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Fahrbericht Fiat Fullback Cross (2017)

Neuer Luxus-Pickup von Fiat

Fiat Fullback Pickup 2017 Foto: Fiat 22 Bilder

Mit dem Fullback ist auch Fiat beim neuen Pickup-Boom dabei. Das Topmodell Fullback Cross mit 181 PS und Automatik fährt besonders luxuriös vor. Wir waren damit unterwegs.

11.11.2017 Torsten Seibt 3 Kommentare Powered by

Nach dem Marktstart im Jahr 2016 hat Fiat die Modellvielfalt des Fullback tüchtig ausgeweitet. Zwei Motoren, zwei Getriebe, zwei Antriebssysteme und drei Ausstattungsversionen (Silver, Gold, Platinum) mit weiteren Optionspaketen machen die Auswahl etwas unübersichtlich. Das jetzt vorgestellte Topmodell Fullback Cross ist zumindest in dieser Beziehung erholsam, denn vom Permanent-Allrad über die Top-Motorisierung mit 181 PS bis hin zur Fünfgang-Automatik ist alles an Bord.

Kenner der Szene wissen natürlich, was sich hinter dem Fiat Fullback verbirgt. Denn abgesehen von der neu gestalteten Front und des Fiat-Logos auf dem Lenkrad steht da ein inzwischen gut bekannter Pickup. Mitsubishi leistet beim Fullback Schützenhilfe, mit Ausnahme der genannten Anpassungen ist der neue Fiat Fullback ein waschechter L200 und wird wie dieser im thailändischen Mitsubishi-Werk gebaut.

Fiat Fullback Cross

Solches Badge-Engineering ist gerade in der Nutzfahrzeugbranche keine Seltenheit, wo die Margen und Stückzahlen oft so gering sind, dass sich eine eigene Entwicklung und Fertigung nicht lohnt. Auf der anderen Seite ermöglicht dies den Herstellern, ihren Kunden eine komplette Modellpalette anbieten zu können.

Fiat Fullback Pickup 2017 Foto: Fiat
Der Fullback Cross fungiert ab sofort als neue Topversion

Mit seinen 5,3 Meter Länge und der 1,52 mal 1,47 Meter messenden Ladefläche ist der Fiat Fullback ein klassischer Midsize-Pickup. Klassisch ist auch das Innenleben nach dem Entern der Kabine. Seriös, unverspielt, ohne übertrieben nutzfahrzeugig zu wirken. Akzente in Klavierlack-Optik hübschen die Kunststofflandschaft ein wenig auf, das Design ist sachlich, die meisten Bedienelemente logisch platziert.

Kräftiger Diesel

Der 2,4-Liter-Diesel ist ein recht angenehmer Zeitgenosse. Wilde Leistungsexplosionen gibt es keine, doch nach einem kleinen Moment Luft holen bei niedrigen Drehzahlen geht er ganz gut voran. Obwohl das Automatikgetriebe mit für heutige Zeiten ungewöhnlich wenig Gangstufen auskommen muss, gibt es letztendlich nichts daran auszusetzen. Die Anschlüsse zwischen den Stufen passen und die Schaltarbeit läuft komfortabel ab, das Zusammenspiel passt gut zum Charakter des Fullback.

Fiat Fullback Pickup 2017 Foto: Torsten Seibt
Doch auch unterhalb des Cross gibt es gut ausgestattete Versionen.

Beim Fahrverhalten kann der Fiat Fullback seine Nutzfahrzeug-Gene nicht ganz verheimlichen. Ohne Last auf der Ladefläche gibt es bei Fahrbahnunebenheiten spürbare Kicks von der blattgefederten hinteren Starrachse, die Lenkung ist ein bisschen ungefähr. Doch es gibt „schlimmere“ Pickup-Fahrwerke, im Alltagsbetrieb ist der Federungskomfort ganz akzeptabel. Angenehm ist die Geräuschkulisse, der Fiat Fullback ist anständig gedämmt und nicht übermäßig lärmig.

Permanent-Allrad mit Untersetzung

Mit dem (abschaltbaren) Permanent-Allradantrieb und Untersetzung erbt der Fiat Fullback ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal vom Plattformspender Mitsubishi L200, die Pickup-Konkurrenz hat nichts gleichartiges zu bieten. So kann der Allradantrieb ohne Verspannungen auch auf der Straße eingesetzt werden, um die Fahrsicherheit bei Schlechtwetter oder im Anhängerbetrieb zu erhöhen.

Fiat Fullback Cross Foto: Fiat
Der Fullback Cross ist komplett möbliert, alles ist serienmäßig.

Optisch macht der Fullback Cross natürlich einiges her, die dunklen Zierteile und die schwarzen Leichtmetallräder werten die Optik auf. Über den in Italien designten „Sportbügel“ hinter der Kabine müssen die Kunden selbst den Daumen heben oder senken, das ausgesprochen individuell gestaltete Teil ist jedenfalls mal etwas anderes. Der Preis ist jedoch ebenso ansehnlich, bei 44.387 Euro werden die klassischen Handwerker-Kunden eher abwinken. Deshalb sind es auch vor allem Lifestyle-bewegte Interessenten, nach denen Fiat mit dem Fullback Cross schielt – dieses Segment empfinden die Marketing-Strategen derzeit am interessantesten.

Fazit

Der Fiat Fullback bietet fahrtechnisch naturgemäß keine Überraschungen, mit Ausnahme der leicht geänderten Front ist er schließlich baugleich zum Mitsubishi L200. Ein solider, robuster und gut verarbeiteter Pickup, bei dem der variantenreiche Allradantrieb ein echtes Verkaufsargument ist.

Neuester Kommentar

Natürlich ist der Fiat Fullback mit 44k EUR nicht billig.
Mercedes will man aber eine Mercedes X-Klasse haben, wird man für diesselbe Ausstattung und vergleichbar starken Antrieb und 4x4 über 47k ausgeben müssen.
Ob das die Handwerksbetriebe dann besser finden ...

hansam 20. November 2017, 07:13 Uhr
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