VW Käfer Cabrio und Golf I Cabrio Fahrbericht

VW-Klassiker trifft Generation Golf

VW Käfer, VW Golf I, Frontansicht Foto: Hardy Mutschler 12 Bilder

Nie hat ein Generationenwechsel so viele Emotionen geweckt wie bei Volkswagen Käfer Cabrio und seinem Nachfolger Golf Cabrio. Als 1979 das Erdbeerkörbchen erschien, lehnen es die Käfer-Fans ab.

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Was war 1974 alles in der Bundesrepublik los? Die Auswirkungen der Energiekrise steckten den Autofahrern in den Knochen, und VW wollte die Ikone namens "Käfer" in Rente schicken und durch den modernen Golf ersetzen. Statt des über Jahrzehnte vertrauten Dauerläufers sollte jetzt ein kühl kalkulierter Kompaktwagen mit vorn eingebautem Motor und Vorderradantrieb das Volk beweglich halten.

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Fahrbericht VW Käfer Cabriolet und VW Golf I Cabriolet
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Käfer-Fans wollten keinen kantigen Fronttriebler

Volkswagen mobilisierte seine Händler, die wertvollen Käfer-Kunden zum Beispiel mit verlockenden Testfahrtangeboten bei der VW-Stange zu halten. Aber nirgends kochte die Seele so wie bei den Käfer-Cabriolet-Fahrern. Sie hingen an ihrem knuddeligen Gefährt, das in den 70er-Jahren bereits als Neuwagen das Gefühl von Nostalgie weckte.

Noch dazu sollte es vom VW Golf ursprünglich gar keine offene Version geben. VW behielt den offenen Käfer weiter in seinem Programm. "Die anhaltend starke Nachfrage bestätigt, dass dieses klassische Viersitzer-Cabriolet auf dem Weltmarkt seine ganz besondere, eigenständige Rolle spielt", schrieb der VW-Chronist Lothar Boschen. Erst Anfang Januar 1980 baute Karmann in Osnabrück den Letzten von insgesamt 330.281 VW Käfer Cabriolets.

 Bügel macht das Golf Cabrio zum Erdbeerkörbchen

Dessen Charakter konnte das VW Golf Cabrio mangels Lebenserfahrung und kühl-modernem Konzept gar nicht haben. Dazu sorgte sein Erscheinungsbild mit dem Überrollbügel, eine Neuerung bei Cabriolets, für Ablehnung und leisen Spott als "Erdbeerkörbchen".

Bei genauerem Hinsehen störten die Frischluft-Traditionalisten die nicht vollständig versenkbaren hinteren Seitenscheiben sowie die des zurückgeklappten Stoffdachs. Während dieser Malus des VW Golf Cabrios ab 1981 beseitigt wurde, störten weiterhin der Körbchenhenkel und der Seitenfensterkragen die Puristen.

Preis/Leistung hier, Kult- und Niedlichkeitsfaktor dort

Mittlerweile hat das VW Golf Cabrio als selbstbewusster Youngtimer seine Fans. Allerdings sorgt auch am Motor Klassik-Stammtisch der Glaubenskrieg zwischen dem Käfer- und dem Golf-Lager immer wieder für heftige Wortwechsel. Am kompakten Funktionsnachfolger, der mittlerweile ja einer ganzen Generation seinen Namen stiftete, missfallen das Konzept mit Vorderradantrieb und Reihenvierzylinder sowie die schlichte Giugiaro-Linie.

Der VW Käfer hat als Ikone des Wirtschaftswunders und der Massenmotorisierung einen einmaligen Status, den kein anderer Klassiker erreichen kann. Dazu kommt sein Charakter mit dem luftgekühlten Boxer-Motor im Heck. Letztlich ist es bei jedem Fan eine Altersfrage, für welchen VW das Herz schlägt. Wenn es um den Kauf geht, entscheidet natürlich auch der Preis. Da ist das VW Golf Cabriolet, für den die stärkeren Motoren sprechen, weiterhin volksnäher als alle Versionen des VW Käfer Cabrios.

Technische Daten
VW Käfer 1303 Cabriolet VW Golf Cabrio 1.8
AußenmaßeLänge x Breite x Höhe 4080 x 1685 x 1500 mm 3890 x 1640 x 1410 mm
KofferraumvolumenVDA 220 l
Höchstgeschwindigkeit 135 km/h 172 km/h
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