desweiteren gibt es als Extras einen Abstandsregeltempomat, eine Verkehrszeichenerkennung, eine aktive Einparkhilfe und die Überwachung des Querverkehrs beim Rückwärtsausparken. Damit wird der Volvo V40 zu einem der sichersten Autos seiner Klasse.

Flott machen ihn zwei Benzin- und drei Dieselmotoren. Wir sind den größten Selbstzünder Volvo V40 D4 gefahren, ein quer eingebauter Fünfzylinder, der angenehm säuselt und dank 177 PS und 400 Newtonmetern satt beschleunigt. Optional werden seine serienmäßigen sechs Gänge automatisch gewechselt, was den Null-Hundert-Sprint laut Volvo leicht verbessern, den Verbrauch aber etwas erhöhen soll.

Volvo V40 D4 teilweise zu sportlich

Auf der ersten Ausfahrt hält sich der Motor auch unter Last akustisch angenehm zurück, zieht jederzeit kräftig durch und gibt einem immer das Gefühl, genügend Reserven zu haben. Die Automatik schaltet im Volvo V40 D4 sanft, die Bremskraft lässt sich gut dosieren.

In Sachen Fahrwerksabstimmung gibt sich der Volvo V40 D4 teilweise etwas zu sportlich. Zwar liegt er sauber und satt, bleibt in Kurven lange neutral und lässt sich auch von Seitenwind nicht erschrecken. Doch bei kleinen Unebenheiten wie Kanaldeckeln poltert er bei geringem Tempo unangenehm. Die montierten 18-Zöller des Volvo V40 D4 verstärken diese Schwäche noch. Die anfängliche Schwärmerei stört das aber nicht. Ob mehr daraus wird, wissen wir nach dem ersten Test.

Technische Daten

Volvo V40 D4 Kinetic
Grundpreis 28.980 €
Außenmaße 4369 x 1783 x 1420 mm
Kofferraumvolumen 335 bis 1032 l
Hubraum / Motor 1984 cm³ / 5-Zylinder
Leistung 130 kW / 177 PS bei 3500 U/min
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Verbrauch 4,3 l/100 km
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