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Erste Mitfahrt in der neuen Mercedes X-Klasse

Pickup mit SUV-Komfort

Mercedes X-Klasse Mitfahrt (2017) Foto: Mercedes 30 Bilder

Auch wenn Pickups in Deutschland nur eine Nebenrolle spielen, bilden Pickups global gesehen das größte Fahrzeugsegment. Und das will Mercedes ab November mit der X-Klasse erobern. auto motor und sport durfte schon mitfahren. Was kann der Nissan Navara-Zwilling?

19.07.2017 Clemens Hirschfeld Powered by

Ein Pick-up fehlt bislang noch in der umfangreichen Mercedes-Palette, doch im November kommt die neue X-Klasse zu den Händlern. Klar erobert man das größte Fahrzeugsegment der Welt am besten mit etwas Starthilfe. Die neue X-Klasse nutzt deshalb Nissans Navara-Plattform. Von außen lässt sich die Verwandtschaft allenfalls an der Seitenlinie erkennen. Ansonsten konnten die Designer erfreulich viele Stilelemente der Conceptcars in die Serie retten.

X-Klasse mit mercedestypischen Design

Mercedes X-Klasse Progressive
Die neue Mercedes X-Klasse im Mitfahr-Video 1:05 Min.

So trägt die X-Klasse an der Front, wie seine SUV-Kollegen, den großen Doppel-Lamellen-Kühlergrill samt Stern. Der verchromte Unterfahrschutz und LED-Leuchten kennzeichnen die höchste Ausstattungslinie genannt „Power“, die eher Lifestyle denn Nutzlaster verkörpert. Das Heck wirkt durch die schnörkellose Heckklappe sehr clean. Diese schwenkt optional um 180 Grad nach unten oder kann komplett abgenommen werden. Die Grundfläche der mit LEDs beleuchtete Ladefläche entspricht anderthalb Europaletten, die Nutzlast gibt Mercedes mit 1,1 Tonnen an. Dazu kommen 3,5 Tonnen Anhängelast.

Sauber verarbeiteter Innenraum

Innen ist die X-Klasse, die im Gegensatz zum Nissan Navara nur als Doppelkabine erhältlich sein wird, noch näher am 2016 vorgestellten Conceptcar. Das geschwungen Armaturenbrett im Alulook, die auslandende Chromspange in der Mittelkonsole und Lüftungsdüsen im Turbinen-Design sind klare Mercedes-Insignien. An die japanische Basis erinnern allenfalls die tief positionierten Schalter für die Gelände-Untersetzung und der Mitteltunnel aus hartem Plastik samt dem massiven Hebel für die Handbremse. Die Materialanmutung der Topausstattung „Power“ dürfte am oberen Ende des Midsize-Pickup-Segments liegen.

Mercedes X-Klasse im Gelände

Mercedes X-Klasse Mitfahrt (2017) Foto: Mercedes
Im leichten Gelände schlägt sich die X-Klasse souverän.

Die Teststrecke führt zunächst auf die Schotterpisten des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen auf der schwäbischen Alb. Am Steuer sitzt Franky Schumacher, der auch bei der Entwicklung der X-Klasse dabei war. Wie der Nissan verfügt der Mercedes über eine Doppelquerlenker-Vorderachse und eine schraubengefederte Mehrlenker-Hinterachse. Deren Spur hat Mercedes um sieben Zentimeter verbreitert, was eine Anpassung der gesamten Achsgeometrie nach sich zog. Im leichten Offroad-Gelände überzeugt die Konstruktion, schluckt auch harte Stöße in ungeladenem Zustand souverän.

Natürlich sind einem 5,34-Meter-Pickup in engen Passagen schnell Grenzen gesetzt. Die optionale Sperre für die Hinterachse, zuschaltbarer Allradantrieb und 20 Zentimeter Bodenfreiheit – optional sind zwei Zentimeter mehr möglich – helfen aber beim Überwinden der eisenbahnschwellengroßen Betonhindernisse, genauso wie die Geländeuntersetzung.

Hilfreich ist auch die 360 Grad-Ansicht, die den Pickup samt Umfeld aus der Vogelperspektive auf dem 8,4 Zoll großem Comand-Bildschirm zeigt. Auf Knopfdruck lassen sich auch alle vier Kameras einzeln ansteuern – das hilft Herrn Schumacher beim Manövrieren durch den engen Geländeabschnitt.

Mercedes X-Klasse bietet SUV-Komfort

Mercedes X-Klasse Mitfahrt (2017) Foto: Mercedes
Auf der Straße kann der Pickup mehr als erwartet.

Die Offroad-Pflicht meistert die X-Klasse erwartungsgemäß. Die Onroad-Strecke hingegen wird zur Kür. Die harten Querfugen der Panzerringstraße schluckt das Fahrwerk der X-Klasse vollkommen unbeeindruckt. Schumacher fährt die Kurven mit circa 120 km/h an. Für den Beifahrer fühlt sich das wegen der hohen Sitzposition im ersten Moment waghalsig an. Doch statt sich stark zur Seite zu neigen und mit den Reifen zu wimmern, nimmt die X-Klasse die schnelle Kurve ähnlich souverän wie eine M-Klasse. Zum Glück bieten die Ledersitze Fahrer und Beifahrer genügen Seitenhalt. Dann hält Schumacher auf eine Pylonen-Gasse zu. Mit mehr als 100 km/h durchfährt er den elchtestähnlichen Aufbau mit deutlich geringerer Wankneigung, als das in dieser Klasse üblich und zu erwarten ist.

Ab 2018 mit V-Diesel von Mercedes

Den Vierzylinder-Turbodiesel mit 2,3 Litern Hubraum übernimmt die X-Klasse vom Navara. Auch die beiden sind vom japanischen Partner bekannt: Den X 220d mit 160 PS und die 190 PS starke Biturbo-Version X 250d des noch leicht getarnte Testwagens. Statt des serienmäßigen Sechsgang-Schaltgetriebes ist auch eine Automatik lieferbar. Für ausgewählte Märkte wie Dubai und Marokko bietet Mercedes mit dem 156 PS starken X 200 auch einen Benziner an. 2018 folgt ein Mercedes-eigener 253-PS-V6-Diesel samt Siebengangautomatik und permanentem Allrad-Antrieb – womit der VW Amarok V6 TDI einen starken Konkurrenten bekommen dürfte.

Doch wir sind zunächst mit dem Vierzylinder unterwegs. Der Bi-Turbodiesel mit 190 PS erledigt seine Arbeit bei der Mitfahrt zwar ordentlich, sein Spurtvermögen ist aber eher beschaulich. Dafür erfolgen die Gangwechsel der Siebengangautomatik erfreulich ruckfrei. Mit 450 Newtonmetern ist genügend Drehmoment schon im unteren Drehzahlbereich vorhanden – das Anfahren an der 27-prozentigen Steigung ist jedenfalls keine Herausforderung. Im Straßenbetrieb arbeitet der Diesel durchaus laufruhig. Zudem ist der Geräuschpegel auffällig angenehm.

Fazit

Der X-Klasse gelingt der Spagat zwischen Nutzfahrzeug und komfortablem SUV besser als der Nissan-Basis – dank viel Feintuning am Fahrwerk. Zudem ist der Innenraum in der Topausstattung mercedestypisch eher edel als robust. Die Idee von Mercedes, den Pickup weg vom reinen Nutzfahrzeug, hin zum Lifestyle-Mobil zu positionieren, hat schon bei SUV und der V-Klasse gut funktioniert. Der Einstieg in die Mercedes-Pickup-Welt wird bei 37.294 für die robuste Einstiegsversion Pure liegen. Nissans Navara ist als mit Doppel-Kabiner bereits ab 31.110 Euro zu haben.

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