Wendland-Porsche Boxster S im Fahrbericht

Emotionaler Boxster mit Punch

Wendland-Porsche Boxster S, Frontansicht Foto: Rossen Gargolov 12 Bilder

Mit manuellem Schaltgetriebe, noch kernigerem Boxerklang und einer moderaten Leistungssteigerung lädt der Wendland-Porsche Boxster S zum Landstraßenausflug ein.

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Manchmal sind es die einfachen Dinge, die für Begeisterung sorgen. Im Porsche Boxster S von Wendland-Motorentechnik ist es unter anderem das mittels schlichten Schaltknaufs betätigte Sechsgang-Handschaltgetriebe. Warum dieses serienmäßige Ausstattungsdetail zu Jubelstürmen bei uns führt?

Selbst Betteln und Flehen helfen heute bei der Porsche-Presseabteilung nicht mehr, um einen Testwagen mit manuellem Schaltgetriebe zu bekommen. Der Grund ist klar: Mit optionalem Doppelkupplungsgetriebe soll ein Porsche Boxster S bis zu drei Zehntelsekunden schneller beschleunigen und außerdem auf 100 Kilometern 0,8 Liter weniger Sprit schlucken.

Wendland-Porsche Boxster S 1:10 Min.

Wendland-Porsche Boxster S: Mit Handschaltung ein Genuß

Der schleichende Tod des Handschalters schreitet unaufhörlich voran. Schon heute liegt der PDK-Anteil bei über 80 Prozent. Es ist also nur eine Frage der Zeit, wann der gute alte Getriebetyp nicht nur bei 911 GT3 und dem kommenden GT3 RS, sondern auch baureihenübergreifend bei Porsche ausstirbt. Klack, klack, klack – heute genießen wir im Fahrbericht des Wendland-Porsche Boxster S noch einmal die kurzen Schaltwege und die präzise Gassenführung des ausgereiften Handschalters.

Beim Landstraßenausflug mit geöffnetem Stoffverdeck werden die „letzten PDK-Zehntelsekunden“ zur Nebensache. Während die ersten zaghaften Sonnenstrahlen der bevorstehenden Roadster-Saison auf der Nase prickeln, zählen vor allem Emotionen. Nicht nur das manuelle Getriebe, sondern auch der kernige Sound des modifizierten Wendland-Porsche Boxster S regt die Glückshormone an. Wem die Porsche-Sportabgasanlage aus dem optionalen Exclusive-Programm noch zu leise ist, der wird bei Wendland-Motorentechnik fündig.

Klang und Durchzug im Wendland-Porsche Boxster S verbessert

Dank eines speziellen Edelstahl-Endschalldämpfers mit 90er-Endrohren brandet der Boxerklang nicht nur ungefilterter ins Cockpit, sondern soll dem Wendland-Porsche Boxster S auch zu einer Mehrleistung von 15 PS verhelfen.

Wer die Motorenspezialisten aus dem schwäbischen Rangendingen kennt, weiß, dass neben Auftragsentwicklungen für die Industrie auch immer wieder verrückte Umbauten auf dem hauseigenen Motorenprüfstand entstehen. Der auf Basis eines 3,8-Liter-Boxer aufgebaute und bis 9.500/min drehende Wendland-Vierlitermotor mit bis zu 540 PS hallt bis heute in unserem Gedächtnis nach.

Erhöhung von Leistung und Drehmoment

„Beim Wendland-Porsche Boxster S haben wir es etwas ruhiger angehen lassen“, sagt Geschäftsführer Dieter Wendland lächelnd. Mit 340 PS leistet der getunte 3,4-Liter-Sechszylinder 25 PS mehr als das Serienmodell. Neben dem neuen Edelstahl-Endschalldämpfer wird die Leistungssteigerung durch ein modifiziertes Motormanagement des originalen Motronic-Steuergerätes mit optimierten Kennlinien für Einspritzung, Zündung sowie der Nockenwellenverstellung erzielt. Wendland verspricht zudem eine Anhebung des maximalen Drehmoments von 360 auf 400 Newtonmeter.

„Der Motor wird in allen Last- und Drehzahlbereichen von uns feinabgestimmt. Wir messen Eingangs- und Ausgangsleistung, und der Kunde bekommt das Resultat als Diagramm ausgehändigt“, erklärt Karl-Heinz Wendland, der das Unternehmen gemeinsam mit seinem Bruder leitet.

Fazit des Landstraßenausflugs: Der Wendland-Porsche Boxster S überzeugt nicht nur mit emotionalem Handschaltgetriebe und verstärktem Boxerklang, sondern subjektiv auch mit gesteigerter Drehfreudigkeit und noch besserem Durchzug.

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